mehrere Menschen als Illustration

Vorfahrt für Gemeinnützigkeit

Freie Wohlfahrtspflege - Gemeinnützigkeit - Gesellschaft

Die Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland ist eine Säule des Sozialstaates und trägt damit wesentlich zum sozialen Zusammenhalt und sozialen Frieden bei. Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege, deren unverwechselbare Merkmale der Einsatz und auch das ehrenamtliche Engagement für Menschen sind, gewinnen in diesen Krisenzeiten eine noch stärkere Bedeutung für das Gemeinwesen. Zudem setzen Digitalisierung, New Work, Wettbewerb mit nicht gemeinnützigen Akteuren (Sozialkonzerne genauso wie Social Entrepreneurships, Startups), Rekommunalisierung und die sich ständig ändernden (gesetzlichen) Vorgaben permanente Veränderungsbereitschaft und Innovationskraft voraus.
Mit steigender Nachfrage nach sozialen Diensten bei gleichzeitig knapper werdenden Finanzmittel das Staates und der Sozialversicherungen sowie Kürzungen von kommunalen freiwilligen Leistungen und zunehmendem Wettbewerb und Konkurrenz zu öffentlichen oder sogar gewerblichen Anbietern erhöht den Druck auf die Wohlfahrtspflege. Gleichzeitig gewinnt die freigemeinnützige Wohlfahrtspflege zunehmend an Bedeutung, wie der Applaus für die Pflege in der Pandemie gezeigt hat.

Gemeinnützigkeit als Gütesiegel

Bereits der Status der Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen an die Organisationen sind ein Gütesiegel. Gemeinnützige Organisationen werden häufig von oder mit Betroffenen gegründet. Partizipation und Teilhabe sind meist schon im Satzungszweck verankert und werden in der alltäglichen Arbeit umgesetzt. Sie haben somit eine besondere Nähe zu den betroffenen Menschen.

Gleichzeitig engagieren sie sich sozialanwaltschaftlich auch für diejenigen, die sich selbst wenig Gehör verschaffen können und deren Sorgen und Probleme im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Insbesondere die, die mildtätige Zwecke verfolgen, erfüllen damit auch eine Seismographenfunktion für individuelle Probleme und gesellschaftliche Schieflagen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der einzelne hilfebedürftige Mensch und/oder die Gemeinschaft. Häufig bringen diese Organisationen zusätzliche Mittel in die Arbeit ein, etwa durch das Einwerben von Spenden, zusätzlich akquirierte Fördermittel, durch Eigenmittel oder das Engagement der Engagierten. Sie sind innovativ und tragen dazu bei, neue Angebote vor Ort zu schaffen. Ihre Arbeit orientiert sich an fachlichen und ethischen Standards.

Im Sozial- und Gesundheitsbereich sind sie in den sechs Spitzenverbänden der Wohlfahrtspflege, zu denen der PARITÄTISCHE gehört, zusammengeschlossen. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an Angeboten und Dienstleistungen mit hohen Qualitätsstandards [1]

Häufigste Organisationsform ist der Verein. In der Vereinsarbeit wird demokratisches Engagement gelebt, gefördert und weitergegeben. Menschen können ihre Ideen einbringen und umsetzen. Eine von gemeinnützigen Organisationen getragene, lebendige soziale Landschaft vor Ort stärkt den sozialen Zusammenhalt. Öffentliche Verwaltung, Industrie, Handwerk und die Dienstleistungsbranchen profitieren von der Arbeit der gemeinnützigen Einrichtungen und Dienste vor Ort, denn ein gutes Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Unterstützungsangebote der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie auch Angebote der ambulanten und stationären Pflege entlasten die Beschäftigten in diesen Bereichen und unterstützen damit deren Arbeit. Eine gut ausgebaute und gemeinnützige Infrastruktur ist ein sozialer Standortfaktor. Gemeinnützige Organisationen fördern den Wettbewerb um die beste Unterstützung vor Ort. Indem sie regelmäßig haupt- und ehrenamtliches Engagement verbinden und ihre Arbeit werteorientiert gestalten, setzen sie eigene Standards und Maßstäbe auch für andere Anbieter [2].

Gemeinnützigkeit als Gütesiegel
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Wir stehen für Gemeinnützigkeit statt Eigennutz, für Solidarität statt Egoismus

Bereits der Status der Gemeinnützigkeit und die damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen an die Organisationen sind ein Gütesiegel. Gemeinnützige Organisationen werden häufig von oder mit Betroffenen gegründet. Partizipation und Teilhabe sind meist schon im Satzungszweck verankert und werden in der alltäglichen Arbeit umgesetzt. Sie haben somit eine besondere Nähe zu den betroffenen Menschen.

Gleichzeitig engagieren sie sich sozialanwaltschaftlich auch für diejenigen, die sich selbst wenig Gehör verschaffen können und deren Sorgen und Probleme im Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Insbesondere die, die mildtätige Zwecke verfolgen, erfüllen damit auch eine Seismographenfunktion für individuelle Probleme und gesellschaftliche Schieflagen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht der einzelne hilfebedürftige Mensch und/oder die Gemeinschaft. Häufig bringen diese Organisationen zusätzliche Mittel in die Arbeit ein, etwa durch das Einwerben von Spenden, zusätzlich akquirierte Fördermittel, durch Eigenmittel oder das Engagement der Engagierten. Sie sind innovativ und tragen dazu bei, neue Angebote vor Ort zu schaffen. Ihre Arbeit orientiert sich an fachlichen und ethischen Standards.

Im Sozial- und Gesundheitsbereich sind sie in den sechs Spitzenverbänden der Wohlfahrtspflege, zu denen der PARITÄTISCHE gehört, zusammengeschlossen. Dadurch entsteht ein breites Spektrum an Angeboten und Dienstleistungen mit hohen Qualitätsstandards [1]

Häufigste Organisationsform ist der Verein. In der Vereinsarbeit wird demokratisches Engagement gelebt, gefördert und weitergegeben. Menschen können ihre Ideen einbringen und umsetzen. Eine von gemeinnützigen Organisationen getragene, lebendige soziale Landschaft vor Ort stärkt den sozialen Zusammenhalt. Öffentliche Verwaltung, Industrie, Handwerk und die Dienstleistungsbranchen profitieren von der Arbeit der gemeinnützigen Einrichtungen und Dienste vor Ort, denn ein gutes Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Unterstützungsangebote der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe sowie auch Angebote der ambulanten und stationären Pflege entlasten die Beschäftigten in diesen Bereichen und unterstützen damit deren Arbeit. Eine gut ausgebaute und gemeinnützige Infrastruktur ist ein sozialer Standortfaktor. Gemeinnützige Organisationen fördern den Wettbewerb um die beste Unterstützung vor Ort. Indem sie regelmäßig haupt- und ehrenamtliches Engagement verbinden und ihre Arbeit werteorientiert gestalten, setzen sie eigene Standards und Maßstäbe auch für andere Anbieter [2].

Subsidarität als Leitprinzip
Wir sind eine echte Alternative zu Staat und Markt

Ein wichtiges und grundlegendes Leitprinzip für die Freie Wohlfahrtspflege ist das Subsidaritätsprinzip. Es bedeutet, dass das, was der Einzelne, die Familie oder
Gruppen und Körperschaften aus eigener Kraft tun können, darf weder von einer übergeordneten Instanz noch vom Staat geleistet werden. Es soll sichergestellt
werden, dass Kompetenz und Verantwortung des jeweiligen Lebenskreises anerkannt und genutzt werden. Der Staat schafft nur den dafür erforderlichen Rahmen
beispielsweise für Vereine, die aus bürgerschaftlichen Initiativen entstehen. Der Staat hilft also nur dann unmittelbar, wenn es kein anderer tut. Der Staat hat dem Einzelnen Hilfe sowie einen sozialen Ausgleich für benachteiligte Gruppen und Einzelpersonen zu gewähren. An der Verwirklichung einer gerechten Sozialordnung ist die Freie Wohlfahrtspflege als tragende Säule im Sozialstaat beteiligt. Die Freie Wohlfahrtspflege hat keine Gewinnmaximierungsabsichten, sondern investiert etwaige Überschüsse in den Satzungszweck. Gemeinnützige Organisationsformen sind staatlich anerkannt und werden im Vereinsregister bzw. ins Handelsregister eingetragen. Der Subsidiaritätsgrundsatz sichert Vielfalt in den Angeboten und damit das freie Wunsch- und Wahlrecht. Es hat seine Wurzeln in den Grundwerten unserer Verfassung: die Achtung der Würde des Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Freiheit des Bekenntnisses.[3]

Subsidarität als Leitprinzip
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Wir sind eine echte Alternative zu Staat und Markt

Ein wichtiges und grundlegendes Leitprinzip für die Freie Wohlfahrtspflege ist das Subsidaritätsprinzip. Es bedeutet, dass das, was der Einzelne, die Familie oder
Gruppen und Körperschaften aus eigener Kraft tun können, darf weder von einer übergeordneten Instanz noch vom Staat geleistet werden. Es soll sichergestellt
werden, dass Kompetenz und Verantwortung des jeweiligen Lebenskreises anerkannt und genutzt werden. Der Staat schafft nur den dafür erforderlichen Rahmen
beispielsweise für Vereine, die aus bürgerschaftlichen Initiativen entstehen. Der Staat hilft also nur dann unmittelbar, wenn es kein anderer tut. Der Staat hat dem Einzelnen Hilfe sowie einen sozialen Ausgleich für benachteiligte Gruppen und Einzelpersonen zu gewähren. An der Verwirklichung einer gerechten Sozialordnung ist die Freie Wohlfahrtspflege als tragende Säule im Sozialstaat beteiligt. Die Freie Wohlfahrtspflege hat keine Gewinnmaximierungsabsichten, sondern investiert etwaige Überschüsse in den Satzungszweck. Gemeinnützige Organisationsformen sind staatlich anerkannt und werden im Vereinsregister bzw. ins Handelsregister eingetragen. Der Subsidiaritätsgrundsatz sichert Vielfalt in den Angeboten und damit das freie Wunsch- und Wahlrecht. Es hat seine Wurzeln in den Grundwerten unserer Verfassung: die Achtung der Würde des Menschen, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Freiheit des Bekenntnisses.[3]

Gemeinnützigkeit als Basis für eine solidarische Gemeinschaft

Die Grundstrukturen des Gemeinnützigkeitsrechts – Beschränkung auf Körperschaften, Definition der steuerbegünstigten Zwecke, Ausschließlichkeitsgrundsatz,
Gewinnausschüttungs- und Begünstigungsverbot, Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung und satzungsgemäßes Handeln – prägen die Arbeit von gemeinnützigen
Organisationen. Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern eine Gesellschaft, an der alle teilhaben. Niederschwellige Beratungsangebote sind daher vorrangig in gemeinnützigen Organisationsformen zu finden.

Gemeinnützigkeit heißt: Wir schütten keine Gewinne an Einzelne aus, sondern investieren in die Gemeinschaft und fördern mit unseren gemeinnützigen Zwecken die Allgemeinheit.

Gemeinnützigkeit als Basis für eine solidarische Gemeinschaft
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Wir stärken demokratische Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt

Die Grundstrukturen des Gemeinnützigkeitsrechts – Beschränkung auf Körperschaften, Definition der steuerbegünstigten Zwecke, Ausschließlichkeitsgrundsatz,
Gewinnausschüttungs- und Begünstigungsverbot, Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung und satzungsgemäßes Handeln – prägen die Arbeit von gemeinnützigen
Organisationen. Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung, sondern eine Gesellschaft, an der alle teilhaben. Niederschwellige Beratungsangebote sind daher vorrangig in gemeinnützigen Organisationsformen zu finden.

Gemeinnützigkeit heißt: Wir schütten keine Gewinne an Einzelne aus, sondern investieren in die Gemeinschaft und fördern mit unseren gemeinnützigen Zwecken die Allgemeinheit.

Gemeinnützigkeit und soziale Nachhaltigkeit
Wir gestalten den sozialen und ökologischen Wandel

Immer mehr gemeinnützige und gewerbliche Unternehmen gelangen zu der Überzeugung, dass ein funktionierendes Gemeinwesen in einer gesunden Umwelt eine wichtige Voraussetzung für gute Geschäfte ist. Gerechte Bildung, sozialer Zusammenhalt, Toleranz, eine bedarfsbezogene soziale und kulturelle Infrastruktur, Engagement und Eigeninitiative, Familienfreundlichkeit, Gesundheit, eine intakte Umwelt werden immer bedeutsamer für eine positive Unternehmens- und Wirtschaftsentwicklung. Deshalb gehen immer mehr Unternehmen dazu über, mit ihren gesellschaftsbezogenen Aktivitäten genau auf diese Umfeldbedingungen Einfluss zu nehmen.[4]

Soziale und ökologische Maßnahmen für eine soziale Nachhaltigkeit [5]:

1. Eine naturverträgliche Energierevolution
2. Eine nachhaltige Mobilität für alle
3. Eine soziale und ökologische Agrar- und Ernährungswende
4. Soziale Sicherheit für die Transformation
5. Einen starken Naturschutz
6. Weniger Ressourcenverbrauch
7. Eine gerechtere Gesellschaft (Geschlechtergerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe für alle)
8. Wohnen und Boden in Gemeinschaftshand
9. Eine gute Pflege und Gesundheitsversorgung für alle
10. Internationale Solidarität und die Einhaltung von Menschenrechten

Ziel der Freien Wohlfahrtspflege ist es, einen sozialen Fußabdruck analog zum ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen und für dieses Ziel mit allen anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammenzuarbeiten, Schnittstellen zu definieren und zu kooperieren, damit der soziale Fußabdruck möglichst groß wird.

Gemeinnützigkeit und soziale Nachhaltigkeit
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Wir gestalten den sozialen und ökologischen Wandel

Immer mehr gemeinnützige und gewerbliche Unternehmen gelangen zu der Überzeugung, dass ein funktionierendes Gemeinwesen in einer gesunden Umwelt eine wichtige Voraussetzung für gute Geschäfte ist. Gerechte Bildung, sozialer Zusammenhalt, Toleranz, eine bedarfsbezogene soziale und kulturelle Infrastruktur, Engagement und Eigeninitiative, Familienfreundlichkeit, Gesundheit, eine intakte Umwelt werden immer bedeutsamer für eine positive Unternehmens- und Wirtschaftsentwicklung. Deshalb gehen immer mehr Unternehmen dazu über, mit ihren gesellschaftsbezogenen Aktivitäten genau auf diese Umfeldbedingungen Einfluss zu nehmen.[4]

Soziale und ökologische Maßnahmen für eine soziale Nachhaltigkeit [5]:

1. Eine naturverträgliche Energierevolution
2. Eine nachhaltige Mobilität für alle
3. Eine soziale und ökologische Agrar- und Ernährungswende
4. Soziale Sicherheit für die Transformation
5. Einen starken Naturschutz
6. Weniger Ressourcenverbrauch
7. Eine gerechtere Gesellschaft (Geschlechtergerechtigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe für alle)
8. Wohnen und Boden in Gemeinschaftshand
9. Eine gute Pflege und Gesundheitsversorgung für alle
10. Internationale Solidarität und die Einhaltung von Menschenrechten

Ziel der Freien Wohlfahrtspflege ist es, einen sozialen Fußabdruck analog zum ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen und für dieses Ziel mit allen anderen gesellschaftlichen Akteuren zusammenzuarbeiten, Schnittstellen zu definieren und zu kooperieren, damit der soziale Fußabdruck möglichst groß wird.

Porträt Maren Bieberich

Es braucht gemeinnützige Organisationen, um für alle Bevölkerungsgruppen – unabhängig von deren Geschlecht, sexueller Identität, Religion oder ihres kulturellen Hintergrunds – einen gerechten Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe zu erzielen.

Maren Bieberich, stellvertretende Geschäftsführung miteinanderleben e.V., Pforzheim
Gemeinnützigkeit ist vielfältig!
Wir stärken die demokratische Teilhabe und den sozialen Zusammenhalt
Gemeinnützigkeit ist vielfältig!
Wir leben und lieben die Vielfalt
Gemeinnützigkeit ist vielfältig!
Wir sind näher am Menschen als alle anderen!
Gemeinnützigkeit ist vielfältig!
Wer Engagement für das Gemeinwohl fördern will, sollte gemeinnützige Strukturen stärken
Gemeinnützigkeit ist vielfältig!
Porträt Kristin Schwarz

Wenn sich Menschen für Menschen einsetzen, dann kommt das allen zugute. Gerade deshalb verdient gemeinnütziges Engagement unser aller Hochachtung und Wertschätzung.

Kristin Schwarz, Verbandsdirektorin Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS)
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