Die Liga Breisgau-Hochschwarzwald lud zusammen mit dem Landratsamt am 19. Mai 2026 alle Kreistagsmitglieder im Anschluss an den Sozialausschuss zum Gallery Walk durch die vier Themenfelder Suchthilfe, Gemeindepsychiatrie, Migration & Integration und Schulsozialarbeit um den verbandsübergreifenden Beitrag zur kommunalen Daseinsfürsorge im Landkreis sichtbar zu machen. Den Kreisräten wurde verdeutlicht, welchen Nutzen diese Bereiche für die Kommunen haben, welche Auswirkungen Kürzungen insbesondere für die Kommune haben werden und welche – sehr viel höheren – Folgekosten auf den Landkreis zukommen, sollte er an diesen präventiven Leistungen sparen.
Alle Themenfelder wurden vorab verbandsübergreifend und mit Mitarbeitenden des Landratsamts vorbereitet, erhielten zur besseren Übersicht die gleichen Punkte und das selbe Design aus der Kampagne der Landesliga. Die Paritätische Regionalleitung Annika Beutel vertrat zusammen mit Paritäterin Ina Wehinger (Krisendienst), Gianna Wetzel (Diakonie) und Jürgen Maurer (Diakonie) das Themenfeld Gemeindepsychiatrie. In den Gesprächen mit Kreisräten betonten sie die Wichtigkeit der Finanzierung präventiver Leistungen, da sich ansonsten Krankheiten verfestigen und chronifizieren, Folgeerkrankungen entstehen und soziale Situationen zunehmend prekär werden. Würde an dieser Stelle gespart, entstünden teurere Folgekosten für die ein Rechtsanspruch besteht, welchen auch der Landkreis finanzieren muss (Eingliederungshilfe).
Für die Suchtprävention argumentierten von Paritätischer Seite aus Sabine Lang (BWLV) und Christin Oelke (FrauenZimmer), für die Schulsozialarbeit Luzian Hedrich (Jugendhilfswerk).
Die Gespräche an den Infotafeln konnten anschließen an das Sozialpolitische Forum im Herbst (Freie Wohlfahrt, Verwaltung und Politik diskutieren über soziale Infrastruktur | Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg).