Wo ist der Unterschied zur Spende?

Unterschied zwischen Spende und Sponsoring

Spenden sind im steuerlichen Sinne „Ausgaben“ zur Förderung bestimmter steuerbegünstigter Zwecke. Der Begriff der Spende umfasst nur freiwillige und unentgeltliche Zuwendungen. "Freiwillig" bedeutet dabei, dass der Spender weder rechtlich (z. B. aufgrund eines Vertrages) noch aus anderen Gründen (z. B. Druck des Leistungsempfängers) zur Leistung verpflichtet ist.

Dabei stellen Aufnahmegebühren und Mitgliedsbeiträge keine Spenden dar, da diese nicht freiwillig erfolgen, sondern Voraussetzungen für die Mitgliedschaft im Verein sind. Unerheblich ist auch, dass der Geldgeber mit der Spende einen gewissen geschäftlichen oder privaten Nebenzweck mitverfolgt, oder dass er aus Prestigegründen oder aus geschäftlichen Gründen leistet.

"Unentgeltlich" bedeutet, dass der Spender keine Gegenleistung für seine Zuwendung erhält. Die Spende darf keinen Entgeltcharakter haben - auch nicht teilweise. Dazu gehört NICHT der Verkauf von Eintrittskarten für eine Benefizgala, selbst wenn der Eintrittsbetrag ersichtlich den Charakter einer gemischten Schenkung hat.

Die Finanzverwaltung erlaubt kein Auseinanderrechnen von Eintrittspreis und Zuwendung, sondern behandelt den Vorgang als Einheit mit der Folge, dass eine Spende auch für den "unentgeltlichen" Teil der Zahlung ausscheidet. Ebenso verhält es sich bei Wohlfahrtsmarken.

Aus dem Merkmal der „Unentgeltlichkeit“ folgt, dass Einnahmen aus Sponsoring regelmäßig keine Spenden sind, denn der Sponsor erwartet üblicherweise eine konkrete Gegenleistung, die im Sponsorvertrag auch entsprechend vereinbart wird. Man denke etwa an den Fall, dass ein Autohersteller einer karitativen Einrichtung Spezialfahrzeuge zum Behindertentransport überlässt, und die Fahrzeuge mit entsprechenden Werbeaufschriften versieht. Hier verpflichtet sich die karitative Einrichtung, durch den Einsatz der Fahrzeuge im Rahmen ihrer satzungsmäßigen Tätigkeit indirekt an der Imagekampagne mitzuwirken. Es wird also eine bestimmte Gegenleistung vereinbart, und damit die Zuwendung aus Sicht des Leistenden nicht mehr unentgeltlich.

(Aus: Merkblatt zum Sponsoring)