Auch in einem wirtschaftsstarken Bundesland wie Baden-Württemberg geraten viele Menschen durch steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten unter Druck. m Land sind 13,2 Prozent der Bevölkerung von relativer Armut betroffen.
Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens zur Verfügung hat.
Wohnkosten verschärfen die Armutslage
Besonders deutlich zeigt sich die soziale Belastung beim Blick auf die Wohnkosten. Der Paritätische berücksichtigt in seinen aktuellen Erhebungen inzwischen auch die Kosten fürs Wohnen, da diese einen steigenden Anteil an den Gesamtaufwendungen ausmachen. Bezieht man diese also mit ein, steigt die Armutsgefährdungsquote in Baden-Württemberg auf 19,9 Prozent. Damit sind rund 2,2 Millionen Menschen von Wohnarmut betroffen.
Armutsgefährdete Haushalte wenden durchschnittlich 45 Prozent ihres Einkommens für die Miete auf. Bezahlbarer Wohnraum fehlt inzwischen nicht nur in Städten, sondern zunehmend auch in anderen Regionen des Landes.
Kinder, Alleinerziehende und ältere Menschen besonders betroffen
Armut trifft Menschen unterschiedlich stark. Besonders hoch ist das Armutsrisiko mit 33,7 Prozent bei Alleinerziehenden. Auch Ein-Personen-Haushalte weisen mit 27,3 Prozent ein deutlich überdurchschnittliches Armutsrisiko auf. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren liegt die Quote bei 15,1 Prozent, bei Menschen ab 65 Jahren bei 15 Prozent. Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit sind mit 24,7 Prozent ebenfalls deutlich häufiger armutsgefährdet als Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit.
Armut hat viele Ursachen...
- Niedrige Löhne
- prekäre Beschäftigung
- hohe Mieten
- die Folgen der Inflation
- unzureichende Sozialleistungen
Auch Bildungschancen und soziale Herkunft spielen eine wichtige Rolle.
und Folgen
Wer in Armut aufwächst, hat häufig schlechtere Chancen auf gute Bildungsabschlüsse und eine auskömmliche Beschäftigung.