Goldene Ehrennadel für Michael Hünninger

Fachinformation - geschrieben am 08.01.2024 - 15:58

Michael Hünninger für sein über 20-jähriges herausragendes Engagement als Fachgruppensprecher für die stationäre Pflege mit der goldenen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet. Er prägte die sozialpolitische Tätigkeit des Fachbereiches durch sein Gespür für Zukunftsthemen und war Impulsgeber und Motor für die sektorenübergreifende Versorgung in der Pflege.

Rückblick von Michael Hünninger auf sein Engagement für den Verband:

"Im Jahr meiner Wahl als Fachgruppensprecher für die Bereiche „stationäre und teilstationäre Altenhilfe“ in 2002 waren die verbandlichen Strukturen des Paritätischen noch von der Trennung der ambulanten und stationären/teilstationären Bereiche geprägt.

Beiden Bereichen stand ein Fachgruppenvorsitzender und ein Stellvertreter vor. Innerverbandlich wurden jedoch beide Bereiche von einer Person (damals noch durch Herbert Staub), vertreten.

Über die Jahre ab 2002 hat sich durch meine und die Initiative der Ausschussmitglieder beider Pflegebereiche die Struktur der Altenhilfe im Verband gewandelt. Die strukturell und inhaltlich getrennten Bereichen haben sich fachlich, inhaltlich und durch die Mehrfachstrukturen in den Mitgliedsorganisationen immer mehr angenähert. Hieraus entstand meine Zielsetzung, beide Fachgruppen und beide Ausschüsse zusammen zu führen. Damit war die Altenhilfe strukturell und organisatorisch dem Verband voraus und hatte eine effiziente, wirkungsvolle und mitgliederorientierte Arbeits- und Informationsstruktur geschaffen.

Der Verband zog mit Schaffung der Kernteams in 2011 nach und schuf (damals) 7 Kernteams und ein Regioteam. Im Kernteam „1“ -Ältere Menschen und Pflege- hat die organisatorisch und fachlich bereits zusammengeführte Struktur der Altenhilfe Ihren neuen Platz gefunden.

Durch Die Verbandssatzung und die Geschäftsordnung des Kernteams wurden die vormaligen demokratischen Legitimationen in neue Strukturen überführt und mitgliederorientiert gestärkt .

Mir war es in den Jahren bis 2021 wichtig, den Mitgliedsorganisationen für die 2x jährlich stattfindenden Fachtage praxisorientierte Informationen durch hinzugezogene Fachleute, aber auch eigene informelle Vorträge aus dem Kernteam zu vermitteln. Sitzungsstrukturen, die Wirkung des Inputs und das Empfinden der Vertreter der MO´s waren mir und den Mitgliedern des Kernteams immer wichtig. So haben wir verschiedene Sitzungsstrukturen und Moderationstechniken entwickeln müssen und umgesetzt.

Mit meinem Ehrenamt verbunden waren vielfältige verbandliche Themen, von denen mir die Arbeitsgruppe „Weichenstellungen“ und die Gespräche zur neuen Verbandssatzung in bleibender Erinnerung sind. Der Fokus in die Zukunft und die Schärfung des Blicks der Einrichtungsvertreter, welche Themen aktuell und zukünftig für die Altenhilfe wesentlich sind bzw. sein könnten, haben mich und die Mitglieder des Kernteams alljährlich eine Klausurtagung abhalten lassen, in denen wir mit eigenem und externem Input den Blick auf das „Heute“ und das „Morgen“ gelegt haben. Fachlich und kollegial für uns immer eine inspirierende und persönlich bereichernde Tagung, für die Fachtage Themenspeicher und Richtungsgebung.

Nach 30 Jahren Geschäftsführertätigkeit für die GEVITA habe ich mich zum Ende des vergangenen Jahres aus der operativen Geschäftsführung zurückgezogen und helfe mit, besondere Fragestellungen und Projekte zu einem guten Ergebnis zu führen. Besonders freue ich mich, dass der neue Geschäftsführer der GEVITA einen Platz im Kernteam 1 einnehmen durfte und somit die Jahrzehnte lange Verbundenheit zum PARITÄTISCHEN aufrecht erhalten bleibt.

Nach wie vor ist die Altenhilfe in besonderem Maße gefordert, reglementiert und durch Bürokratiezunahme gebremst. Es sollte zum Wohle unser Bewohner und Kunden und zur Erleichterung und Verbesserung der Arbeit unserer Mitarbeitenden gerade anders sein.

Ich wünsche Ihnen, die Sie Verantwortung für hilfebedürftige Menschen, für Mitarbeitende und für die Unternehmen, in denen Sie tätig sind, tragen Mut und Entscheidungsglück für die täglichen Herausforderungen. Bleiben Sie dem PARITÄTISCHEN gewogen und nehmen Sie Ihre Mitgliederrechte und -pflichten ernst. Ein offener, fachlicher und menschlich geprägter Umgang miteinander lässt die Ohren der Gesprächspartner offener für Wünsche, Anregungen und Fragen werden.

Den Mitgliedern des „ständigen Ausschusses“, des Kernteams, den Kolleginnen und Kollegen in den Ausschüssen und den Mitarbeitenden im Verband danke ich von ganzem Herzen für die bereichernde und unterstützende Zu- und Mitarbeit."

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