Wichtig beim Abschluss einer Versicherung

Beim Abschluss einer entsprechenden Vereins- oder Betriebshaftpflichtversicherung sind folgende Punkte besonders zu beachten:

1. Je nach Tätigkeiten der Selbsthilfeorganisation muss sich der Geltungsbereich der Versicherung auch auf das Ausland erstrecken. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sehen lediglich den Versicherungsschutz für im Inland vorkommende Schadensereignisse vor.

2. Das versicherte Risiko muss sämtliche regelmäßige Tätigkeiten und Aktivitäten der Selbsthilfeorganisation umfassen. Diese sind dem Versicherungsunternehmen anzugeben, damit die Versicherungsprämie individuell berechnet werden kann. Außergewöhnliche Maßnahmen müssen erforderlichenfalls gesondert versichert werden. Änderungen bei den regelmäßigen Tätigkeiten und Aktivitäten, wie z.B. eine Erweiterung des Aufgabenbereichs, sind dem Versicherungsunternehmen rechtzeitig mitzuteilen, damit die Haftpflichtversicherung bedarfsgerecht angepasst werden kann.

3. Als versicherte Schäden gelten stets die Personen- und die Sachschäden. Ein bloßer Vermögensschaden des geschädigten Dritten kann auf besonderen Antrag zusätzlich versichert werden.

4. Es sind ausreichende Deckungssummen zu vereinbaren. Die gesetzliche Schadensersatzpflicht ist der Höhe nach unbegrenzt. Daher sollten die Versicherungssummen (Deckungssummen) zukunftsorientiert gewählt werden, da sie beispielsweise bei einem Personenschaden ausreichen müssen, künftige Unterhalts- und Versorgungsansprüche auch in 10, 20 oder 30 Jahren zu decken.

5. Die Versicherung muss für alle Mitarbeiter - auch die ehrenamtlichen - gelten. Dann werden keine separaten Berufshaftpflichtversicherungen benötigt.