BrainFood

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg präsentiert in dieser Online-Vortragsreihe Impulse zur Mittagspause. Unterschiedlichste Gäste werden mit diversen Themen Denkanstöße liefern. Es geht um Homeschooling, New Work, Digitalisierung, Soziale Arbeit, Zukunftsvisionen und Innovationen.

Setzen Sie sich, genießen Sie Ihr Pausenbrot oder Ihren Salat und nehmen Sie unser "Hirnfutter" mit!

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Auch Sie können zu Wort kommen - vor und während der Veranstaltung! Schreiben Sie uns Ihre Meinung oder Frage per E-Mail: brainfood@paritaet-bw.de oder via Facebook Der Paritätische Baden-Württemberg. Wir bringen dann einzelne Beiträge in die Veranstaltung ein.

Nachlese "BrainFood-to-go": Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise
Nachlese: Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise

Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise

Prof. Dr. Jürgen Papier ist Staatsrechtswissenschaftler und Autor zahlreicher Publikationen. Von April 2002 bis zu seinem Ausscheiden im März 2010 war er Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind vielfältig und umfassen neben der Grundrechtsdogmatik, dem Öffentlichen Recht, dem öffentlichen Finanzrecht auch verfassungsrechtliche Grundlagen des Sozial-, Verwaltungs-, Wirtschaftsverwaltungs-, Umwelt- und Staatshaftungsrechts. Papier bezieht in der Öffentlichkeit immer wieder Stellung zu aktuellen politischen Fragen. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise warnte er vor Schäden für die Grundrechte, sollten die Eingriffe und Restriktionen noch lange andauern.

brainfood to go - Zusammenfassung

Mit den Auswirkungen von COVID-19 beschäftigte sich das BrainFood auch im zweiten Impuls. Zu Gast war Staatsrechtswissenschaftler Prof. em. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts fasste die Ereignisse der vergangenen Monate aus Sicht der Judikative und des öffentlichen Rechts zusammen. Inwiefern haben die Maßnahmen, die seitens der Exekutive ergriffen wurden und die Grund- und Menschenrechte einschränkten, Demokratie und Freiheitsrechte gefährdet? Waren sie verfassungsgemäß und juristisch gerechtfertigt? Damit wurde das Themenfeld "Mensch, Du hast Rechte" aufgegriffen und vertieft:

"Die Einschränkungen hatten fundamentale Auswirkungen auf unseren Verband. [...] Bildung und Betreuung haben fast nicht mehr stattgefunden. Und das nicht nur für ein paar Tage, sondern wochenlang. Bei uns waren die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen geschlossen. In den stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe durfte keiner rein und keiner raus. [...] Und da fragen wir uns natürlich, ob diese Freiheitsbeschränkungen aufgrund von Verordnungen und Verwaltungsakten und die große Macht der Landesregierung – ob dies angemessen war." Ursel Wolfgramm

 

"Die Corona-Pandemie stellt den Staat und seine zuständigen Organe vor die zugegebenermaßen schwierige Aufgabe, einen angemessenen Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit – also Sicherheit auch im sanitär- / virologischen Sinne – herzustellen. Die Sicherheit des Staates als verfasste Friedens- und Ordnungsmacht und die von ihm zu gewährleistende Sicherheit der Bevölkerung vor Gefahren für Leib und Leben sind zweifelsohne hohe Verfassungswerte, die allerdings mit den gleichfalls hochrangingen Verfassungsgütern der Freiheitsrechte in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden müssen. [...]

Immer noch besteht kein hinreichendes Maß an Gewissheit über Inhalt und Gefahren oder Einigung über die Erforderlichkeit der ergriffenen bzw. alternativer Maßnahmen. Und weil wir darüber nicht genügend wissen und auch nicht gewusst haben, kann niemand sagen, dass die angeordneten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen von vornherein unverhältnismäßig im Sinne des Rechts gewesen seien. Daher können unter diesem Aspekt der Verhältnismäßigkeit – meine ich jedenfalls – auch keine generellen rechtlichen Bedenken gegen die im März erhobenen Maßnahmen erhoben werden, obgleich sie zu schwerwiegenden Eingriffen in die Grundrechte führten. [...]

Für die freiheitliche Ordnung des gesamten Gemeinwesens nach Art, nach Ausmaß und nach Dauer müssten zukünftig Maßnahmen in einem Verfahren der parlamentarischen Gesetzgebung bestimmt werden [Legislative]. Sie dürfen nicht allein der Exekutive überlassen werden. [...] Nur dann verfügen die Maßnahmen über die notwendige demokratische Legitimation. Nur so sind auch Öffentlichkeit, Transparenz und Rechtssicherheit gewährleistet." Prof. Hans-Jürgen Papier.

Nachlese "BrainFood-to-go": Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise
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Nachlese: Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise

Eingriff in die Grund- / Menschenrechte infolge der Coronavirus-Krise

Prof. Dr. Jürgen Papier ist Staatsrechtswissenschaftler und Autor zahlreicher Publikationen. Von April 2002 bis zu seinem Ausscheiden im März 2010 war er Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sind vielfältig und umfassen neben der Grundrechtsdogmatik, dem Öffentlichen Recht, dem öffentlichen Finanzrecht auch verfassungsrechtliche Grundlagen des Sozial-, Verwaltungs-, Wirtschaftsverwaltungs-, Umwelt- und Staatshaftungsrechts. Papier bezieht in der Öffentlichkeit immer wieder Stellung zu aktuellen politischen Fragen. Im Zusammenhang mit der Corona-Krise warnte er vor Schäden für die Grundrechte, sollten die Eingriffe und Restriktionen noch lange andauern.

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Mit den Auswirkungen von COVID-19 beschäftigte sich das BrainFood auch im zweiten Impuls. Zu Gast war Staatsrechtswissenschaftler Prof. em. Dr. Dres. h.c. Hans-Jürgen Papier. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts fasste die Ereignisse der vergangenen Monate aus Sicht der Judikative und des öffentlichen Rechts zusammen. Inwiefern haben die Maßnahmen, die seitens der Exekutive ergriffen wurden und die Grund- und Menschenrechte einschränkten, Demokratie und Freiheitsrechte gefährdet? Waren sie verfassungsgemäß und juristisch gerechtfertigt? Damit wurde das Themenfeld "Mensch, Du hast Rechte" aufgegriffen und vertieft:

"Die Einschränkungen hatten fundamentale Auswirkungen auf unseren Verband. [...] Bildung und Betreuung haben fast nicht mehr stattgefunden. Und das nicht nur für ein paar Tage, sondern wochenlang. Bei uns waren die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen geschlossen. In den stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe durfte keiner rein und keiner raus. [...] Und da fragen wir uns natürlich, ob diese Freiheitsbeschränkungen aufgrund von Verordnungen und Verwaltungsakten und die große Macht der Landesregierung – ob dies angemessen war." Ursel Wolfgramm

 

"Die Corona-Pandemie stellt den Staat und seine zuständigen Organe vor die zugegebenermaßen schwierige Aufgabe, einen angemessenen Ausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit – also Sicherheit auch im sanitär- / virologischen Sinne – herzustellen. Die Sicherheit des Staates als verfasste Friedens- und Ordnungsmacht und die von ihm zu gewährleistende Sicherheit der Bevölkerung vor Gefahren für Leib und Leben sind zweifelsohne hohe Verfassungswerte, die allerdings mit den gleichfalls hochrangingen Verfassungsgütern der Freiheitsrechte in einen angemessenen Ausgleich gebracht werden müssen. [...]

Immer noch besteht kein hinreichendes Maß an Gewissheit über Inhalt und Gefahren oder Einigung über die Erforderlichkeit der ergriffenen bzw. alternativer Maßnahmen. Und weil wir darüber nicht genügend wissen und auch nicht gewusst haben, kann niemand sagen, dass die angeordneten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen von vornherein unverhältnismäßig im Sinne des Rechts gewesen seien. Daher können unter diesem Aspekt der Verhältnismäßigkeit – meine ich jedenfalls – auch keine generellen rechtlichen Bedenken gegen die im März erhobenen Maßnahmen erhoben werden, obgleich sie zu schwerwiegenden Eingriffen in die Grundrechte führten. [...]

Für die freiheitliche Ordnung des gesamten Gemeinwesens nach Art, nach Ausmaß und nach Dauer müssten zukünftig Maßnahmen in einem Verfahren der parlamentarischen Gesetzgebung bestimmt werden [Legislative]. Sie dürfen nicht allein der Exekutive überlassen werden. [...] Nur dann verfügen die Maßnahmen über die notwendige demokratische Legitimation. Nur so sind auch Öffentlichkeit, Transparenz und Rechtssicherheit gewährleistet." Prof. Hans-Jürgen Papier.

Nachlese "BrainFood-to-go": New Work needs Inner Work
Nachlese: New Work needs Inner Work

New Work needs Inner Work

Joana Breidenbach (* 16. Mai 1965 in Hamburg) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Internetunternehmerin. Sie ist Aufsichtsrätin der gut.org gAG, Mitgründerin der Spendenplattform betterplace.org und Gründerin des Thinktank betterplace lab.
Joana Breidenbach studierte nach dem Besuch des Kelly College in Devon, Großbritannien, Social Anthropology an der University of California in Berkeley, Kalifornien, sowie am University College in London. Parallel dazu studierte sie Völkerkunde, Kunstgeschichte und Osteuropa-Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo sie 1993 mit der Arbeit „Deutsche und Dingwelt: Die Kommodifizierung nationaler Eigenschaften und die Nationalisierung deutscher Kultur“ zum Dr. phil. promoviert wurde.
Joana Breidenbach arbeitete zunächst als Autorin, später auch als Dozentin (Humboldt-Viadrina School of Governance, Berlin und Macquarie University, Sydney), bevor sie 2007 die Online-Spendenplattform betterplace.org mitgründete. Drei Jahre später, im Jahr 2010, gründete sie das betterplace lab als Forschungsabteilung von betterplace.org. Im betterplace lab beschäftigte sich Breidenbach mit der Frage, wie digitale Innovationen für die Zivilgesellschaft genutzt werden können und brachte im Zuge dessen seit 2012 jährlich den betterplace lab Trendreport heraus, der seit 2016 heute trendradar heißt. Seit 2015 ist Joana Breidenbach weniger für betterplace.org und das betterplace lab tätig. 2015 wechselte sie vom Vorstand in den Aufsichtsrat der gut.org gAG, der Muttergesellschaft von betterplace.org und betterplace lab. Als Investorin ist Joana Breidenbach an der App Clue, der Übersetzungswebseite linguee.com, nebenan.de und der Refugee School for Digital Inclusion beteiligt.
Im politischen Bereich kommt Joana Breidenbach auch zu Wort: Ihre Vor- und Beiträge waren 2015 auf dem 2. Internationalen Deutschlandforum im Kanzleramt zu hören,[1] beim Expertendialog mit Minister Gerd Müller zur Digitalisierung und Entwicklungszusammenarbeit (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), bei einer Dialogrunde Bürgerschaftliches Engagement mit Thomas de Maizière (Bundesministerium des Innern)[2] oder auf einem Panel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschen Kirchentag in Stuttgart.[3]
Die Webseite Edition F hat Joana Breidenbach 2014 unter die „25 Frauen für die digitale Zukunft“ gewählt.[4] Sie gehört zu den Unterstützern der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union, die Ende November 2016 veröffentlicht wurde. [wikipedia-Eintrag]

brainfood to go - Zusammenfassung

Das betterplace lab beschreibt sich auf seiner Internetseite so: "Wir wollen die Digitalisierung sozial gestalten und für das Gemeinwohl nutzbar machen. Dazu forschen und experimentieren wir in innovativen Projekten. Wir sind Brückenbauer zwischen Sektoren und brechen Silos auf, im Kopf, in Organisationen und in unserer Gesellschaft. Denn es geht nicht nur um Tools, sondern um die sozialen Potentiale der digitalen Transformation: Wie werden wir in Zukunft miteinander arbeiten? Welche Werte befördert der digitale Wandel – im Einzelnen und in Kollektiven? Wie kann die gerechte und nachhaltige Welt von morgen aussehen? Die Erkenntnisse verpacken wir in Studien, Workshops, Veranstaltungen oder inspirierende Geschichten."

Zum Auftakt war Ursel Wolfgramm gelungen, Dr. Joana Breidenbach, Mitgründerin der betterplace lab gGmbH, zu gewinnen: "Der PARITÄTische verändert sich seit fünf Jahren permanent. Und – wie ich finde – auch zum Guten. Wir haben gerade eine Befragung bei unseren 880 Mitgliedern durchgeführt. Sie haben uns bestätigt, dass es gut vorangeht, dass sie mit ihrem Verband wesentlich zufriedener sind. Auf diesem Weg habe ich immer mal wieder von Dir gehört. [...] Was dabei stets deutlich geworden ist: Organisationsentwicklung funktioniert nur, wenn sie einhergeht mit persönlicher Entwicklung der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten. [...] Wenn wir zu neuen Arbeitsformen kommen wollen – und das wollen wir, glaube ich, alle – müssen wir uns einem inneren Prozess aussetzen. Das heißt an uns selbst arbeiten. Und auch helfen beim Prozess der anderen. [...] Nur, wenn wir dies gemeinsam hinbekommen, können wir die Welt verändern." Ursel Wolfgramm

In ihrem Impulsvortrag eröffnete Dr. Joana Breidenbach den Blick auf die Entwicklungsgeschichte des Social Innovators betterplace lab. Der digital-soziale Think- und Do-Tank entwickelte sich von einer hierarchisch geführten zu einer kompetenz-basierten Netzwerk-Organisation weiter. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, führte Joana uns durch Höhen und Tiefen der Transformation. Sie ließ uns teilhaben an ihren Einsichten und Erkenntnissen. Sie war bereit, offen auf Fragen zu antworten.

Dass sich diese Mühe lohnt, bewies, dass es der betterplace lab nicht nur gelang, sich innerhalb der Firma schnell an die veränderten Anforderungen von COVID19 anzupassen, sie waren binnen weniger Wochen in der Lage, anderen sozialen Organisationen in diesen turbulenten Zeiten zu helfen:

"Wir haben gesehen, dass es uns als Team extrem einfach gefallen ist, uns dezentral zu synchronisieren. Es war sowieso so viel Information und Wissen übereinander im Raum und so viel Offenheit, dass in einer emotional schwierigen Zeit [...] die Mitarbeitenden als ganzer Mensch auftreten konnten. So ist dieses Team sehr schnell wieder in eine Kreativität gekommen. Schon in der zweiten Woche [ der Pandemie ] entwickelten wir neue, coole Projekte für andere zivilgesellschaftliche Organisationen, mit denen wir ihnen halfen, in dieser herausfordernden Zeit ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen." Dr. Joana Breidenbach

Nachlese "BrainFood-to-go": New Work needs Inner Work
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Nachlese: New Work needs Inner Work

New Work needs Inner Work

Joana Breidenbach (* 16. Mai 1965 in Hamburg) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Internetunternehmerin. Sie ist Aufsichtsrätin der gut.org gAG, Mitgründerin der Spendenplattform betterplace.org und Gründerin des Thinktank betterplace lab.
Joana Breidenbach studierte nach dem Besuch des Kelly College in Devon, Großbritannien, Social Anthropology an der University of California in Berkeley, Kalifornien, sowie am University College in London. Parallel dazu studierte sie Völkerkunde, Kunstgeschichte und Osteuropa-Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wo sie 1993 mit der Arbeit „Deutsche und Dingwelt: Die Kommodifizierung nationaler Eigenschaften und die Nationalisierung deutscher Kultur“ zum Dr. phil. promoviert wurde.
Joana Breidenbach arbeitete zunächst als Autorin, später auch als Dozentin (Humboldt-Viadrina School of Governance, Berlin und Macquarie University, Sydney), bevor sie 2007 die Online-Spendenplattform betterplace.org mitgründete. Drei Jahre später, im Jahr 2010, gründete sie das betterplace lab als Forschungsabteilung von betterplace.org. Im betterplace lab beschäftigte sich Breidenbach mit der Frage, wie digitale Innovationen für die Zivilgesellschaft genutzt werden können und brachte im Zuge dessen seit 2012 jährlich den betterplace lab Trendreport heraus, der seit 2016 heute trendradar heißt. Seit 2015 ist Joana Breidenbach weniger für betterplace.org und das betterplace lab tätig. 2015 wechselte sie vom Vorstand in den Aufsichtsrat der gut.org gAG, der Muttergesellschaft von betterplace.org und betterplace lab. Als Investorin ist Joana Breidenbach an der App Clue, der Übersetzungswebseite linguee.com, nebenan.de und der Refugee School for Digital Inclusion beteiligt.
Im politischen Bereich kommt Joana Breidenbach auch zu Wort: Ihre Vor- und Beiträge waren 2015 auf dem 2. Internationalen Deutschlandforum im Kanzleramt zu hören,[1] beim Expertendialog mit Minister Gerd Müller zur Digitalisierung und Entwicklungszusammenarbeit (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), bei einer Dialogrunde Bürgerschaftliches Engagement mit Thomas de Maizière (Bundesministerium des Innern)[2] oder auf einem Panel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Deutschen Kirchentag in Stuttgart.[3]
Die Webseite Edition F hat Joana Breidenbach 2014 unter die „25 Frauen für die digitale Zukunft“ gewählt.[4] Sie gehört zu den Unterstützern der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union, die Ende November 2016 veröffentlicht wurde. [wikipedia-Eintrag]

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Das betterplace lab beschreibt sich auf seiner Internetseite so: "Wir wollen die Digitalisierung sozial gestalten und für das Gemeinwohl nutzbar machen. Dazu forschen und experimentieren wir in innovativen Projekten. Wir sind Brückenbauer zwischen Sektoren und brechen Silos auf, im Kopf, in Organisationen und in unserer Gesellschaft. Denn es geht nicht nur um Tools, sondern um die sozialen Potentiale der digitalen Transformation: Wie werden wir in Zukunft miteinander arbeiten? Welche Werte befördert der digitale Wandel – im Einzelnen und in Kollektiven? Wie kann die gerechte und nachhaltige Welt von morgen aussehen? Die Erkenntnisse verpacken wir in Studien, Workshops, Veranstaltungen oder inspirierende Geschichten."

Zum Auftakt war Ursel Wolfgramm gelungen, Dr. Joana Breidenbach, Mitgründerin der betterplace lab gGmbH, zu gewinnen: "Der PARITÄTische verändert sich seit fünf Jahren permanent. Und – wie ich finde – auch zum Guten. Wir haben gerade eine Befragung bei unseren 880 Mitgliedern durchgeführt. Sie haben uns bestätigt, dass es gut vorangeht, dass sie mit ihrem Verband wesentlich zufriedener sind. Auf diesem Weg habe ich immer mal wieder von Dir gehört. [...] Was dabei stets deutlich geworden ist: Organisationsentwicklung funktioniert nur, wenn sie einhergeht mit persönlicher Entwicklung der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten. [...] Wenn wir zu neuen Arbeitsformen kommen wollen – und das wollen wir, glaube ich, alle – müssen wir uns einem inneren Prozess aussetzen. Das heißt an uns selbst arbeiten. Und auch helfen beim Prozess der anderen. [...] Nur, wenn wir dies gemeinsam hinbekommen, können wir die Welt verändern." Ursel Wolfgramm

In ihrem Impulsvortrag eröffnete Dr. Joana Breidenbach den Blick auf die Entwicklungsgeschichte des Social Innovators betterplace lab. Der digital-soziale Think- und Do-Tank entwickelte sich von einer hierarchisch geführten zu einer kompetenz-basierten Netzwerk-Organisation weiter. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, führte Joana uns durch Höhen und Tiefen der Transformation. Sie ließ uns teilhaben an ihren Einsichten und Erkenntnissen. Sie war bereit, offen auf Fragen zu antworten.

Dass sich diese Mühe lohnt, bewies, dass es der betterplace lab nicht nur gelang, sich innerhalb der Firma schnell an die veränderten Anforderungen von COVID19 anzupassen, sie waren binnen weniger Wochen in der Lage, anderen sozialen Organisationen in diesen turbulenten Zeiten zu helfen:

"Wir haben gesehen, dass es uns als Team extrem einfach gefallen ist, uns dezentral zu synchronisieren. Es war sowieso so viel Information und Wissen übereinander im Raum und so viel Offenheit, dass in einer emotional schwierigen Zeit [...] die Mitarbeitenden als ganzer Mensch auftreten konnten. So ist dieses Team sehr schnell wieder in eine Kreativität gekommen. Schon in der zweiten Woche [ der Pandemie ] entwickelten wir neue, coole Projekte für andere zivilgesellschaftliche Organisationen, mit denen wir ihnen halfen, in dieser herausfordernden Zeit ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen." Dr. Joana Breidenbach

Nachlese "BrainFood-to-go": Familie in Corona-Zeiten
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Nachlese: Familie in Corona-Zeiten

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