Landtagswahl in Baden-Württemberg

Soziales ist Zukunft

Für ein soziales Baden-Württemberg

Wie wollen wir die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten? Als Paritätischer Wohlfahrtsverband kämpfen wir für die Anerkennung und Stärkung der sozialen Arbeit, denn sie ist das Fundament unseres Zusammenhalts. Doch dieses Fundament ist in Gefahr.

Die Herausforderung: Soziale Arbeit am Limit

Tag für Tag erleben unsere Einrichtungen, wie die Bedarfe der Menschen steigen, während die finanzielle Ausstattung sozialer Arbeit dauerhaft unsicher bleibt. Gleichzeitig erstickt eine wachsende Bürokratie wertvolle Ressourcen und hindert Fachkräfte daran, das zu tun, was am wichtigsten ist: für die Menschen da zu sein. Dieser Zustand ist nicht länger tragbar.

Mehr als nur eine Frage des Geldes: Demokratie in Gefahr

In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit entscheidet sich, ob die Politik Halt gibt oder soziale Spaltungen vertieft. Ein geschwächter Sozialstaat, der Unterstützung abbaut und Perspektiven nimmt, öffnet Tür und Tor für extremistische Kräfte und gefährliche Radikalisierungen. Kürzungen bei den Schwächsten dürfen keine reflexhafte Antwort auf finanzielle Engpässe sein.

Unser Lösungsvorschlag: Einnahmen statt Kürzungen

Wer den Sozialstaat zukunftsfest machen will, muss die Einnahmeseite des Staates in den Blick nehmen. Eine moderne und gerechte Ausgestaltung der Vermögens- und Erbschaftssteuer kann eine stabile finanzielle Grundlage schaffen, ohne diejenigen zu belasten, die bereits wenig haben. Denn soziale Sicherheit ist kein Luxus, sondern die notwendige Voraussetzung für eine stabile Demokratie und den gesellschaftlichen Frieden.

Vom Reden zum Handeln: Unsere konkreten Forderungen für ein soziales Baden-Württemberg

Soziales ist Zukunft

Soziale Arbeit ist mehr als ein Sicherheitsnetz – sie ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Sie schafft Arbeitsplätze, belebt Regionen und gibt Fachkräften die Sicherheit, die sie für ihre Arbeit brauchen.

Doch dieses Fundament bröckelt. Die Realität sind Risse im sozialen Gefüge:

  • Es fehlen Plätze in Frauenhäusern.
  • Die Nachfrage nach Suizidprävention kann nicht gedeckt werden.
  • Es mangelt an Pflegeheimplätzen.

Der Bedarf ist schon jetzt weit höher als das Angebot. Deshalb braucht es mehr als nur Bekenntnisse.

Wir fordern von der neuen Landesregierung klares Handeln:

  1. Stabile Finanzen: Eine Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen sowie eine Neujustierung des kommunalen Finanzausgleichs.
  2. Verbindlichkeit schaffen: Das Prinzip "Wer bestellt, bezahlt" (Konnexität) muss endlich konsequent angewendet werden.
  3. Hürden abbauen: Ein echter Bürokratieabbau, damit die Hilfe bei den Menschen ankommt.
Statements zur Landtagswahl