Insgesamt ist ein zunehmender Bedarf für Partizipation und politische Mitgestaltung erkennbar. Bürgerinnen und Bürger haben die Organisationsform der Genossenschaft auch für originär zivilgesellschaftliche Aktivitäten wiederentdeckt und wollen damit durch wirtschaftliche Aktivität Gesellschaft und Gemeinwesen gestalten. Oft entstehen neue Genossenschaften aus lokalen bürgerschaftlichen Initiativen, aus bürgerschaftlichem Engagement für das soziale Umfeld, den Stadtteil, das Gemeinwesen. Es geht dabei um die Verknüpfung von Wohnung, Nachbarschaftshilfe, Kultur, Betreuung und Unterstützung im Quartier.
Der Kongress „Zukunftsmodell (Sozial-)Genossenschaften“ widmet sich diesem Themenfeld. Sozialgenossenschaften sind aufgrund der gleichberechtigten Mitgliedschaft strukturell geeignet, eine Plattform für neue Formen der Kooperation und Partizipation von Akteuren aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft zu bieten. Unter ihrem Dach können sich Bürgerschaft,
Selbsthilfe, Kommunen, Wohlfahrtsverbände, Vereine etc. zusammenfinden.
Der Kongress richtet sich an die Wohnungswirtschaft, die Sozialwirtschaft, Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung.