Die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung in ihrer letzten Lebensphase stellt Einrichtungen der Eingliederungshilfe vor besondere Herausforderungen. Gleichzeitig bietet sie die Chance, individuelle Wünsche und Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu rücken und eine würdevolle Versorgung bis zuletzt sicherzustellen. Im Rahmen dieses Fachtags gehen wir gemeinsam der Frage nach, wie ein tragfähiges Palliativ-Konzept in Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt, implementiert und nachhaltig verankert werden kann.
Sind wir in unserer Einrichtung auf das Sterben vorbereitet? Kennen wir die Wünsche der Menschen, die wir begleiten? Wer übernimmt die Verantwortung? Wissen die Teams, wer sie unterstützen kann? Was können wir heute tun, damit Menschen am Lebensende gut begleitet sind?
Weil in einer Krise nur tragen kann, was sich zuvor gefestigt hat, setzen wir uns im Rahmen dieses Fachtags praxisnah mit den Grundlagen, Herausforderungen und konkreten Umsetzungsmöglichkeiten auseinander.
Inhalte:
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Bedürfnisebenen und Grundpfeiler von Palliative Care
- 10 Kernkompetenzen der Europäischen Richtlinie für Palliative Care
- Gesetzliche Grundlagen
- Gelebte Hospiz- und Palliativkultur in Einrichtungen der Eingliederungshilfe - was gehört dazu?
- Beratende Palliativkräfte in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit und regionale Vernetzung
- Besondere Bedürfnisse am Lebensende bei Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigung
- Ethische Fragestellung und Entscheidungsprozesse: Die gesundheitliche Versorgungsplanung nach §132g
- Praxisbeispiele und Erfahrungsberichte, Möglichkeit zum Austausch
Lernziele:
Die Teilnehmenden …
- kennen Grundlagen und Haltung von Palliative Care und können diese auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung übertragen.
- erkennen palliative Bedarfe frühzeitig und können Veränderungen am Lebensende wahrnehmen und einschätzen.
- kennen die Bedeutung von Vorausplanung, Patientenwillen und Vorsorge und die entsprechenden Möglichkeiten der Umsetzung in der Einrichtung.
- reflektieren Rolle und Aufgaben ihrer Mitarbeitenden im palliativen Versorgungsprozess.
- kennen Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Angehörigen, Ärzten, Hospiz- und Palliativdiensten und anderen beteiligten Berufsgruppen.
- entwickeln erste konkrete Ideen zur Implementierung von Palliative Care in der eigenen Einrichtung.
Methodik:
- Impulsvorträge
- Gruppenarbeiten
- Fallbeispiele im Austausch
Zielgruppe:
- Geschäftsführungen
- Einrichtungsleitungen
- Teamleitungen
- Führungskräfte
aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe
Voraussetzungen:
Die Bereitschaft, ein entsprechendes Konzept in der eigenen Einrichtung zu implementieren und umzusetzen.
Hinweis:
Wir bieten unsere Seminare auch als Inhouse exklusiv für Ihre Einrichtung an. Sprechen Sie uns gern an und fordern Sie ein unverbindliches Angebot an, unter: https://akademiesued.org/inhouse