Soziale Innovationen. Aus Ideen wird Zukunft.

Ausgabe 01/2026

Soziale Innovationen. Aus Ideen wird Zukunft. KI-generiertes Gesicht von Albert Einstein.

Artikel dieser Ausgabe

Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Verwaltung und Bildung grundlegend. Für die Soziale Arbeit stellt sich damit nicht die Frage, ob sie betroffen ist, sondern wie sie diese Entwicklung aktiv mitgestalten kann. In der Region Heilbronn-Franken entsteht hierzu ein zukunftsweisender Ansatz: ein intersektorales Innovationsökosystem für „KI & Sozialwesen“, initiiert von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Heilbronn.

Engagierte der ersten Stunde ziehen sich zurück, Jüngere fühlen sich von traditionellen Strukturen nicht angesprochen, Wissen geht  verloren. Erwartungen, Kommunikation und  Lebensrealitäten verändern sich. Oft fehlen Know-how oder Prozesse, um die Zukunftsplanung frühzeitig anzugehen.

Der demografische Wandel, veränderte Lebensgewohnheiten und die Digitalisierung  treffen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das freiwillige Engagement. Viele Vereine und Initiativen stehen am Scheideweg. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen sie sich neu aufstellen. Das Projekt „Challenge.Intersektoral“ zeigt einen Lösungsweg auf. 

Fachkräfte aus anderen Branchen gewinnen, Genehmigungsverfahren beschleunigen oder innovative Plattformmodelle aus dem Tech- Bereich übertragen. Das sind Herausforderungen, vor denen auch das Engagement steht.

Soziale Daseinsvorsorge neu denken: Integration statt Fragmentierung in Baden-Württemberg

Die soziale Daseinsvorsorge in Baden-Württemberg steht vor einem strukturellen Wendepunkt. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, steigende Wohnkosten und wachsende Teilhabebedarfe treffen auf ein System, das historisch in Zuständigkeiten, Förderlogiken und Rechtskreise fragmentiert ist.

Soziale Innovation‘ ist in aller Munde. Der Begriff ist dabei nicht immer klar umrissen, meistens jedoch positiv besetzt und bezeichnet erst einmal unscharf Neuerungen, die sich in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben ergeben, ob bewusst angestrebt oder erst im Rückblick erkennbar. Der positive Beiklang, den der Begriff hat, ist erfreulich, zeigt er doch, dass ein gesellschaftliches Bewusstsein für die enormen Veränderungen im aktuellen Zusammenleben besteht, die wir erleben -, und dass diese auch als zu nutzende Chancen erachtet werden.

Die Stärke der Freien Wohlfahrtspflege: Engagement, Vielfalt und demokratische Praxis

In herausfordernden Zeiten werden die Rufe nach Veränderung laut, zu Recht. Wir brauchen soziale Innovationen und kreative Kooperationen, um die Lebenssituation breiter Bevölkerungsschichten spürbar zu verbessern. Die Freie Wohlfahrtspflege ist dabei ein zentraler Akteur. Sie entwickelt soziale Innovationen nicht nur, sie trägt sie auch in die Breite. Denn erst mit ihrer Verankerung in der Fläche wird aus einer Idee eine wirksame Innovation.

Alpakas auf einer grünen Wiese

Die Alpaka Alm Leonberg ist ein Modellprojekt in Trägerschaft des Betreuungsvereins  Fish e. V. Leonberg. Menschen, die im Alltag besondere Unterstützung brauchen, finden auf  der Alpaka Alm einen geschützten Ort, an dem sie Ruhe, Struktur und neue Lebensfreude  erleben können – unabhängig von Alter oder Lebenssituation.

Die kommunalen Gebietskörperschaften stöhnen immer mehr unter der Last der Pflichtaufgaben, die ihnen über bundesgesetzliche Regelungen insbesondere aus den Rechtskreisen SGB VIII, IX und XI aufgegeben sind. Wenn wir nicht der regierungsseitig reflexhaft vorgetragenen Forderung nach Leistungskürzungen folgen wollen, müssen wir kritisch auf Fehlentwicklungen sowohl bei der Leistungserbringung als auch bei den darauf bezogenen bürokratischen Vorgaben schauen.