Zwei Männer und ein Baby

Sei, wer du bist

Der PARITÄTISCHE steht für Vielfalt. Und damit steht der PARITÄTISCHE auch für unsere Gesellschaft. Denn unsere Gesellschaft ist vielfältig. In unserem Verband erkennen wir dies an und sehen dies als Stärke unseres Gemeinsinns.

Sei wer Du bist – wir wollen jeden Menschen in seinem Ich-Sein bestärken und unterstützen. Dies ist viel wertvoller als Menschen in vorgefertigte Rollenklischees pressen zu wollen, um ihnen Funktionen und Normen überzustülpen, die ihnen nicht passen.

Die LSBTTIQ*-Community steht seit einiger Zeit im besonderen Fokus. Sie fordert zurecht mehr Tatkraft gegen Diskriminierung und Gewalt ein, die in den letzten Jahren wieder zunimmt. Sie fordern dabei etwas Grundlegendes ein: gleiche Rechte. Und in ihrem Kampf für gleiche Rechte bleibt nicht aus, dass die Mehrheitsgesellschaft auf die bestehenden Ungerechtigkeiten, Diskriminierungen und ja, auch strukturelle Homophobie aufmerksam gemacht wird. Und das ist auch gut so. Denn nur wenn wir darüber sprechen und aufzeigen, was zu tun ist, kann sich etwas verbessern.

Erst seit 1994 ist Homosexualität in Deutschland nicht mehr strafbar, erst seit 2017 ist die Ehe gleichgestellt („Ehe für Alle“). Und ja, Homofeindlichkeit ist auch in Deutschland im Jahr 2021 ein großes Problem. Erst vor kurzem wurde ein Teilnehmer des Berliner Christopher Street Day heimtückisch attackiert und erlitt schwere Verletzungen, die zu Not-OPs führten. Laut Bundesinnenministerium wurden 2020 782 Straftaten von Hasskriminalität gegen LSBTTIQ* registriert. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2019 und dabei dürfte die Dunkelziffel noch deutlich höher liegen.

Transsexuelle Menschen kämpfen zudem in Deutschland mit den Behörden und einem 40 Jahre alten Gesetz, das in weiten Teilen verfassungswidrig ist. Eine Einigung zu einer Neufassung kam auch in dieser Legislaturperiode nicht zu Stande.

Auf dieser Seite wollen wir aufzeigen, wo das Thema LSBTTIQ* bereits beispielhaft im PARITÄTISCHEN steckt – und mit welchen Forderungen wir der Community zur Seite stehen.

Porträt Prof. Rolf Rosenbrock

Menschen, die nicht dem heterosexuellen Mann/Frau-Schema entsprechen, sind immer noch vielerorts offener und versteckter Ablehnung sowie Diskriminierung und Hasskriminalität ausgesetzt. Politik und Gesellschaft sind aufgefordert, politische, rechtliche und soziale Voraussetzungen sowie ein Klima zu fördern, das die selbstbestimmte sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität der Menschen akzeptiert und Stigmatisierungen konsequent entgegenwirkt.

Prof. Dr. rer. pol. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender Paritätischer Gesamtverband

Virtual Pride Parade 2021

Paritätischer Gesamtverband goes Virtual Pride Parade 2021

Die Sache mit dem * und dem + und dem *

Ganz oft haben Sie auf dieser Seite bereits schon das Sternchen * gesehen. Beispielsweise in LSBTTIQ*. Im weiteren Verlauf werden Sie sehen, das manche Organisationen ganz andere Abkürzungen nutzen - diese haben wir dann, dem Quelltext entsprechend - so belassen.

Manchmal wird am Ende statt des Sternchens * auch das Plus-Zeichen benutzt +.  Worin liegt der Unterschied? Kurz gesagt: es gib keinen. Das Sternchen, wie das Plus, soll für all die Menschen stehen, die sich nicht den vorhergehenden Gruppen zugehörig fühlen und auch nicht in der hetereosexuellen, bzw. heteronormativen Welt zuhause sind. Das + liest man dabei sehr oft in englischen Texten, in denen es in der englischen Variante "LGBTAQ+" das Sternchen ersetzt.

Das Gendersternchen in bspw. der Ansprache "Liebe Mitarbeiter*innen", hat dabei, eine ähnliche Funktion und soll für alle Menschen stehen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugehörig fühlen. Alternativen zu dem Gendersternchen sind etwa der Doppelpunkt (Mitarbeiter:innen) oder ein Unterstrich (Mitarbeiter_innen).

Während also das Gendersternchen eine Frage der Ansprache der Geschlechtsidentitäten ist, ist das Sternchen in LSBTTIQ* weit umfassender. Dort geht es nicht nur um die eigene Geschlechtsidentität und -wahrnehmung, sondern auch um die sexuelle Orientierung. Ein wichtiger Baustein - gerade wenn man über den Abbau von Diskriminierungen sprechen will.

Wofür steht LSBTTIQ* eigentlich?

Lesbisch? Schwul? Queer? Und wofür stehen die anderen Buchstaben und was bedeuten sie? Es ist gar nicht so einfach den Überblick zu behalten.

Die Initiative 100% Mensch hat sich die Mühe gemacht und den Buchstabensalat entwirrt.

Die Regenbogenflagge – und noch viel mehr

Immer häufiger sieht man, besonders während der Paraden zum Christopher-Street-Day, neben der bekannten Regenbogenflagge auch noch andere Flaggen in allen möglichen Farbkombinationen. Diese sind nicht willkürlich gewählt sondern haben alle ihre eigene Bedeutung und prägen das Selbstbewusstsein aller Teile der LSBTTIQ*-Community.

Aktivist Tommy Toalingling hat sich als Vexillologe betätigt und genau hingeschaut.

Positionierung des Landes

Mit dem Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ bekannte sich das Land Baden-Württemberg bereits 2015 zu einer offenen, toleranten und vielfältigen Gesellschaft. Unter Federführung des Sozialministeriums wurden in der Folge übergeordnete Ziele in konkrete Maßnahmen umgesetzt, um jeder Art von Diskriminierung an lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen zu begegnen sowie für mehr Akzeptanz, Sichtbarkeit und Sensibilisierung zu sorgen.

Ab 2021 erfolgt nun eine Weiterentwicklung des Aktionsplans, um die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in allen Lebensbereichen zu normalisieren und zu stärken – ob im ländlichen Raum, in Bildung und Wissenschaft, in der Jugendarbeit, im Gesundheits- und Pflegesektor oder in der Arbeitswelt.

Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind für die Landesregierung keine speziellen Randthemen, sondern fließen ein in alle Bereiche des Lebens und des politischen Handelns. Nur so ist es möglich, dass alle in einer bunten Gesellschaft respektvoll miteinander umgehen.

Aus den Fachbereichen

Ältere Menschen und Pflege (1)

Die Branche der ambulanten und (teil-) stationären Altenpflege muss sich zukünftig verstärkt auf eine Vielfalt von Lebensentwürfen einstellen. Nur durch eine differenzierte Betrachtung und sensiblen Wahrnehmung der sozialen, ethno-kulturellen und persönlichen Lebenswirklichkeiten können wir eine Pflege ohne Ausgrenzung, Diskriminierung und Isolation gewährleisten.

Die vorliegende Arbeitshilfe möchte in erster Linie auf die Notwendigkeit der pflegerischen Versorgung einer sehr vielfältigen Gesellschaft aufmerksam machen und Möglichkeiten aufzeigen, wie mit einer personenzentrierten Haltung unterschiedliche Diversitätsmerkmale eines Menschen wahrgenommen und in die pflegerische Versorgung einbezogen werden können.

Gefördert aus Mitteln der Glücksspirale wurde diese Arbeitshilfe vom Referat Migration des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin von der Alice Salomon Hochschule Berlin entwickelt. 

Ältere Menschen und Pflege (1)

Die Branche der ambulanten und (teil-) stationären Altenpflege muss sich zukünftig verstärkt auf eine Vielfalt von Lebensentwürfen einstellen. Nur durch eine differenzierte Betrachtung und sensiblen Wahrnehmung der sozialen, ethno-kulturellen und persönlichen Lebenswirklichkeiten können wir eine Pflege ohne Ausgrenzung, Diskriminierung und Isolation gewährleisten.

Die vorliegende Arbeitshilfe möchte in erster Linie auf die Notwendigkeit der pflegerischen Versorgung einer sehr vielfältigen Gesellschaft aufmerksam machen und Möglichkeiten aufzeigen, wie mit einer personenzentrierten Haltung unterschiedliche Diversitätsmerkmale eines Menschen wahrgenommen und in die pflegerische Versorgung einbezogen werden können.

Gefördert aus Mitteln der Glücksspirale wurde diese Arbeitshilfe vom Referat Migration des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin von der Alice Salomon Hochschule Berlin entwickelt. 

Ältere Menschen und Pflege (2)

Homosexualität im Alter und insbesondere in Pflegeheimen sind für viele Menschen ein großer Schritt, besonder aus Angst vor Diskriminierung. Mit dem Regenbogenschlüssel wird den Einrichtungen ein Werkzeug an die Hand gegeben, sich selbst für das Thema zu sensibilisieren und sich zu öffnen.

Ältere Menschen und Pflege (2)

Homosexualität im Alter und insbesondere in Pflegeheimen sind für viele Menschen ein großer Schritt, besonder aus Angst vor Diskriminierung. Mit dem Regenbogenschlüssel wird den Einrichtungen ein Werkzeug an die Hand gegeben, sich selbst für das Thema zu sensibilisieren und sich zu öffnen.

Arbeit

Lena Rogl erläutert, warum es wichtig ist, dass Firmen LSBTTIQ*-Netzwerke haben.

Als Teil der Generation Y engagiert sich Magdalena Rogl seit über 10 Jahren in der Online-Welt. 2016 übernahm sie als Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland die Verantwortung für Social Media, Newsroom und Influencer Relations innerhalb der Unternehmenskommunikation. Außerdem ist sie im Vorstand der unternehmensinternen LGBTQI+ Initiative. 2017 erhielt Magdalena Rogl für ihren außergewöhnlichen Karriereweg den Digital Female Leader Award, 2018 wurde sie als eine der „25 Frauen, die unsere Wirtschaft revolutionieren“ ausgezeichnet. Die ausgebildete Kinderpflegerin und Patchwork-Mama setzt sich branchenübergreifend für digitale Bildung, Diversity und Chancengleichheit ein. Sie ist Wertebotschafterin der gemeinnützigen Bildungsinitiative GermanDream und Rolemodel bei BayFid, dem Förderprogramm des bayerischen Staatsministerium für Digitales.

Mehr als nur ein Regenbogen - Mehr zur Microsoft internen LGBTQI+ Unternehmensinitiative

Arbeit
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Lena Rogl

Lena Rogl erläutert, warum es wichtig ist, dass Firmen LSBTTIQ*-Netzwerke haben.

Als Teil der Generation Y engagiert sich Magdalena Rogl seit über 10 Jahren in der Online-Welt. 2016 übernahm sie als Head of Digital Channels bei Microsoft Deutschland die Verantwortung für Social Media, Newsroom und Influencer Relations innerhalb der Unternehmenskommunikation. Außerdem ist sie im Vorstand der unternehmensinternen LGBTQI+ Initiative. 2017 erhielt Magdalena Rogl für ihren außergewöhnlichen Karriereweg den Digital Female Leader Award, 2018 wurde sie als eine der „25 Frauen, die unsere Wirtschaft revolutionieren“ ausgezeichnet. Die ausgebildete Kinderpflegerin und Patchwork-Mama setzt sich branchenübergreifend für digitale Bildung, Diversity und Chancengleichheit ein. Sie ist Wertebotschafterin der gemeinnützigen Bildungsinitiative GermanDream und Rolemodel bei BayFid, dem Förderprogramm des bayerischen Staatsministerium für Digitales.

Mehr als nur ein Regenbogen - Mehr zur Microsoft internen LGBTQI+ Unternehmensinitiative

Krisenintervention und Existenzsicherung

Unsere Mitgliedsorganisation PräventSozial engagiert sich in der Resozialisierung von Straffälligen, in der Prävention und in der Begleitung von Opfern und Zeug*innen in Strafverfahren. Die Einrichtung gibt sich nun ein neues Leitbildung - und LSBTTIQ* sind dort ein Bestandteil. Wir haben bei Sabine Kubinski nachgefragt wie es dazu kam - und was dies bereits bewirkt hat.

 

Mit welchem Ziel wurde denn der Prozess gestartet, bei PräventSozial ein neues Leitbild zu entwickeln?

Bisher orientieren wir uns am Leitbild des Paritätischen, haben aber schon seit längerer Zeit den Wunsch, ein eigenes Leitbild zu entwickeln, in dem sich, neben den Spezifika unseres Sozialunternehmens, beispielsweise hinsichtlich unseres Arbeitsfelds in der Straffälligen- und Opferhilfe, auch unsere Organisationskultur wiederspiegelt. Eine Leitbildentwicklung vollzieht sich jedoch nicht von heute auf morgen. Am Ende dieses Prozesses soll nicht ein Blatt mit hohlen, praxisfernen Maximen stehen. Papier ist bekanntlich geduldig. Uns kommt es daher vielmehr darauf an, dass letztlich ein Schriftstück entsteht, für das alle Mitarbeitenden aus Überzeugung eintreten.

 

Und wie kam das Thema LSBTTIQ* hinzu?

Nach dem Entschluss, die Leitbildentwicklung nun zielgerichtet anzugehen, wurde intern der „Arbeitskreis Leitbild“ gegründet. Fachbereichs- und projektübergreifend arbeiten dort bereits seit einigen Monaten Mitarbeiter*innen am Leitbildentwicklungsprozess. In diesem Gremium entstand die Idee, das Kollegium zu bestimmten Querschnittsthemen zu schulen, die für unser Selbstverständnis in der Arbeit mit unserer Klientel, aber auch für das gegenseitige Miteinander im Arbeitsalltag von Bedeutung sind. Schon bei den ersten AK-Terminen kam hierbei der Begriff „Diversität“ auf. Gendergerechtigkeit war für uns hierbei ein zentrales Thema, dem wir uns im Besonderen widmen wollten.

 

Wie sind Sie es dann im weiteren Verlauf angegangen?

Mit gendergerechter Sprache hatten wir uns bereits 2019 auseinandergesetzt und in unseren Öffentlichkeitsmaterialien daraufhin das Gendersternchen eingeführt. Für unser Ziel, ein gelebtes Leitbild zu entwickeln, wurde uns jedoch schnell klar, dass es nicht bei Symbolik bleiben kann. Es soll ja nicht nur darum gehen, einen Regenbogen-Aufkleber an der Eingangstüre anzubringen, sondern uns substanziell mit diesem und weiteren Themen, die Eingang in unser Leitbild finden sollen, auseinanderzusetzen. Wir haben uns daher in einem ersten Schritt entschieden, Schulungen für die gesamte Belegschaft anzubieten. An zwei Terminen führte die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg e.V. (tgbw) hierfür für PräventSozial Workshops zum Thema „LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit“ durch. Daneben fanden Schulungen zu den Themen Rassismus und Diskriminierung statt. Unsere Leitbildentwicklung wird nach einer kleinen Sommerpause voraussichtlich im Herbst fortgesetzt. An ihrem Ende steht eine ein- bis zweitägige Klausur mit dem gesamten Kollegium. Gerne möchten wir nach Erstellung des Leitbilds eine fortlaufende Auseinandersetzung mit bestimmten Schwerpunktthemen, darunter LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit, aufrechterhalten.  

 

Was hat Sie dabei besonders überrascht, als Sie sich – und die Belegschaft – vertieft mit dem Thema auseinander gesetzt haben?

Die Komplexität des Themas und seine Vielschichtigkeit. Uns wurde schnell klar, das hier nicht 1-2 Schulungstermine genügen, sondern eine nachhaltige Auseinandersetzung erforderlich ist, um Gendergerechtigkeit in unserer Organisationskultur langfristig zu verankern.

 

Wie haben sich die Schulungen in Ihrer Organisation ausgewirkt? Hat sich schon etwas verändert?

Es wurde im Nachgang auffallend viel über die Schulungen gesprochen. Das wirkt bis heute nach. Wir haben eine Sammlung erstellt, was uns bzgl. der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig erscheint. Neben einer konsequenten, gendersensiblen Sprache im geschriebenen und gesprochenen Wort und weiterer Symbolik einer sichtbaren Willkommenskultur kam ferner die Idee auf, im Unternehmen eine*n Genderbeauftragte*n als Anlaufstelle für Mitarbeiter*innen in eigener Sache oder bei aufkommenden themenspezifischen Fragen im Betreuungsverlauf von Klient*innen einzuführen. Bei Vorträgen probieren wir uns aktuell darin aus, bei der Vorstellungsrunde abzufragen, mit welchem Pronomen die Anwesenden angesprochen werden möchten. Je für sich sind das zum Teil nur kleinere Anpassungen, aber in der Summe ergeben sie ein Gesamtbild.

 

Gab es auch negative Erfahrungen?

Negative Erfahrungen gab es im eigentlichen Sinne keine, aber wir haben festgestellt, dass einigen Mitarbeitenden das Thema bislang eher fremd war. In der Auseinandersetzung damit geht es nicht um eine reine Wissensvermittlung, sondern um Fragen der Haltung. Dies setzt voraus, sich auch mit eigenen Glaubenssätzen und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen bzw. Grundannahmen zu beschäftigen. Das ist keine leichte Kost. Wir sind daher sehr stolz auf unsere Mitarbeiter*innen, die sich sehr offen, zugewandt, engagiert und mit einem spürbar ehrlichen Interesse mit uns gemeinsam auf diesen Weg machen.

 

Wie gehen Sie weiter mit dem Thema um?

Ganz konkret geht es mittelfristig in diesem und ggf. auch Teilen des nächsten Jahres vordergründig um die Erstellung des Leitbilds und darum, diesen Prozess zielgerichtet voranzutreiben. Langfristig möchten wir am Thema dranbleiben. Dieses und andere Themen, mit denen wir uns im Rahmen der Leitbildentwicklung intensiv(er) auseinandersetzen, sollen nicht mit dessen Fertigstellung einschlafen. Durch regelmäßige Schulungen, interne Arbeitsgruppen und ggf. der Berufung einer Ansprechperson im Unternehmen für Fragen der Gendergerechtigkeit, erhoffen wir uns so einen fortlaufenden Arbeitsfluss.

 

Würden Sie anderen Organisation raten, sich dem Prozess auch anzunehmen? Und vor allem was würden Sie ihnen raten?

In jedem Fall. Dieser Prozess hatte schon jetzt vielerlei positive und wertvolle Effekte, so dass wir jeder Organisation dazu raten können, sich darauf einzulassen. LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit sind wichtige Themen. Wir waren überrascht und gleichzeitig schockiert, wie wenig Toleranz Menschen mitunter entgegengebracht wird, nur aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, ihres Geschlechtsausdrucks oder auf Basis davon, vom wem sie sich sexuell oder romantisch angezogen fühlen. Gleichzeitig ist das Engagement für Soziale Gerechtigkeit von einzelnen und Anlaufstellen wie Elvan Alem von der tgbw für dieses Thema beeindruckend. Wir konnten fachlich, aus Unternehmenssicht und viele von uns auch persönlich schon vielfältig davon profitieren, diesen Prozess gestartet zu haben. Raten würden wir anderen Organisationen hierbei, dass es erst einmal darum geht, sich auf den Weg zu machen und weniger, schon übermorgen ein fertiges Konzept in den Händen zu halten. Und das es viel Expertise zu diesem Thema gibt. Es ist nicht nötig, auf sich allein gestellt zu versuchen, diesen Prozess anzustoßen. Wie in vielen anderen Feldern der Sozialen Arbeit kann auch hier auf ein breites und versiertes Netzwerk zurückgegriffen werden.

 

Sabine Kubinski arbeitet in der Stabsstelle Kommunikation und Projektentwicklung und hat die LSBTTIQ*-Workshops betreut.

 

Hinter den sozialen Angeboten von PräventSozial stehen über 50 kompetente und engagierte Mitarbeitende, die sich tagtäglich in verschiedenen Betreuungs- und Therapieangeboten in Stuttgart und den Landkreisen Esslingen, Rems-Murr, Böblingen und Ludwigsburg:

  • für die Resozialisierung und Wiedereingliederung Straffälliger,
  • präventiv für die Vorbeugung erster und die Verhinderung weiterer Straftaten von Jugendlichen, Heranwachsenden und Erwachsenen sowie
  • für die Begleitung von Opferzeug*innen und deren Angehörigen im Strafverfahren einsetzen.

Das Team ist interdisziplinär besetzt und besteht aus Sozialarbeiter*innen bzw. Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Arbeitserzieher sowie in der Sozialwirtschaft erfahrenen Verwaltungsfachkräften.

Mehr erfahren über PräventSozial

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Krisenintervention und Existenzsicherung
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Unsere Mitgliedsorganisation PräventSozial engagiert sich in der Resozialisierung von Straffälligen, in der Prävention und in der Begleitung von Opfern und Zeug*innen in Strafverfahren. Die Einrichtung gibt sich nun ein neues Leitbildung - und LSBTTIQ* sind dort ein Bestandteil. Wir haben bei Sabine Kubinski nachgefragt wie es dazu kam - und was dies bereits bewirkt hat.

 

Mit welchem Ziel wurde denn der Prozess gestartet, bei PräventSozial ein neues Leitbild zu entwickeln?

Bisher orientieren wir uns am Leitbild des Paritätischen, haben aber schon seit längerer Zeit den Wunsch, ein eigenes Leitbild zu entwickeln, in dem sich, neben den Spezifika unseres Sozialunternehmens, beispielsweise hinsichtlich unseres Arbeitsfelds in der Straffälligen- und Opferhilfe, auch unsere Organisationskultur wiederspiegelt. Eine Leitbildentwicklung vollzieht sich jedoch nicht von heute auf morgen. Am Ende dieses Prozesses soll nicht ein Blatt mit hohlen, praxisfernen Maximen stehen. Papier ist bekanntlich geduldig. Uns kommt es daher vielmehr darauf an, dass letztlich ein Schriftstück entsteht, für das alle Mitarbeitenden aus Überzeugung eintreten.

 

Und wie kam das Thema LSBTTIQ* hinzu?

Nach dem Entschluss, die Leitbildentwicklung nun zielgerichtet anzugehen, wurde intern der „Arbeitskreis Leitbild“ gegründet. Fachbereichs- und projektübergreifend arbeiten dort bereits seit einigen Monaten Mitarbeiter*innen am Leitbildentwicklungsprozess. In diesem Gremium entstand die Idee, das Kollegium zu bestimmten Querschnittsthemen zu schulen, die für unser Selbstverständnis in der Arbeit mit unserer Klientel, aber auch für das gegenseitige Miteinander im Arbeitsalltag von Bedeutung sind. Schon bei den ersten AK-Terminen kam hierbei der Begriff „Diversität“ auf. Gendergerechtigkeit war für uns hierbei ein zentrales Thema, dem wir uns im Besonderen widmen wollten.

 

Wie sind Sie es dann im weiteren Verlauf angegangen?

Mit gendergerechter Sprache hatten wir uns bereits 2019 auseinandergesetzt und in unseren Öffentlichkeitsmaterialien daraufhin das Gendersternchen eingeführt. Für unser Ziel, ein gelebtes Leitbild zu entwickeln, wurde uns jedoch schnell klar, dass es nicht bei Symbolik bleiben kann. Es soll ja nicht nur darum gehen, einen Regenbogen-Aufkleber an der Eingangstüre anzubringen, sondern uns substanziell mit diesem und weiteren Themen, die Eingang in unser Leitbild finden sollen, auseinanderzusetzen. Wir haben uns daher in einem ersten Schritt entschieden, Schulungen für die gesamte Belegschaft anzubieten. An zwei Terminen führte die Türkische Gemeinde Baden-Württemberg e.V. (tgbw) hierfür für PräventSozial Workshops zum Thema „LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit“ durch. Daneben fanden Schulungen zu den Themen Rassismus und Diskriminierung statt. Unsere Leitbildentwicklung wird nach einer kleinen Sommerpause voraussichtlich im Herbst fortgesetzt. An ihrem Ende steht eine ein- bis zweitägige Klausur mit dem gesamten Kollegium. Gerne möchten wir nach Erstellung des Leitbilds eine fortlaufende Auseinandersetzung mit bestimmten Schwerpunktthemen, darunter LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit, aufrechterhalten.  

 

Was hat Sie dabei besonders überrascht, als Sie sich – und die Belegschaft – vertieft mit dem Thema auseinander gesetzt haben?

Die Komplexität des Themas und seine Vielschichtigkeit. Uns wurde schnell klar, das hier nicht 1-2 Schulungstermine genügen, sondern eine nachhaltige Auseinandersetzung erforderlich ist, um Gendergerechtigkeit in unserer Organisationskultur langfristig zu verankern.

 

Wie haben sich die Schulungen in Ihrer Organisation ausgewirkt? Hat sich schon etwas verändert?

Es wurde im Nachgang auffallend viel über die Schulungen gesprochen. Das wirkt bis heute nach. Wir haben eine Sammlung erstellt, was uns bzgl. der weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema wichtig erscheint. Neben einer konsequenten, gendersensiblen Sprache im geschriebenen und gesprochenen Wort und weiterer Symbolik einer sichtbaren Willkommenskultur kam ferner die Idee auf, im Unternehmen eine*n Genderbeauftragte*n als Anlaufstelle für Mitarbeiter*innen in eigener Sache oder bei aufkommenden themenspezifischen Fragen im Betreuungsverlauf von Klient*innen einzuführen. Bei Vorträgen probieren wir uns aktuell darin aus, bei der Vorstellungsrunde abzufragen, mit welchem Pronomen die Anwesenden angesprochen werden möchten. Je für sich sind das zum Teil nur kleinere Anpassungen, aber in der Summe ergeben sie ein Gesamtbild.

 

Gab es auch negative Erfahrungen?

Negative Erfahrungen gab es im eigentlichen Sinne keine, aber wir haben festgestellt, dass einigen Mitarbeitenden das Thema bislang eher fremd war. In der Auseinandersetzung damit geht es nicht um eine reine Wissensvermittlung, sondern um Fragen der Haltung. Dies setzt voraus, sich auch mit eigenen Glaubenssätzen und möglicherweise vorhandenen Vorurteilen bzw. Grundannahmen zu beschäftigen. Das ist keine leichte Kost. Wir sind daher sehr stolz auf unsere Mitarbeiter*innen, die sich sehr offen, zugewandt, engagiert und mit einem spürbar ehrlichen Interesse mit uns gemeinsam auf diesen Weg machen.

 

Wie gehen Sie weiter mit dem Thema um?

Ganz konkret geht es mittelfristig in diesem und ggf. auch Teilen des nächsten Jahres vordergründig um die Erstellung des Leitbilds und darum, diesen Prozess zielgerichtet voranzutreiben. Langfristig möchten wir am Thema dranbleiben. Dieses und andere Themen, mit denen wir uns im Rahmen der Leitbildentwicklung intensiv(er) auseinandersetzen, sollen nicht mit dessen Fertigstellung einschlafen. Durch regelmäßige Schulungen, interne Arbeitsgruppen und ggf. der Berufung einer Ansprechperson im Unternehmen für Fragen der Gendergerechtigkeit, erhoffen wir uns so einen fortlaufenden Arbeitsfluss.

 

Würden Sie anderen Organisation raten, sich dem Prozess auch anzunehmen? Und vor allem was würden Sie ihnen raten?

In jedem Fall. Dieser Prozess hatte schon jetzt vielerlei positive und wertvolle Effekte, so dass wir jeder Organisation dazu raten können, sich darauf einzulassen. LSBTTIQ* und Gendergerechtigkeit sind wichtige Themen. Wir waren überrascht und gleichzeitig schockiert, wie wenig Toleranz Menschen mitunter entgegengebracht wird, nur aufgrund ihrer Geschlechtsidentität, ihres Geschlechtsausdrucks oder auf Basis davon, vom wem sie sich sexuell oder romantisch angezogen fühlen. Gleichzeitig ist das Engagement für Soziale Gerechtigkeit von einzelnen und Anlaufstellen wie Elvan Alem von der tgbw für dieses Thema beeindruckend. Wir konnten fachlich, aus Unternehmenssicht und viele von uns auch persönlich schon vielfältig davon profitieren, diesen Prozess gestartet zu haben. Raten würden wir anderen Organisationen hierbei, dass es erst einmal darum geht, sich auf den Weg zu machen und weniger, schon übermorgen ein fertiges Konzept in den Händen zu halten. Und das es viel Expertise zu diesem Thema gibt. Es ist nicht nötig, auf sich allein gestellt zu versuchen, diesen Prozess anzustoßen. Wie in vielen anderen Feldern der Sozialen Arbeit kann auch hier auf ein breites und versiertes Netzwerk zurückgegriffen werden.

 

Sabine Kubinski arbeitet in der Stabsstelle Kommunikation und Projektentwicklung und hat die LSBTTIQ*-Workshops betreut.

 

Hinter den sozialen Angeboten von PräventSozial stehen über 50 kompetente und engagierte Mitarbeitende, die sich tagtäglich in verschiedenen Betreuungs- und Therapieangeboten in Stuttgart und den Landkreisen Esslingen, Rems-Murr, Böblingen und Ludwigsburg:

  • für die Resozialisierung und Wiedereingliederung Straffälliger,
  • präventiv für die Vorbeugung erster und die Verhinderung weiterer Straftaten von Jugendlichen, Heranwachsenden und Erwachsenen sowie
  • für die Begleitung von Opferzeug*innen und deren Angehörigen im Strafverfahren einsetzen.

Das Team ist interdisziplinär besetzt und besteht aus Sozialarbeiter*innen bzw. Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen, Arbeitserzieher sowie in der Sozialwirtschaft erfahrenen Verwaltungsfachkräften.

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Familie und Migration (1)

Die Beratung und Unterstützung queerer Geflüchteter ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Rosa Hilfe Freiburg e.V. Dank der institutionellen Förderung durch die Stadt Freiburg und Projektgelder von Demokratie Leben konnten wir unsere Angebote in diesem Bereich ausbauen und diversifizieren. Neben der persönlichen Beratung zu asylrechtlichen aber auch persönlichen Fragen z.B. zum Thema Coming Out oder Transition gibt es seit letztem Jahr auch ein Gruppenangebot für queere Geflüchtete.

Einmal im Monat trifft sich eine Gruppe von LSBTIQ+ verschiedener Nationalitäten und mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Aktuell betreuen wir dort ca. zehn Personen aus acht verschiedenen Ländern. Wir bieten einen geschützten Raum für queere Menschen, die ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität in ihren Herkunftsländern nur versteckt oder gar nicht leben konnten und häufig durch Flucht nach Deutschland gekommen sind. Für viele von ihnen ist es das erste Mal, dass sie offen und ohne Angst über ihre queere Identität sprechen können. Man darf nicht vergessen, in vielen Ländern droht LSBTIQ+ Menschen Gefängnis, in wenigstens 11 Ländern wird Homosexualität mit dem Tod bestraft.

Neben dem gemeinsamen Essen veranstalten wir auch Informationsabende z.B. zum Thema sexuelle Gesundheit, schauen gemeinsam Filme, grillen oder unternehmen Ausflüge.

Diese gemeinsamen Treffen sind ein wichtiger Schritt zum Empowerment unserer Klient*innen.

Aktuell entwickeln wir ein Programm zur individuellen Unterstützung durch Ehrenamtliche, die nach einem Tandem-Prinzip queere Geflüchtete bei Behörden- oder Arztterminen begleiten, sie beim Deutschlernen unterstützen und für sonstige Fragen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

Kontaktdaten

Anke Rietdorf
Adlerstraße 12
79098 Freiburg
Tel.: 0176-42744953
kontakt@rosahilfefreiburg.de

Familie und Migration (1)
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Ausflug der QueerRefugees

Die Beratung und Unterstützung queerer Geflüchteter ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Rosa Hilfe Freiburg e.V. Dank der institutionellen Förderung durch die Stadt Freiburg und Projektgelder von Demokratie Leben konnten wir unsere Angebote in diesem Bereich ausbauen und diversifizieren. Neben der persönlichen Beratung zu asylrechtlichen aber auch persönlichen Fragen z.B. zum Thema Coming Out oder Transition gibt es seit letztem Jahr auch ein Gruppenangebot für queere Geflüchtete.

Einmal im Monat trifft sich eine Gruppe von LSBTIQ+ verschiedener Nationalitäten und mit unterschiedlichem Aufenthaltsstatus. Aktuell betreuen wir dort ca. zehn Personen aus acht verschiedenen Ländern. Wir bieten einen geschützten Raum für queere Menschen, die ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität in ihren Herkunftsländern nur versteckt oder gar nicht leben konnten und häufig durch Flucht nach Deutschland gekommen sind. Für viele von ihnen ist es das erste Mal, dass sie offen und ohne Angst über ihre queere Identität sprechen können. Man darf nicht vergessen, in vielen Ländern droht LSBTIQ+ Menschen Gefängnis, in wenigstens 11 Ländern wird Homosexualität mit dem Tod bestraft.

Neben dem gemeinsamen Essen veranstalten wir auch Informationsabende z.B. zum Thema sexuelle Gesundheit, schauen gemeinsam Filme, grillen oder unternehmen Ausflüge.

Diese gemeinsamen Treffen sind ein wichtiger Schritt zum Empowerment unserer Klient*innen.

Aktuell entwickeln wir ein Programm zur individuellen Unterstützung durch Ehrenamtliche, die nach einem Tandem-Prinzip queere Geflüchtete bei Behörden- oder Arztterminen begleiten, sie beim Deutschlernen unterstützen und für sonstige Fragen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

Kontaktdaten

Anke Rietdorf
Adlerstraße 12
79098 Freiburg
Tel.: 0176-42744953
kontakt@rosahilfefreiburg.de

Familie und Migration (2)
Beratung Regenbogenfamilien

Was sind eigentlich Regenbogenfamilien?

Als Regenbogenfamilien werden Familien bezeichnet, in denen mindestens ein Elternteil schwul, lesbisch oder bi ist. Auch Familien, in denen mindestens ein Elternteil trans* oder inter* ist, zählen dazu. Es gibt Familien, in denen die Kinder aus früheren heterosexuellen Beziehungen stammen. Immer öfter entscheiden sich jedoch homosexuelle und queere Eltern dafür, selbst Kinder zu bekommen, zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen.

Eine Familie muss nicht immer aus zwei Elternteilen bestehen. Zum Beispiel kann auch ein lesbisches Paar zusammen mit einem Samenspender ein Kind bekommen und jenen danach als sozialen Vater integrieren. Oder eine Mutter zieht zusammen mit einem schwulen Mann ein Kind groß ohne mit ihm in einer romantischen Beziehung zu sein. Und natürlich gibt es auch hier Trennungen und Patchworkfamilien mit Kindern von verschiedenen Elternteilen und neuen Partner*innen. Kurz gesagt: Regenbogenfamilien sind bunt und vielfältig – ganz wie der Regenbogen.

 

Besondere Herausforderungen von Regenbogenfamilien:

Regenbogenfamilien werden in der Gesellschaft nicht wahrgenommen. Dabei leben sie nicht anders als andere Familien. Die Kinder gehen zur Kita, lernen in der Schule oder spielen bei Kinderfesten. Es wird zusammen gemalt, gebastelt und gelacht.

Doch es fehlt die öffentliche Sichtbarkeit. Regenbogenfamilien fühlen sich in anderen Beratungsstellen oder Familienzentren oft nicht angesprochen. Auf der Homepage finden sich Bilder von „klassischen“ Familienformen – ein Mann, eine Frau und Kinder. Es gibt Geburtsvorbereitungskurse, zu denen Frauen gerne „ihren Partner“ mitbringen können. Und wie selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass zu einem Mann mit Kind eine Frau gehört.

Dies führt zu Unsicherheiten: Werden wir als Regenbogenfamilie akzeptiert? Wie werden die anderen Eltern schauen, wenn ich als Vater mit meinem Mann und meinem Kind zur Krabbelgruppe komme? Werden Berater*innen meine Schwierigkeiten mit meiner Tochter darauf schieben, dass es „keinen Mann“ im Haus gibt?

Natürlich gibt es viele tolle Familienzentren, die Regenbogenfamilien ohne Probleme integrieren. Leider gibt es aber auch immer noch Fachkräfte und andere Eltern mit Vorurteilen. Daneben werden Regenbogenfamilien mit ihren Anliegen und Fragen oft einfach nicht mitgedacht.

Teilweise müssen Regenbogenfamilien ihre Familiensituation erklären. Vielleicht findet es ein*e engagierte*r Erzieher*in toll, eine Familie mit zwei Müttern in der Kindergartengruppe zu haben und bittet diese für einen Themenabend zu „LSBTTIQ und Familie“ zur Verfügung zu stehen – bestimmt nett gemeint. Allerdings ist es, nicht die Aufgabe der Familie, für Aufklärung zu sorgen, sondern der Fachkräfte.

Eine weitere Belastung ist die Diskriminierung von Regenbogenfamilien im Abstammungsgesetz. Bei heterosexuellen Paaren ist der Ehemann der Mutter automatisch rechtlicher Vater – dies gilt nicht für lesbische Ehepaare oder Personen mit dem Geschlechtseintrag „divers“ bzw. ohne Geschlechtseintrag.

Bei unverheirateten heterosexuellen Paaren haben Männer die Möglichkeit, die Vaterschaft mit nur einer Unterschrift anzuerkennen. Auch das wird Regenbogenfamilien verweigert.

Stattdessen muss die Person, die mit der Mutter verheiratet ist, das Kind in einem aufwändigen Stiefkindadoptionsverfahren anerkennen. Je nach Familiengericht kann sich dieser Prozess über mehrere Jahre hinziehen. Bis zur Adoption gilt die leibliche Mutter rechtlich als alleinerziehend. Dies ist eine große Belastung für die Familien. Für mehr Informationen zur Stiefkindadoption: https://www.nodoption.de/.

 

Was macht BerTA?

BerTA steht für Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien. Wir sind ein Ort für alle homo- und bisexuellen, trans*, inter* und queeren (werdenden) Eltern. Unsere Räume befinden sich in der Lange Straße 18 in Stuttgart – wenige Minuten von der Stadtmitte entfernt.

BerTA ist eine junge Beratungsstelle, die Ende 2020 ihre Arbeit aufgenommen hat. Wir beraten Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen zu vielfältigen Themen. Wir unterstützen zum Beispiel bei der Stiefkindadoption oder informieren und beraten zum Thema Kinderwunsch. Je nach Familienkonstellation beraten wir alleine, zu zweit oder mit mehreren Personen.

 Wir informieren und schulen Multiplikator*innen und Fachkräfte, wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Erzieher*innen. Bei uns können sich (werdende) Familien treffen und vernetzen. Dafür bieten wir verschiedene Gruppenangebote an, wie eine Kinderwunschgruppe, ein Geburtsvorbereitungskurs oder eine Gruppe für Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien.

Wir wissen um die vielfältigen Aspekte von Regenbogenfamilien. Neben individuellen Anliegen und Wünschen setzt BerTA sich auch auf der gesellschaftlichen Ebene für Regenbogenfamilien und die LSBTTIQ Community ein

Trägerin ist der LSVD Baden-Württemberg. Seit der Gründung im Jahr 19990 vertritt der LSVD Baden-Württemberg als zweitgrößter Landesverband die Interessen von LSBTTIQ. Schwerpunkte sind schon seit Jahren die Rechte und Belange von Regenbogenfamilien.

Kontaktdaten

BerTA | Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart

Lange Straße 18

70174 Stuttgart
Bürozeiten: Dienstag bis Freitag

10:30 -12:30 Uhr und 14:00 -16:30 Uhr

info@regenbogenfamilien-stuttgart.de

Tel. Büro: 0711 95357521

Familie und Migration (2)
Bild rechts ausrichten
Beratung Regenbogenfamilien

Was sind eigentlich Regenbogenfamilien?

Als Regenbogenfamilien werden Familien bezeichnet, in denen mindestens ein Elternteil schwul, lesbisch oder bi ist. Auch Familien, in denen mindestens ein Elternteil trans* oder inter* ist, zählen dazu. Es gibt Familien, in denen die Kinder aus früheren heterosexuellen Beziehungen stammen. Immer öfter entscheiden sich jedoch homosexuelle und queere Eltern dafür, selbst Kinder zu bekommen, zu adoptieren oder ein Pflegekind aufzunehmen.

Eine Familie muss nicht immer aus zwei Elternteilen bestehen. Zum Beispiel kann auch ein lesbisches Paar zusammen mit einem Samenspender ein Kind bekommen und jenen danach als sozialen Vater integrieren. Oder eine Mutter zieht zusammen mit einem schwulen Mann ein Kind groß ohne mit ihm in einer romantischen Beziehung zu sein. Und natürlich gibt es auch hier Trennungen und Patchworkfamilien mit Kindern von verschiedenen Elternteilen und neuen Partner*innen. Kurz gesagt: Regenbogenfamilien sind bunt und vielfältig – ganz wie der Regenbogen.

 

Besondere Herausforderungen von Regenbogenfamilien:

Regenbogenfamilien werden in der Gesellschaft nicht wahrgenommen. Dabei leben sie nicht anders als andere Familien. Die Kinder gehen zur Kita, lernen in der Schule oder spielen bei Kinderfesten. Es wird zusammen gemalt, gebastelt und gelacht.

Doch es fehlt die öffentliche Sichtbarkeit. Regenbogenfamilien fühlen sich in anderen Beratungsstellen oder Familienzentren oft nicht angesprochen. Auf der Homepage finden sich Bilder von „klassischen“ Familienformen – ein Mann, eine Frau und Kinder. Es gibt Geburtsvorbereitungskurse, zu denen Frauen gerne „ihren Partner“ mitbringen können. Und wie selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass zu einem Mann mit Kind eine Frau gehört.

Dies führt zu Unsicherheiten: Werden wir als Regenbogenfamilie akzeptiert? Wie werden die anderen Eltern schauen, wenn ich als Vater mit meinem Mann und meinem Kind zur Krabbelgruppe komme? Werden Berater*innen meine Schwierigkeiten mit meiner Tochter darauf schieben, dass es „keinen Mann“ im Haus gibt?

Natürlich gibt es viele tolle Familienzentren, die Regenbogenfamilien ohne Probleme integrieren. Leider gibt es aber auch immer noch Fachkräfte und andere Eltern mit Vorurteilen. Daneben werden Regenbogenfamilien mit ihren Anliegen und Fragen oft einfach nicht mitgedacht.

Teilweise müssen Regenbogenfamilien ihre Familiensituation erklären. Vielleicht findet es ein*e engagierte*r Erzieher*in toll, eine Familie mit zwei Müttern in der Kindergartengruppe zu haben und bittet diese für einen Themenabend zu „LSBTTIQ und Familie“ zur Verfügung zu stehen – bestimmt nett gemeint. Allerdings ist es, nicht die Aufgabe der Familie, für Aufklärung zu sorgen, sondern der Fachkräfte.

Eine weitere Belastung ist die Diskriminierung von Regenbogenfamilien im Abstammungsgesetz. Bei heterosexuellen Paaren ist der Ehemann der Mutter automatisch rechtlicher Vater – dies gilt nicht für lesbische Ehepaare oder Personen mit dem Geschlechtseintrag „divers“ bzw. ohne Geschlechtseintrag.

Bei unverheirateten heterosexuellen Paaren haben Männer die Möglichkeit, die Vaterschaft mit nur einer Unterschrift anzuerkennen. Auch das wird Regenbogenfamilien verweigert.

Stattdessen muss die Person, die mit der Mutter verheiratet ist, das Kind in einem aufwändigen Stiefkindadoptionsverfahren anerkennen. Je nach Familiengericht kann sich dieser Prozess über mehrere Jahre hinziehen. Bis zur Adoption gilt die leibliche Mutter rechtlich als alleinerziehend. Dies ist eine große Belastung für die Familien. Für mehr Informationen zur Stiefkindadoption: https://www.nodoption.de/.

 

Was macht BerTA?

BerTA steht für Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien. Wir sind ein Ort für alle homo- und bisexuellen, trans*, inter* und queeren (werdenden) Eltern. Unsere Räume befinden sich in der Lange Straße 18 in Stuttgart – wenige Minuten von der Stadtmitte entfernt.

BerTA ist eine junge Beratungsstelle, die Ende 2020 ihre Arbeit aufgenommen hat. Wir beraten Regenbogenfamilien und solche, die es werden wollen zu vielfältigen Themen. Wir unterstützen zum Beispiel bei der Stiefkindadoption oder informieren und beraten zum Thema Kinderwunsch. Je nach Familienkonstellation beraten wir alleine, zu zweit oder mit mehreren Personen.

 Wir informieren und schulen Multiplikator*innen und Fachkräfte, wie zum Beispiel Lehrer*innen oder Erzieher*innen. Bei uns können sich (werdende) Familien treffen und vernetzen. Dafür bieten wir verschiedene Gruppenangebote an, wie eine Kinderwunschgruppe, ein Geburtsvorbereitungskurs oder eine Gruppe für Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien.

Wir wissen um die vielfältigen Aspekte von Regenbogenfamilien. Neben individuellen Anliegen und Wünschen setzt BerTA sich auch auf der gesellschaftlichen Ebene für Regenbogenfamilien und die LSBTTIQ Community ein

Trägerin ist der LSVD Baden-Württemberg. Seit der Gründung im Jahr 19990 vertritt der LSVD Baden-Württemberg als zweitgrößter Landesverband die Interessen von LSBTTIQ. Schwerpunkte sind schon seit Jahren die Rechte und Belange von Regenbogenfamilien.

Kontaktdaten

BerTA | Beratung, Treffpunkt und Anlaufstelle für Regenbogenfamilien in Stuttgart

Lange Straße 18

70174 Stuttgart
Bürozeiten: Dienstag bis Freitag

10:30 -12:30 Uhr und 14:00 -16:30 Uhr

info@regenbogenfamilien-stuttgart.de

Tel. Büro: 0711 95357521

Menschen mit Behinderung

Wie lebt es sich als Mensch der LSBTTIQ*-Community wenn man zusätzlich noch eine Behinderung hat. Wir haben dazu mit Oskar Sommer gesprochen, der klarstellte: "Man ist natürlich eine Randgruppe in einer Randgruppe".

Hier gibts das ganze Interview zum Nachlesen.

Menschen mit Behinderung
Bild links ausrichten
Oskar Sommer

Wie lebt es sich als Mensch der LSBTTIQ*-Community wenn man zusätzlich noch eine Behinderung hat. Wir haben dazu mit Oskar Sommer gesprochen, der klarstellte: "Man ist natürlich eine Randgruppe in einer Randgruppe".

Hier gibts das ganze Interview zum Nachlesen.

Selbsthilfe und Bürgerschaftliches Engagement

Die Aidshilfen in Baden-Württemberg leisten seit vielen Jahren professionelle Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids sowie deren An- und Zugehörige.  Weitere Schwerpunkte sind Anti-Diskriminierungs-, Aufklärungs- und Präventionsarbeit in Form von Schulprävention, Veranstaltungen oder landesweiten Aufklärungs- und Präventionskampagnen. Der Kampf gegen Diskriminierung, vor allem im im medizinischen oder beruflichen Kontext, gehört leider auch heute noch dazu. Einige Aidshilfen sind ergänzend im Bereich Drogen, Haft, Ambulant Betreutes Wohnen oder der Beratung von Menschen in der Sexarbeit tätig. Zwölf Aidshilfen im Land verfügen über regelmäßige Testangebote, die sogenannten „Checkpoints“. Die Testangebote stellen eine Ergänzung zum flächendeckenden Angebot des öffentlichen Gesundheitsdienstes dar. Aidshilfen und vergleichbare Einrichtungen haben durch ihr niedrigschwelliges, anonymes Angebot basierend auf besonderen Öffnungszeiten und der Communitynähe durch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen einen guten Zugang zu wichtigen Zielgruppen wie etwa zu Männern, die Sex mit Männern haben. Mehr Infos zu unseren Testangeboten unter www.checkpoint-bw.de.

Um die Interessen der teils sehr unterschiedlichen regionalen Aidshilfen zu bündeln, wurde 1987 der Landesverband, die Aidshilfe Baden-Württemberg, gegründet. Sie vertritt die Interessen ihrer 13 Mitgliedsorganisationen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Zudem gibt es landesweite Projekte im Bereich Migration, Frauen und das vom Land geförderte Präventionsprojekt „Gentle Man Baden-Württemberg“. Gentle Man kann man seit Mai 2021 auch hören: Der Podcast „Queergeredet“ liefert Beiträge aus der queeren Lebenswelt, zu gesellschaftlichen und politischen Themen oder zu Sexualität und Prävention. Mehr dazu unter: www.gentle-man.eu.

Kontaktdaten

Aidshilfe Baden-Württemberg e.V.

Königstraße 2

70173 Stuttgart

Tel.     0711 88 78 34 01

info@aidshilfe-bw.de

www.aidshilfe-bw.de

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Selbsthilfe und Bürgerschaftliches Engagement

Die Aidshilfen in Baden-Württemberg leisten seit vielen Jahren professionelle Beratung und Begleitung von Menschen mit HIV und Aids sowie deren An- und Zugehörige.  Weitere Schwerpunkte sind Anti-Diskriminierungs-, Aufklärungs- und Präventionsarbeit in Form von Schulprävention, Veranstaltungen oder landesweiten Aufklärungs- und Präventionskampagnen. Der Kampf gegen Diskriminierung, vor allem im im medizinischen oder beruflichen Kontext, gehört leider auch heute noch dazu. Einige Aidshilfen sind ergänzend im Bereich Drogen, Haft, Ambulant Betreutes Wohnen oder der Beratung von Menschen in der Sexarbeit tätig. Zwölf Aidshilfen im Land verfügen über regelmäßige Testangebote, die sogenannten „Checkpoints“. Die Testangebote stellen eine Ergänzung zum flächendeckenden Angebot des öffentlichen Gesundheitsdienstes dar. Aidshilfen und vergleichbare Einrichtungen haben durch ihr niedrigschwelliges, anonymes Angebot basierend auf besonderen Öffnungszeiten und der Communitynähe durch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen einen guten Zugang zu wichtigen Zielgruppen wie etwa zu Männern, die Sex mit Männern haben. Mehr Infos zu unseren Testangeboten unter www.checkpoint-bw.de.

Um die Interessen der teils sehr unterschiedlichen regionalen Aidshilfen zu bündeln, wurde 1987 der Landesverband, die Aidshilfe Baden-Württemberg, gegründet. Sie vertritt die Interessen ihrer 13 Mitgliedsorganisationen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Zudem gibt es landesweite Projekte im Bereich Migration, Frauen und das vom Land geförderte Präventionsprojekt „Gentle Man Baden-Württemberg“. Gentle Man kann man seit Mai 2021 auch hören: Der Podcast „Queergeredet“ liefert Beiträge aus der queeren Lebenswelt, zu gesellschaftlichen und politischen Themen oder zu Sexualität und Prävention. Mehr dazu unter: www.gentle-man.eu.

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Jugend und Bildung

Wenn es um das Outing geht ist die Schule eine prägende Zeit. Vermutlich kann jeder schwule Mann oder lesbische Frau von einer ersten heimlichen Liebe für den besten Freund oder die Klassemkameradin berichten. Und wie es war die Gefühle nicht einordnen zu können. Und vor allem, dass man das Gefühl hatte, nicht offen dazu zu stehen zu können.

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg hat für die Schulen einen Leitfaden herausgegeben, wie man damit sensibel im Schulalltag umgeht.

 

Taten statt Worte - verlangt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wenn es darum geht die Bildungspläne in Baden-Württemberg endlich umzusetzen. Ein Baustein: Vielfalt beginnt schon in den Schulbüchern. Das Leben der Schüler*innen ist jetzt schon viel bunter als es die Schulbücher abbilden. Daher sollten diese endlich nachziehen und auch im Leben der Kinder ankommen und dieses abbilden.

Jugend und Bildung

Wenn es um das Outing geht ist die Schule eine prägende Zeit. Vermutlich kann jeder schwule Mann oder lesbische Frau von einer ersten heimlichen Liebe für den besten Freund oder die Klassemkameradin berichten. Und wie es war die Gefühle nicht einordnen zu können. Und vor allem, dass man das Gefühl hatte, nicht offen dazu zu stehen zu können.

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg hat für die Schulen einen Leitfaden herausgegeben, wie man damit sensibel im Schulalltag umgeht.

 

Taten statt Worte - verlangt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wenn es darum geht die Bildungspläne in Baden-Württemberg endlich umzusetzen. Ein Baustein: Vielfalt beginnt schon in den Schulbüchern. Das Leben der Schüler*innen ist jetzt schon viel bunter als es die Schulbücher abbilden. Daher sollten diese endlich nachziehen und auch im Leben der Kinder ankommen und dieses abbilden.

Wir fordern:

Paritätische Eckpunkte zum menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität

Der Paritätische steht für das Recht eines jeden Menschen auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens in Würde und die Entfaltung seiner Persönlichkeit – und zwar unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit. Unser Verband wird getragen von der Idee der Parität, das heißt der Gleichwertigkeit aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten. Auch die Freiheit und der Schutz der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität sind hierfür essenziell. Sie sind für den Paritätischen Menschenrechte, deren Durchsetzung ein entscheidender Gradmesser für eine demokratische, offene, vielfältige Gesellschaft ist, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und selbstbestimmt leben können.

Als Norm sind Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit in der deutschen Rechtsordnung wie auch der Gesellschaft nach wie vor tief verankert. Gewalt und Hasskriminalität gegenüber Menschen, die diesen Normen nicht entsprechen, haben in den letzten Jahren zugenommen. Menschen werden verbal und physisch angegriffen, die Angst vor LSBTI*-feindlicher Hasskriminalität gehört für viele zum Alltag. Für den Paritätischen sind Angriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen Angriffe auf unsere Demokratie und offene Gesellschaft, denn die Würde des Menschen ist für uns unantastbar und nicht verhandelbar.

Es ist aus Paritätischer Sicht daher erforderlich, dass die Politik sich verantwortlich zeigt und den menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität auch durch entsprechende gesetzgeberische Maßnahmen sicherstellt. Der Paritätische hat deshalb Eckpunkte zum menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität verfasst.

Paritätische Eckpunkte zum menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität

Der Paritätische steht für das Recht eines jeden Menschen auf gleiche Chancen zur Verwirklichung seines Lebens in Würde und die Entfaltung seiner Persönlichkeit – und zwar unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sozialer oder ethnischer Herkunft, Alter, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, materieller Situation, Behinderung, Beeinträchtigung, Pflegebedürftigkeit oder Krankheit. Unser Verband wird getragen von der Idee der Parität, das heißt der Gleichwertigkeit aller in ihrem Ansehen und ihren Möglichkeiten. Auch die Freiheit und der Schutz der sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität sind hierfür essenziell. Sie sind für den Paritätischen Menschenrechte, deren Durchsetzung ein entscheidender Gradmesser für eine demokratische, offene, vielfältige Gesellschaft ist, in der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben und selbstbestimmt leben können.

Als Norm sind Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit in der deutschen Rechtsordnung wie auch der Gesellschaft nach wie vor tief verankert. Gewalt und Hasskriminalität gegenüber Menschen, die diesen Normen nicht entsprechen, haben in den letzten Jahren zugenommen. Menschen werden verbal und physisch angegriffen, die Angst vor LSBTI*-feindlicher Hasskriminalität gehört für viele zum Alltag. Für den Paritätischen sind Angriffe auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen Angriffe auf unsere Demokratie und offene Gesellschaft, denn die Würde des Menschen ist für uns unantastbar und nicht verhandelbar.

Es ist aus Paritätischer Sicht daher erforderlich, dass die Politik sich verantwortlich zeigt und den menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität auch durch entsprechende gesetzgeberische Maßnahmen sicherstellt. Der Paritätische hat deshalb Eckpunkte zum menschenrechtlichen Schutz von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität verfasst.

Strafvorschriften zur Hasskriminalität ergänzen

LSBTI-Feindlichkeit muss in den gesetzlichen Bestimmungen zur Hasskriminalität ausdrücklich benannt werden. Denn alle Erfahrung zeigt: Solange homo- und transfeindliche Hasskriminalität nicht benannt ist, werden diese Motive in der Praxis der polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungen und damit auch bei der Strafzumessung wenig Beachtung finden. § 46 Abs. 2 StGB (Strafzumessung / Hasskriminalität) und § 130 StGB (Volksverhetzung) müssen entsprechend ergänzt werden.

Strafvorschriften zur Hasskriminalität ergänzen

LSBTI-Feindlichkeit muss in den gesetzlichen Bestimmungen zur Hasskriminalität ausdrücklich benannt werden. Denn alle Erfahrung zeigt: Solange homo- und transfeindliche Hasskriminalität nicht benannt ist, werden diese Motive in der Praxis der polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungen und damit auch bei der Strafzumessung wenig Beachtung finden. § 46 Abs. 2 StGB (Strafzumessung / Hasskriminalität) und § 130 StGB (Volksverhetzung) müssen entsprechend ergänzt werden.

Regelung zum Geschlechtseintrag vereinheitlichen

2018 führte Deutschland den dritten Geschlechtseintrag “divers” ein und etablierte dadurch ein weiteres Verfahren für die Änderung des Geschlechtseintrags. Es herrscht jedoch Unsicherheit darüber, wessen Geschlecht durch §45b PStG rechtlich anerkannt werden kann. Aus Sicht des Paritätischen muss dieses Verfahren für alle trans*, inter* und nicht-binären Personen zugänglich sein. Eine Unterscheidung zwischen diesen Personengruppen in den Zugangsvoraussetzungen für eine Änderung des Personenstandseintrags ist nicht geboten. Der Paritätische fordert eine vereinheitlichte Regelung für trans*, inter* und nicht-binäre Personenauf Basis der Selbstbestimmung, sodass der aktuelle Attestzwangnach §45b PStG entfällt.

Regelung zum Geschlechtseintrag vereinheitlichen

2018 führte Deutschland den dritten Geschlechtseintrag “divers” ein und etablierte dadurch ein weiteres Verfahren für die Änderung des Geschlechtseintrags. Es herrscht jedoch Unsicherheit darüber, wessen Geschlecht durch §45b PStG rechtlich anerkannt werden kann. Aus Sicht des Paritätischen muss dieses Verfahren für alle trans*, inter* und nicht-binären Personen zugänglich sein. Eine Unterscheidung zwischen diesen Personengruppen in den Zugangsvoraussetzungen für eine Änderung des Personenstandseintrags ist nicht geboten. Der Paritätische fordert eine vereinheitlichte Regelung für trans*, inter* und nicht-binäre Personenauf Basis der Selbstbestimmung, sodass der aktuelle Attestzwangnach §45b PStG entfällt.

LSBTI-Gesundheitsbericht erstellen

Diskriminierung kann krank machen und hat insbesondere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, den Selbstwert und damit auch auf ein etwaiges gesundheitsschädigendes Risikoverhalten. So zeigen internationale Studien, dass LSBTI häufiger depressive Erkrankungen erleben und suizidales Verhalten zeigen. Für Deutschland gibt es kaum Daten zur gesundheitlichen Lage von LSBTI. Der Paritätische fordert die Erstellung eines LSBTI-Gesundheitsberichts, eine spezifische Berücksichtigung von LSBTI in bevölkerungsrepräsentativen Studien und Monitoringsystemen sowie verstärkte Forschung über das Gesundheitsverhalten und die Gesundheitsversorgung von LSBTI.

LSBTI-Gesundheitsbericht erstellen

Diskriminierung kann krank machen und hat insbesondere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, den Selbstwert und damit auch auf ein etwaiges gesundheitsschädigendes Risikoverhalten. So zeigen internationale Studien, dass LSBTI häufiger depressive Erkrankungen erleben und suizidales Verhalten zeigen. Für Deutschland gibt es kaum Daten zur gesundheitlichen Lage von LSBTI. Der Paritätische fordert die Erstellung eines LSBTI-Gesundheitsberichts, eine spezifische Berücksichtigung von LSBTI in bevölkerungsrepräsentativen Studien und Monitoringsystemen sowie verstärkte Forschung über das Gesundheitsverhalten und die Gesundheitsversorgung von LSBTI.

Für LSBTI-Themen im Asylverfahren sensibilisieren

Der Paritätische fordert, die für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge tätigen Entscheider*innen deutlich stärker für den Umgang mit Asylsuchenden zu sensibilisieren, die wegen erlebter oder drohender Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität in Deutschland Schutz suchen. Das muss durch Aus- und Fortbildung und Einarbeitung gewährleistet sein. Bis heute ergehen regelmäßig rechtswidrige Bescheide, etwa eine Ablehnung mit der Vorgabe im Herkunftsland nicht offen zu leben (Diskretionsgebot).

Für LSBTI-Themen im Asylverfahren sensibilisieren

Der Paritätische fordert, die für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge tätigen Entscheider*innen deutlich stärker für den Umgang mit Asylsuchenden zu sensibilisieren, die wegen erlebter oder drohender Verfolgung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität in Deutschland Schutz suchen. Das muss durch Aus- und Fortbildung und Einarbeitung gewährleistet sein. Bis heute ergehen regelmäßig rechtswidrige Bescheide, etwa eine Ablehnung mit der Vorgabe im Herkunftsland nicht offen zu leben (Diskretionsgebot).

Diversity-Mainstreaming in Bundesministerien einführen

Der Paritätische fordert, Diversity-Mainstreaming als Leitprinzip in die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) aufzunehmen. Dadurch wird die gesellschaftliche Eingliederung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen, die aufgrund rassistischer Zuschreibungen oder einer bzw. mehrerer der tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmale ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sozialer Status oder sexuelle Identität von Diskriminierung betroffen sind, aktiv gefördert.Die Aufnahme des Diversity-Mainstreaming in die GGO ist als eine Erweiterungdes bereits bestehenden §2 zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit (Gender-Mainstreaming) zu verstehen. Die Aufnahme des Diversity-Mainstreaming in die GGO verpflichtet die Bundesministerien, alle politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen auf die Umsetzung des Leitprinzips zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Diversity-Mainstreaming in Bundesministerien einführen

Der Paritätische fordert, Diversity-Mainstreaming als Leitprinzip in die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) aufzunehmen. Dadurch wird die gesellschaftliche Eingliederung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen, die aufgrund rassistischer Zuschreibungen oder einer bzw. mehrerer der tatsächlichen oder zugeschriebenen Merkmale ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sozialer Status oder sexuelle Identität von Diskriminierung betroffen sind, aktiv gefördert.Die Aufnahme des Diversity-Mainstreaming in die GGO ist als eine Erweiterungdes bereits bestehenden §2 zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit (Gender-Mainstreaming) zu verstehen. Die Aufnahme des Diversity-Mainstreaming in die GGO verpflichtet die Bundesministerien, alle politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen auf die Umsetzung des Leitprinzips zu überprüfen und bei Bedarf zu überarbeiten.

Landesantidiskriminierungsgesetzes zum umfassenden Schutz vor Rassismus und Diskriminierung

Im Zuge des Landtagswahl und der Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg forderte der PARITÄTISCHE ein Landesantidiskriminierungsgesetz in Baden-Württemberg. Er gehörte dabei zu dein Erstunterzeichnern eines Aufrufs der LAG Antidiskriminierungsberatung.

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Zum Weiterlesen, Weiterhören oder Weiterschauen:

Corona-Pandemie

Was hat Corona mit LSBTTIQ* zu tun?

Zuerst berichtet der Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Gesamtverbands, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, darüber wie wir von der AIDS-Prävention für die Corona-Pandemie hätten lernen können.

Der LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) hat die Auswirkungen der Pandemie zudem genau heruntergebrochen.

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Queer im PARITÄTISCHEN

Der PARITÄTISCHE Gesamtverband befasst sich mit LSBTTIQ* als bereichsübergreifendes Thema.

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Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg
Antidiskriminierungsstelle des Landes Baden-Württemberg
Christopher Street Day

Immer noch sind die alljährlichen Demonstrationen und Kundgebungen zum Christopher Street Day ein wichtiger Tag für die LSBTTIQ-Community. Der SWR hat dieses Jahr drei Menschen begleitet und gezeigt wie wichtig der CSD ist.

Christopher Street Day

Immer noch sind die alljährlichen Demonstrationen und Kundgebungen zum Christopher Street Day ein wichtiger Tag für die LSBTTIQ-Community. Der SWR hat dieses Jahr drei Menschen begleitet und gezeigt wie wichtig der CSD ist.

Positionspapier des Dialogforums Geschlechtliche Vielfalt

Das Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt des BMFSFJ empfiehlt einen eigenständigen gesetzlichen Anspruch auf Beratung, Information und Aufklärung zu den besonderen, bislang nicht etablierten Themen Trans*- und Intergeschlechtlichkeit sowie für das gesamte Feld der geschlechtlichen Vielfalt. Damit könnte ein bundesweit einheitlicher Versorgungsstandard für alle Altersgruppen ermöglicht, Rechtsklarheit und Rechtssicherheit gewährleistet, aber auch die Planungssicherheit im Hinblick auf die nötigen Beratungsangebote gestärkt werden. Der Paritätische Gesamtverband ist Mitglied im Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt.

Positionspapier des Dialogforums Geschlechtliche Vielfalt

Das Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt des BMFSFJ empfiehlt einen eigenständigen gesetzlichen Anspruch auf Beratung, Information und Aufklärung zu den besonderen, bislang nicht etablierten Themen Trans*- und Intergeschlechtlichkeit sowie für das gesamte Feld der geschlechtlichen Vielfalt. Damit könnte ein bundesweit einheitlicher Versorgungsstandard für alle Altersgruppen ermöglicht, Rechtsklarheit und Rechtssicherheit gewährleistet, aber auch die Planungssicherheit im Hinblick auf die nötigen Beratungsangebote gestärkt werden. Der Paritätische Gesamtverband ist Mitglied im Dialogforum Geschlechtliche Vielfalt.

Angebote zum Abbau von Homo- und Transfeindlichkeit

Das Kompetenznetzwerk fördert die Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Selbstbestimmung und Vielfalt. Es setzt sich für den Abbau von homosexuellen-, trans*- und inter-feindlichen Einstellungen ein. Es wird gemeinsam getragen vom LSVD, dem Bundesverband Trans* und der Akademie Waldschlösschen.

Der LSVD hat mit den Regenbogenparlamenten zudem eine jährliche Veranstaltung etabliert, die Strategien zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie erarbeitet.

Angebote zum Abbau von Homo- und Transfeindlichkeit

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Der LSVD hat mit den Regenbogenparlamenten zudem eine jährliche Veranstaltung etabliert, die Strategien zur Bekämpfung von Homo- und Transphobie erarbeitet.

Coming Out in Leichter Sprache

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg und PLUS e.V. haben eine Broschüre zum Coming Out in Leichter Sprache erstellt.

Coming Out in Leichter Sprache

Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg und PLUS e.V. haben eine Broschüre zum Coming Out in Leichter Sprache erstellt.

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