Der Paritätische Baden-Württemberg ruft anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie zu einer konsequenten Stabilisierung der Demokratie auf
Stuttgart, 15.09.2026 – Anlässlich des Internationalen Tages der Demokratie ruft der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg dazu auf, die soziale Infrastruktur im Land nachhaltig zu stabilisieren. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege sowie die Fachverbände müssen stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen und unterstützt werden. Sie sind nah an den Menschen, kennen ihre Sorgen und Bedürfnisse. Sie leisten mit ihren Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zu einer stabilen Demokratie. Diese wertvollen Ressourcen müssen politisch stärker anerkannt und abgesichert werden. Die Landesregierung muss die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen und soziale Sicherheit zur politischen Priorität machen.
„Demokratie beginnt mit dem Zuhören und damit, die Lebensrealitäten der Menschen ernst zu nehmen. Was wir jetzt mehr denn je brauchen, sind starke und verlässliche soziale Strukturen. Die Freie Wohlfahrtspflege und der gesamte soziale Sektor schaffen Orte der Begegnung, ermöglichen Teilhabe und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer diese Strukturen kaputtspart, gefährdet mehr als soziale Angebote: Er schwächt das Fundament unserer Gesellschaft und schafft weiterhin Raum für Ausgrenzung, Hass, Hetze und Populismus,“ erklärt Nathalie Wollmann, Referentin für Vielfalt und Demokratie im Paritätischen Landesverband Baden-Württemberg.“
„Gerade in Zeiten großer Herausforderungen erwartet man von politischen Entscheidungsträger*innen vor allem Empathie und Zuversicht. Denn Vertrauen entsteht dort, wo Menschen sich gesehen und ernst genommen fühlen und politische Entscheidungen als fair und sozial gerecht empfunden werden. Dieses Vertrauen schafft die Grundlage dafür, dass notwendige politische Entscheidungen verstanden, akzeptiert und mitgetragen werden können. Wir müssen endlich erkennen, dass soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherheit entscheidend sind, um unsere Demokratie zu stärken und zu stabilisieren – und damit Polarisierung, Hass und Hetze den Nährboden zu entziehen.“