Leitsätze der Selbsthilfe

Die Arbeit der Selbsthilfegruppen und Verbände wird auch im Gesundheitsbereich immer wichtiger. Neben der professionellen medizinischen Versorgung hilft sie den Betroffenen, ihre Lebensqualität zu verbessern, mehr Informationen über ihre Krankheit zu erhalten und nicht in der Isolation zu versinken. So ist die Selbsthilfe aus dem sozialen Miteinander einfach nicht mehr wegzudenken.

Dabei ist sie vor allem eines: sich und ihren Betroffenen verpflichtet. Doch im Alltag ist die Umsetzung dieses Grundsatzes nicht immer leicht. Wie geht man zum Beispiel damit um, wenn ein Patientenforum nur durch die finanzielle Unterstützung eines Unternehmens zustande kommt? Ist die Werbung von Herstellerfirmen in der verbandseigenen Zeitschrift oder auf der eigenen Homepage zulässig - auch wenn man vom Produkt überzeugt ist? Wie geht man beim Gruppentreffen mit solchen Fragen um? Und wie viel Kooperation mit Forschungseinrichtungen ist grundsätzlich zu empfehlen?

Um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu bewahren, haben die beiden Spitzenorganisationen der Selbsthilfe (die BAG Selbsthilfe und der PARITÄTISCHE Gesamtverband) gemeinsam einige Leitsätze formuliert. Sie sollen die Kooperationen mit Personen des privaten und öffentlichen Rechts, Organisationen und Wirtschaftsunternehmen erleichtern. Die Leitsätze gelten dabei nicht nur für die BAG Selbsthilfe und den PARITÄTISCHEN Gesamtverband, sondern auch für Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich dieser "freiwilligen Selbstverpflichtung" angeschlossen haben.

Mit dem Thema Transparenz befasst sich eine Datenbank des Nachrichtenmagazins Spiegel. Aufgelistet sind Spenden, mit denen Pharma-Unternehmen Patienten-Organisationen unterstützten.

Auf den folgenden Seiten haben wir die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.