Veranstaltungen, Veranstaltungen des Landesverbands
Termin: 28.03.2019 (Kursnr.: 01280319)

Fachtag der Fachgruppen „Stationäre und teilstationäre Altenhilfe“ und „Ambulante sozialpflegerische Dienste “ am 28.03.2019 in Karlsruhe

09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Anmeldeschluss: 01.03.2019
kostenfrei
Zielgruppe:
Fachgruppenmitglieder des Bereichs Ältere Menschen und Pflege - Pflegedienstleitung - verantwortliche Pflegefachkräfte - Leitungskräfte
Veranstaltungsort

Residenz Rüppurr
Erlenweg 2
76199 Karlsruhe

Organisation

Herr Uhl / Herr Hohm

Referent/in

Schwerpunktthema des Fachtages am 28.03.2019 in Karlsruhe

Implementierung der neuen Instrumente zur indikatorengestützten Qualitätsbeurteilung und Qualitätsdarstellung

Das Pflegestärkungsgesetz II sieht die Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von stationären Pflegeeinrichtungen erbracht werden, sowie für die Qualitätsberichterstattung vor. Den Auftrag für die wissenschaftliche Erarbeitung dieser Instrumente haben das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und das aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen – in Göttingen erhalten. Diese haben mit ihrem Abschlussbericht "Entwicklung der Instrumente und Verfahren für Qualitätsprüfungen nach §§ 114 ff. SGB XI und die Qualitätsdarstellung nach § 115 Abs. 1a SGB XI in der stationären Pflege" vom 03.09.2018 konkrete Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet.
Eine wesentliche Neuerung für die Einrichtungen liegt in der Verzahnung der Erhebung der Indikatoren mit dem internen Qualitätsmanagement und das die Plausibilität der Ergebnisse durch eine externe Qualitätsprüfung überprüft wird. Konkret werden in der Pflegeeinrichtung mit einem standardisierten Erhebungsinstrument qualitätsgesichert Daten über alle Bewohner erhoben (zweimal im Jahr) und an eine externe Datenauswertungsstelle (DAS) gesendet. Die DAS führt bereits eine erste statistische Plausibilitätsprüfung der Daten durch und berechnet die Qualitätsindikatoren. Anschließend werden die Ergebnisse an die Einrichtungen zurück übermittelt, die auf Basis dieser Ergebnisse gegebenenfalls bereits einen Verbesserungsprozess einleiten können, bevor die "MDK-Prüfung" stattfindet. Diese "MDK Prüfung" wird auch weiterhin darüber hinausgehende Qualitätsaspekte prüfen.

Die Einführung und Umsetzung des neuen Systems der indikatorengestützten Qualitätsbeurteilung und der Qualitätsdarstellung wird sowohl für die vollstationären Pflegeeinrichtungen als auch für die Prüfinstanzen eine Neujustierung bedeuten. Ziel des Fachtages am 28.03.2019 ist die Information und Erläuterung der Veränderungen und das Aufzeigen der notwendigen damit verbundenen Umsetzungsschritte/Entwicklungsschritte. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Implementierung der neuen Instrumente in die Einrichtungs- und Prüfpraxis gerichtet.

Inhalte

  •  System der indikatorengestützten Qualitätsbeurteilung und Qualitätsdarstellung
  •  Implementierung der neuen Instrumente in die Einrichtungs- und Prüfpraxis
  •  Implementierungsstrategie
  •  Ausblick für die ambulante pflegerische Versorgung
  •  Neue QPR und die „neue“ Rolle des MDK im Rahmen der externen Qualitätsprüfung
  •  Zukünftige Prüfpraxis des MDK
  •  Verzahnung des internen Qualitätsmanagements mit der externen Qualitätsprüfung
  •  Bedeutung Fachgespräches

 Ermittlung von Grundlagen einer Vergütungsverhandlungen gem. § 89 SGB XI – Einzel- und Kollektivverhandlung

Im Mittelpunkt steht die Erörterung einer umfassenden Grundlagenermittlung zur Realisierung von Vergütungen gem. § 89 SGB XI für ambulante Pflegeleistungen in Baden-Württemberg. Das Ziel besteht darin, Daten zu

•    Strukturen der Leistungserbringung,
•    zu Auftreten (Quantitäten) von pflegerischen (ambulanten) Leistungen
      und Pflegezeiten,
•    Gesamteinsatz- und Wegezeiten sowie zu Dokumentationszeiten

für Verhandlungen zu erfassen und zugänglich zu machen.
Insbesondere sollten folgende Überlegungen zur Verhandlungsvorbereitung Berücksichtigung finden:

1.    Leistungsbewertung unter Heranziehung der vertraglichen
       Grundlagen gem. § 89 SGB XI,
2.    die gleichzeitige Erbringung von Leistungen nach SGB V
       (Häusliche Krankenpflege) und SGB XI- Leistungen,
3.    tatsächlicher zeitlichen Aufwand für die einzelnen,
       qualitätsgesicherten ambulanten Pflegeleistungen,
4.    Leistungskombination sowohl in Bezug auf die Einzelleistung als
       auch auf die in einem Einsatz erbrachten Leistungen der Häuslichen
       Krankenpflege,
5.    tatsächlichen Wegezeiten,
6.    administrativen Aufwandes (Planung, Koordination, Dokumentation,
       Abrechnung),
7.    Struktur, der Größe und des Kostenprofils der beteiligten
       Pflegedienste und
8.    Erhebung und Bewertung der Wirtschaftlichkeit und der Qualität.
9.    U.a..

Weitere Informationen zum Fachtag


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