Die Modellstandorte decken bewusst unterschiedliche Raumtypen in Baden-Württemberg ab – vom ländlichen bis zum großstädtischen Raum. 2026 wird mit vier Standorten fortgeführt. In Karlsruhe und im Rhein-Neckar-Kreis arbeiteten jeweils zwei Träger im Verbund zusammen:
- AWO Schwäbisch Hall-Crailsheim
Die AWO Schwäbisch Hall setzte SLAY im ländlichen Raum des Landkreises Schwäbisch Hall um. Vier sozialpädagogische Fachkräfte arbeiteten aufsuchend und mobil. Besonderheit: Mobile Beratung durch das "AWO-Bussle" kompensierte große Distanzen, eingeschränkten ÖPNV und fehlende Infrastruktur im ländlichen Raum. Aufsuchende Arbeit stand im Zentrum des Ansatzes.

Kontakt: https://slay-awo.de / https://www.awo-sha.de
- kit jugendhilfe Tübingen
Die kit jugendhilfe setzte SLAY im Tübinger Stadtteil Waldhäuser-Ost um. Zwei sozialpädagogische Fachkräfte (1,0 VZÄ) boten tagesstrukturierende Gruppenangebote (Mo-Fr, 9-13 Uhr) mit Einzelbegleitung. Besonderheit: Die "ZukunftsWerkstatt" kombinierte handwerkliche Projekte, Kreativatelier und Cafébetrieb. Junge Menschen bauten einen Umsonstladen auf und betrieben das "Café Kleine Biene" im Stadtteil – ein gelungenes Beispiel für Jugendhilfe mit Gemeinwesenorientierung.

Kontakt: https://www.kit-jugendhilfe.de
- Trägerverbund Karlsruhe: afka gGmbH & Verein für Jugendhilfe (VfJ)
Arbeitsförderung Karlsruhe gGmbH (afka):
Die afka ist ein gemeinnütziges Sozialunternehmen der Stadt Karlsruhe (seit 1988), das arbeitslose und benachteiligte Menschen sowie junge Menschen beim Übergang in den Beruf unterstützt. Bei SLAY arbeiteten zwei sozialpädagogische Fachkräfte mit Schwerpunkt auf Einzelcoaching. Besonderheit: Strukturierte Berufsschulkooperation mit fünf Karlsruher Berufsschulen ermöglichte präventive Anbindung dropout-gefährdeter Schüler*innen. Eigene Werkstätten (Schreinerei, Fahrradwerkstatt, Garten) boten niedrigschwellige Beschäftigungsmöglichkeiten.

Verein für Jugendhilfe Karlsruhe e.V. (VfJ):
Der VfJ ist ein gemeinnütziger Verein (gegründet 1955) und anerkannter Träger der freien Jugend- und Straffälligenhilfe. Bei SLAY arbeiteten zwei sozialpädagogische Fachkräfte. Besonderheit: Der VfJ brachte seine Expertise in der Arbeit mit besonders schwer erreichbaren jungen Menschen ein und erweiterte das Angebot um Zielgruppen aus der Straffälligenhilfe.

Kontakt:
afka: https://www.af-ka.de/jugend-schule-ausbildung/slay-your-career
VfJ: https://www.vfj-ka.de
- Trägerverbund Rhein-Neckar: Jugendagentur Heidelberg & Job Central Weinheim
Jugendagentur Heidelberg eG:
Die Jugendagentur Heidelberg ist eine eingetragene Genossenschaft und arbeitet seit vielen Jahren an den Schnittstellen von Jugendhilfe, Schule und Arbeitswelt. Bei SLAY arbeiteten drei sozialpädagogische Fachkräfte mit Einzelbetreuung und Gruppenangeboten. Besonderheit: Systematische Verzahnung mit dem kommunalen Übergangssystem Heidelberg und enge Kooperation mit Jobcenter und Agentur für Arbeit ermöglichten passgenaue Weitervermittlung.

Regionale Jugendagentur Job Central e.V. Weinheim:
Job Central ist ein gemeinnütziger Verein in Weinheim und arbeitet seit über vielen Jahren im Übergangsbereich Schule-Beruf mit benachteiligten jungen Menschen. Bei SLAY arbeiteten zwei sozialpädagogische Fachkräfte (0,95 VZÄ). Besonderheit: Tagesstrukturierende Gruppenangebote in der Lern-Praxis-Werkstatt (LPW) mit handwerklich-kreativen Projekten. Peer-to-Peer-Ansätze in geschützten Kleingruppen waren besonders wirksam für junge Frauen mit psychischen Belastungen.

Kontakt:
Jugendagentur Heidelberg: https://www.jugendagentur-heidelberg.de (Instagram: @jugendagenturheidelberg)
Job Central Weinheim: https://jobcentral.de
Bis Ende 2025 war zusätzlich das Jugendhilfswerk Freiburg e. V. beteiligt (Standorte Breisach, Titisee-Neustadt, Umland Freiburg); der Standort ist zum Jahreswechsel 2025/26 aus dem Projekt ausgeschieden.