Teilhabe schaffen - Soziale Landschaft im Umbruch

Drängende gesellschaftliche Fragen verlangen nach Antworten: Demographischer Wandel und Fachkräftemangel auf der einen Seite, immer mehr Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit, Pflege- oder Assistenzbedürftigkeit Hilfen brauchen, auf der anderen, verlangen danach, „das Soziale“ neu zu organisieren. Denn die im Privaten geleistete Pflege- und Sorgearbeit stößt an ihre Grenzen und ist dabei im Wesentlichen noch immer Aufgabe von Frauen. Außerdem formulieren immer mehr Menschen ihren Anspruch an ein selbst bestimmtes Leben bis ins hohe Alter. Wie lassen sich Ansätze der Sozialraumorientierung, der Quartiersentwicklung und der Inklusion zu einer Gesamtstrategie verbinden?

Sozialraumorientierung gibt nicht die Antwort auf alle gesellschaftlichen und sozialpolitischen Fragen, aber sie kann wichtige Beiträge dazu liefern – in jedem Quartier liegen Potenziale und Schätze verborgen, die es noch zu heben gilt. Alle Menschen im Quartier sollen selbstbestimmt leben können und dafür die Unterstützung finden, die sie brauchen. Dazu müssen im Quartier neue und finanzierbare Unterstützungsformen entstehen. Dabei geht es um den Mix aus Selbsthilfe, bürgerschaftlichem Engagement und Nachbarschaftshilfe, technikbasierten Lösungen sowie professioneller Unterstützung.

Wie kann das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und der lokalen Ökonomie – zum Vorteil aller Beteiligten gefördert werden? Welche „Linien“ von Verwaltung, Politik und Dienstleister*innen müssen im Sinne der Zielgruppen konsequent überschritten werden? Mit diesem Fachtag wollen wir Anregungen und Impulse liefern, wie die Eingliederungshilfe, neue Pflege und die soziale Arbeit insgesamt sich weiterentwickeln können.

Fachtag "Teilhabe schaffen"