Stuttgart, 20.03.2026 - Zahlen einer aktuellen Studie im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigen, dass Diskriminierung in Deutschland ein neues Ausmaß erreicht hat: Rund neun Millionen Menschen sind davon betroffen. Gerade jetzt braucht es eine menschenwürdige Politik, die sich klar und entschieden gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung stellt. Alle Menschen müssen die gleichen Chancen und den gleichen Schutz erfahren, fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus (21. März 2026). Wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit und eine stabile Demokratie gehörten untrennbar zusammen und sollten nicht mehr isoliert betrachtet werden. Auch die künftige Landesregierung müsse sich dieser Herausforderung stellen und neben wirtschaftspolitischen auch die sozialen Herausforderungen entschlossen angehen. Zur wirksamen Bekämpfung von Diskriminierung in staatlichen Institutionen sei die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes in Baden-Württemberg erforderlich, so der Verband.
„Wirtschaftlicher Erfolg und soziale Gerechtigkeit stärken unsere Demokratie. Wenn Menschen sich wirtschaftlich und sozial abgesichert fühlen, stärkt dies ihr Vertrauen in demokratische Institutionen. Fehlt jedoch diese Sicherheit, so wachsen Frustration, Existenzängste und das Gefühl der Benachteiligung. Genau hier finden antidemokratische Kräfte ihren Nährboden“, betont Ulf Hartmann, Vorstand des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität könnten nur bestehen, wenn konsequent gegen Diskriminierung, Rassismus sowie Hass und Hetze vorgegangen und die Menschenwürde wirksam geschützt und gestärkt werde, so Hartmann weiter. „Die Menschen in unserem Land müssen– unabhängig von Religion, Herkunft, Geschlecht oder sozialem Hintergrund – die gleichen Chancen und den gleichen Schutz erfahren. Hier trägt auch die künftige Landesregierung eine starke Verantwortung. Zur wirksamen Bekämpfung von Diskriminierung in staatlichen Institutionen sei auch die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes in Baden-Württemberg unumgänglich. Bestehende Schutzlücken könnten somit geschlossen und unsere Demokratie weiterhin gestärkt werden“, so Hartmann.