07. Mai 2026 - Anlässlich der Vorstellung des Koalitionsvertrags der neuen Baden-Württembergischen Landesregierung sind vor allem die klaren Zusagen für soziale Themen positiv, so unter anderem die bessere Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, die stärkere Hilfe für psychisch belastete Menschen sowie der Ausbau eines inklusiven Bildungssystems. Begrüßenswert sind auch die bessere Förderung für soziale Träger, um Modernisierungsstau abzubauen, die verlässlichere Finanzierung von Kitas sowie die Unterstützung der Kommunen bei Schulsozialarbeit und Jugendarbeit.
Ulf Hartmann, Vorstandsvorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Baden-Württemberg:
„Der gestern vorgestellte Koalitionsvertrag zeigt: Die neue Landesregierung ist sich der Verantwortung bewusst, die ihr in einer von Krisen geprägten Zeit zukommt. Wir begrüßen die klaren Bekenntnisse zu sozialwirtschaftlichen Themen mit dem Fokus auf Entbürokratisierung, Modernisierung und Verlässlichkeit. All diese Vorhaben können den Sozialstaat sichern und damit den Zusammenhalt stärken. Die tragenden Säulen unseres Sozialstaats sind handlungsfähige Kommunen. In den Städten und Gemeinden bündeln sich die Herausforderungen des Strukturwandels. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Einrichtung eines „Zukunftsbündnisses Land-Kommunen“. Als Wohlfahrtsverband stehen wir für einen Austausch bereit. Wenn konkrete Vorschläge zu Bürokratieabbau, zur Standardanpassung und zur Aufgabenreduktion erarbeitet werden sollen, braucht es unsere Expertise. Nur durch eine Einbeziehung auch der Leistungserbringerseite können in diesen Bereichen strukturelle Veränderungen erarbeitet werden, die einerseits die öffentliche Hand stärken und andererseits den gesellschaftlichen Zusammenhalt nicht gefährden.“