Veranstaltungen des FB Mädchen, Veranstaltungen des FB Frauen
Termin: 10.12.2018 (Kursnr.: B6/20181210)

Staatliches Handeln gegen häusliche Gewalt - eine Standortbestimmung

09:30 Uhr - 16:00 Uhr
Anmeldeschluss: 03. Dezember 2018
50,00 €

Wirksame Schutzmaßnahmen und professionelle Begleitung sind für all jene, die Partnergewalt erleiden, von zentraler Bedeutung. Ein polizeilicher Wohnungsverweis gegenüber dem Gewalthandelnden beendet kurzfristig Gewalt und Gefährdung. Zeitnahe, spezialisierte Beratung sorgt für seelische Stabilisierung nach der akuten Gewalt. Sie bietet zudem eine Orientierung über Optionen staatlicher wie persönlicher Art, den Schutz langfristig zu verbessern. Auf Antrag der Geschädigten prüfen Familiengerichte den Erlass weiterer Schutzmaßnahmen. Einrichtungen des Kinderschutzes nehmen Kinder als Mitbetroffene der Gewalt in den Blick und sorgen für deren Entlastung. Idealerweise ergänzen spezialisierte Angebote für Gewalttätige die staatliche Intervention. In Trainings erlernen gewaltaffine Menschen einen neuen Umgang mit Gefühlen der Wut und Hilflosigkeit.

Dieses Zusammenspiel von polizeilichem Handeln und psycho-sozialer Unterstützung ist die zentrale Errungenschaft der vergangenen 20 Jahre im Kampf gegen häusliche Gewalt. Regionale Bündnisse beteiligter Institutionen und Einrichtungen stimmen ihre Interventionen aufeinander ab. Die Verantwortung des Staates, zum Schutz von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern vor Gewalt im privaten Kontext wirkungsvoll zu sorgen, verkörpert sich in diesen Bündnissen.

Die im Februar dieses Jahres in Kraft getretene Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt zeigt nun auf, woran Politik und Praxis künftig zu arbeiten haben. Die Konvention verlangt vielfältige Maßnahmen in den Bereichen Prävention, Intervention und Schutz und stellt Kooperationsbündnisse vor neue Aufgaben.

Dieses Symposium widmet sich den Handlungsfeldern der Konvention, dem besonderen Bedarf an Schutz und Hilfe in Baden-Württemberg und dem Aufbau und Gelingen interdisziplinärer Kooperationen. Es richtet sich an Akteurinnen und Akteure der involvierten Professionen sowie an die Koordinierungsstellen.

Die Veranstaltung wird fotografisch begleitet. Mit der Anmeldung erklären Sie sich einverstanden, dass Sie ggf. auf Fotos zu sehen sind, die möglicherweise veröffentlicht werden. Sollten Sie nicht damit einverstanden sein, bitte an der Anmeldung vor Ort Bescheid geben.

Veranstaltungsort

Hospitalhof Stuttgart | Evangelisches Bildungszentrum

Büchsenstraße 33 | 70174 Stuttgart

www.hospitalhof.de/service/anfahrt/

 

 

Organisation

Der Paritätische Baden - Württemberg

www.paritaet-bw.de

 

 

Referent/in

Dr. Monika Schröttle: Vertretungsprofessorin TU Dortmund, Leitung der Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte am Institut für empirische Soziologie der Universität Nürnberg - Erlangen

Prof. Dr. Barbara Kavemann: SoFFI F Berlin (Sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen FIVE), Honorarprofessorin Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin

Prof. Dr. Ute Koch: DHBW Stuttgart

Prof. Dr. Thomas Meyer: DHBW Stuttgart

Daniel Rayment-Briggs M.A.: Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart

 

 

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