Bedarfs- und mitarbeitergerechte Dienstplanung in der Eingliederungshilfe

1. Februar 2027 | Online
Datum:
-

Uhrzeit:
13:00 - 16:00
Anmeldeschluss:
Kosten:
290,00 € für Mitglieder des Paritätischen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland, 360,00 € für Mitglieder des Paritätischen anderer Bundesländer, sonst 430,00 €
Kursnummer:
27S2.02.001
Organisation:
Paritätische Akademie Süd
Veranstaltungsort:
Online

Der Personaleinsatz in der Eingliederungshilfe folgt häufig herkömmlichen Mustern, die wenig zeitgemäß, da weder ausreichend bedarfs- noch mitarbeitergerecht, sind: Monatsdienstpläne auf Basis von Monatssollarbeitszeiten, lang genutzte, nicht mehr dem Bedarf entsprechende Dienstzeiten sowie der improvisierte Umgang mit Personalausfällen.

In diesem Seminar wird ein Überblick über die wichtigsten arbeitszeitrechtlichen Grundlagen der Dienstplanung gegeben. Anschließend werden Lösungsideen zur Optimierung von Dienstzeiten, Dienstplanung und für die Bewältigung kurzfristiger Personalausfälle gezeigt – von realistischen Soll-Besetzungen über längerlaufende (Rahmen-)Dienstpläne bis hin zu funktionierenden „Flexi-Spielregeln“.

Das Seminar trägt der Tatsache Rechnung, dass das Know-how zur Dienstplanung in Einrichtungen der Eingliederungshilfe oft nur unzureichend vorhanden ist, da dieses Thema zwar große Bedeutung hat, aber nicht standardmäßig geschult wird. Insbesondere neue, fachlich versierte, Führungskräfte werden diesbezüglich „ins kalte Wasser geworfen“. Steigende wirtschaftliche Herausforderungen bei zunehmender Personalknappheit erhöhen aber den Druck, die Organisation des Personaleinsatzes zu professionalisieren.

 

Inhalte:

Modul 1 – Arbeitszeitrechtliche Rahmenbedingungen der Dienstplangestaltung in der Eingliederungshilfe, Sollbesetzung, Dienstzeiten

  • Die wichtigsten Regelungen des Arbeitszeitgesetzes und tarifliche Abweichungsmöglichkeiten
  • Besprechung von Einzelthemen: Pausenzeiten an Einzelarbeitsplätzen, Ruhezeit-Einhaltung durch rechtskonforme Dienstfolgen, Direktionsrecht des Arbeitgebers (gern auch weitere aus dem Teilnehmerkreis)
  • Ende der Fixierung auf Monats-Sollarbeitszeit-Verbrauch
  • Übersetzung der Sollbesetzung in Personalbedarf und passgenaue Dienstzeiten
  • Einführung von Dienst-/Dienstende-/Übergabestandards

     

Modul 2 – Zeitgemäße Dienstplanung und Ausfallzeitenmanagement statt „Holen aus dem Frei“

  • Abwesenheitsplanung
  • Rahmendienstplanung
  • Langlaufende Dienstpläne
  • Selbstgesteuerte Dienstplanung im Team
  • Systematisches Ausfallzeitenmanagement
  • Grundlagen
  • Leistungs- und Serviceflexibilität
  • Einsatzflexibilität
  • Arbeitszeitflexibilität
  • Kombinationsformen

 

Besonderheiten:

Die Seminarinhalte werden nicht zuletzt anhand zahlreicher Praxisbeispiele aus der langjährigen Beratungsarbeit der Referentin dargestellt – insbesondere solchen der Eingliederungshilfe, damit die Teilnehmer*innen sich wiederfinden.

 

Lernziele:

  • Kenntnis der wichtigen arbeitszeitrechtlichen Regelungen der Dienstplanung inkl. der Hauptaspekte des Direktionsrechts bei der Arbeitszeitgestaltung
  • Sensibilität für Fallstricke der Dienstplanung sowie Instrumente zur Vermeidung derselben
  • Konstruktion langlaufender Dienstpläne
  • Lösungsideen für die Systematisierung des Umgangs mit kurzfristigen Ausfallzeiten

 

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an alle Beschäftigten der Einrichtungen der Eingliederungshilfe, die operativ mit der Dienstplanung zu tun haben sowie an jene, die das Thema „Personaleinsatz“ strategisch bearbeiten.

Ansprechperson
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