Parität im Dialog… mit Landespolitik | Regionalverbund Neckar-Alb

Fachinformation - geschrieben am 26.10.2023 - 12:31

Vier Kreisvorstände aus der Region Neckar-Alb, der Regionalverbundsprecher und die Leitung der Regionalgeschäftsstelle waren zusammen mit den fünf MdL Thomas Poreski (GRÜNE), Manuel Hailfinger (CDU), Daniel Lede Abal (GRÜNE), Dr. Dorothea Kliche-Behnke (SPD) und Rudi Fischer (FDP) zu Gast bei Wirbelwind e.V. – Gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend in Reutlingen.

Mit der Landesfinanzierung der Landeskoordinierung spezialisierter Fachberatungen (LKSF) gegen sexualisierte Gewalt wurde 2022 ein wichtiger Schritt in Richtung Qualifizierung und Verzahnung gemacht. Die Fachberatungsstellen in den Landkreisen Reutlingen (Wirbelwind), Tübingen (Aufwind) und Zollernalb (Feuervogel) berichteten von ihren Leistungen und Angeboten nah an den Menschen und Einrichtungen.

Die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt führt zu einer erwünschten Aufhellung des Dunkelfeldes, was jedoch schnell die Kapazitätenfrage stellt. Kommunen, Kreise und Land müssen Hand in Hand die bedarfsgerechte und abgestimmte lokale Versorgung mit Beratung und Prävention gewährleisten. Mit den Landtagsabgeordneten wurde diskutiert, wie die Beratungsstellen unterstützt werden können, um insbesondere im ländlichen Raum Beratung und Schutzkonzepte zu implementieren – eben »damit es nicht nochmal passiert!«

Im Weiteren kam zur Sprache, dass aufgrund knapper kommunaler Haushalte die soziale Infrastruktur bedroht ist, wenn die sogenannten Freiwilligkeitsleitungen (wir nennen sie Selbstverständlichkeitsleitungen) nicht steigen. Das kommt angesichts der Tariferhöhungen, der Energiekosten und der Inflation einer Kürzung gleich. In der Suchthilfe wurden beispielsweise die Landeszuschüsse seit 1998 nicht mehr erhöht.

Die Kreisvorstände brachten zudem ihre Sorge zum Ausdruck, dass rechtes und demokratiefeindliches Gedankengut immer mehr um sich greift. Sie wünschten sich deutliche Statements von den Landtagsabgeordneten, dass zum Beispiel in den Diskussionen um Flucht und Asyl die Menschenrechte hochgehalten werden. Auch das Thema Bürokratie belastet die Einrichtungen vor Ort, weil dadurch wertvolle Personalressourcen gebunden werden und nicht für die Hilfe für Betroffene zur Verfügung stehen. Der Dialog findet seine Fortsetzung 2024 bei einem anderen Paritätischen Mitglied.

Diskussion mit Landtagsabgeordneten
Diskussion mit Landtagsabgeordneten 1
Diskussion mit Landtagsabgeordneten 1
Diskussion mit Landtagsabgeordneten 2
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Diskussion mit Landtagsabgeordneten 3
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Diskussion mit Landtagsabgeordneten 4
Diskussion mit Landtagsabgeordneten 4

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