Unfallversicherung über die Selbsthilfeorganisation

Gesetzliche Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung, geregelt im Siebten Buch des Sozialgesetzbuches (SGB VII), ist auf dem Prinzip des Versicherungszwangs aufgebaut. Alle in § 2 SGB VII genannten Personengruppen genießen automatisch den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz bei Arbeitsunfällen - also Unfällen bei Ausübung der versicherten Tätigkeit, wozu auch das Zurücklegen des Weges nach und von dem Ort der Tätigkeit gehört (früher als „Wegeunfall“ bezeichnet), und bei Berufskrankheiten.

Der zuständige Unfallversicherungsträger, in der Selbsthilfe insbesondere die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), gewährt Leistungen nur bei Körperverletzung oder Tötung, oder bei Beschädigung eines Körperersatzstückes oder eines orthopädischen anderen Hilfsmittels. Die Leistungen umfassen insbesondere Heilbehandlung, Leistungen zur Teilhabe und Entschädigung durch Geldleistung. Es besteht kein Anspruch auf Ersatz von Sachschäden im Zusammenhang mit dem Unfall (z.B. an Kleidung, Handy, Fahrrad etc.) oder auf Schmerzensgeld.

Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung in der Selbsthilfe erhält man bei:

       Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
       Hauptverwaltung
       Pappelallee 35/37
       22089 Hamburg
       Tel.: 040 / 2 02 07 - 0
       www.bgw-online.de

Beitragspflichtig ist allein die Selbsthilfeorganisation, die den Beginn einer Tätigkeit mit versicherten Personen innerhalb einer Woche beim zuständigen Unfallversicherungsträger anzuzeigen hat. Eine gut verständliche Broschüre „Die gesetzliche Unfallversicherung“ findet sich im Internet unter www.unfallkassen.de. Außerdem gibt es von der BGW ein Informationsblatt zum Thema "Unfallversicherungsschutz". Sie finden es ebenfalls im Internet - und zwar auf der Seite:

www.gesundheitstreffpunkt-mannheim.de/fileadmin/inhalte/pdf/Ehrenamt_bgw.pdf