Selbsthilfe ist eine unverzichtbare und wichtige Säule unserer Gesellschaft. Um ihre Zukunft zu sichern, braucht es stabile Rahmenbedingungen und eine verlässliche Finanzierung.
Steigende Bedeutung durch gesellschaftliche Entwicklungen
Durch gesellschaftliche Entwicklungen wie den demografischen Wandel, globale Krisen, steigende Ungleichheit, die Zunahme chronischer Erkrankungen, unzureichende professionelle Versorgungsstrukturen (z. B. Mangel an Ärztinnen und Psychotherapeutinnen) und den steigenden Bedarf an psychosozialer Unterstützung gewinnt die Selbsthilfe zunehmend an Bedeutung.
Mehr Selbsthilfegruppen und neue Themen
In den letzten Jahren ist ein deutlicher Anstieg von Neugründungen bei Selbsthilfegruppen zu beobachten. Diese Gruppen behandeln eine Vielzahl von Themen wie Ängste, Depressionen und andere psychische Beeinträchtigungen.
Anpassungsdruck und fehlende Ressourcen
Selbsthilfe passt sich dynamisch diesen Veränderungen an, die bei den strukturell wichtigen Selbsthilfeorganisationen und -kontaktstellen einen hohen Anpassungsdruck erzeugen.
Zur Bewältigung dieser Herausforderungen stehen der Selbsthilfe jedoch nicht ausreichend Mittel zur Verfügung.
Neben den Krankenkassen müssen insbesondere Länder und Kommunen ihre Verantwortung ernst nehmen und die Strukturen in der Selbsthilfe stärken und finanziell unterstützen.