Am 17. Juni 2026 traf sich die südbadische Fachgruppe Eingliederungshilfe mit knapp 20 Vertreter*innen südbadischer Einrichtungen in den Räumlichkeiten der Lebenshilfe um sich zu den aktuellen Themen und Herausforderungen auszutauschen und Informationen aus der Region und von der Landesebene zu erhalten.
Zu Beginn der Sitzung meldete Norbert Weiss (Ring Freiburg e. V.) seinen Rücktritt als Co-Fachgruppensprecher aus Ressourcengründen an. Die Gruppe dankte ihm für sein Engagement und das Planen und Ausrichten der zahlreichen Fachgruppentreffen in seinen Räumlichkeiten in Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem zweiten Fachgruppensprecher, Herrn Klein-Alstedde (Reha-Verein e. V.) sowie der Geschäftsstelle. Als neuer Co-Fachgruppensprecher wurde einstimmig Norbert Köthnig (Lebenshilfe Breisgau e. V. und KV-Vorsitzender Emmendingen) gewählt.
Die Herausforderungen liegen beim knapperen und teurer gewordenem Personal, in der auskömmlichen Finanzierung, in der wirtschaftlichen Tragfähigkeit von Angeboten, in konkurrierenden Angeboten und im Gestaltungsspielraum, in dem sich Kostenträger scheinbar zunehmend mehr auf Einsparungen als auf Bedarfe konzentrieren.
Nach intensivem Austausch zu den aktuellen Herausforderungen wurden Überlegungen angestellt, wie diese gemeinsam und in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales angegangen werden können. Hierfür ist ein Austausch mit dem Leiter des Amts für Soziales Freiburg geplant.
In einem mitreißenden Impulsvortrag trug Norbert Köthnig mögliche Formen der Zusammenarbeit vom vertraulichen Austausch bis zur strukturellen Verbindung vor und zielte auf die Paritätische Zusammenarbeit ab, denn: Paritätische Mitgliedsorganisationen kennen vergleichbare Herausforderungen, sind regional miteinander verbunden, stehen für Vielfalt, Selbsthilfe und Unabhängigkeit und bringen unterschiedliche fachliche Stärken mit, sodass alle voneinander profitieren können.
Abgerundet wurde der zweieinhalbstündige Austausch am Ende durch das digitale Zuschalten von Michael Tränkle, Leiter des Fachbereichs Soziale Rehabilitation, Teilhabe und Inklusion im Paritätischen Baden-Württemberg. Dieser äußerte unter anderem seine Sorge, dass der Landesrahmenvertrag von Seiten der Leistungsträger gekündigt werden könnte.