Projekt- & Pauschalförderung

Mit der kassenart-übergreifenden Förderung unterstützen die Krankenkassen (KK) in Baden-Württemberg gemeinsam und einheitlich die Selbsthilfekontaktstellen, die Landesverbände, die Landesorganisationen und die Selbsthilfegruppen vor Ort - und zwar pauschal (Pauschalförderung). Grundlage ist der Leitfaden zur Selbsthilfeförderung der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen vom 17. Juni 2013.

Dies beinhaltet Zuschüsse zur Informations- und Beratungstätigkeit wie

* regelmäßige Gruppentreffen
* Büroausstattung und Sachkosten für PC, Drucker etc.
* Fortbildungen und Schulungen, die auf die Befähigung zur Verbandsarbeit abzielen
* Durchführungen von Gremiensitzungen gemäß Satzung
* regelmäßig erscheinende Verbands-Zeitschriften und Flyer und deren Verteilung
* Pflege des Internetauftritts

Neben dieser Pauschalförderung gibt es auch die "reine" Projektförderung, die dann allerdings krankenkassen-individuell durchgeführt wird, und gesondert zu beantragen ist.

Die Projektförderung erstreckt sich auf die zeitlich begrenzte Förderung einzelner, inhaltlich abgegrenzter Vorhaben wie

* Veranstaltungen
* Krankheitsbezogene Seminare
* Veröffentlichung neuer Broschüren und Bücher

Grundlage für eine Förderung durch die Krankenkassen ist, dass die Selbsthilfegruppe, bzw. -organisation, von den Krankenkassen als förderungswürdig anerkannt worden ist. Darunter fallen z.B. Selbsthilfegruppen, deren Aktivitäten der gemeinsamen Bewältigung von Krankheiten und/oder psychischen Problemen dienen, von denen die Mitglieder selbst oder als Angehörige betroffen sind. Unter anderem müssen eine kontinuierliche Gruppenarbeit und die regelmäßige Teilnahme der Mitglieder gewährleistet sein.

Außerdem muss eine überprüfbare Kassenführung und die Betreuung der angeschlossenen Selbsthilfegruppen nachweisbar sein.

Die folgenden Krankenkassenverbände und Krankenkassen in Baden-Württemberg haben eine "ARGE GKV-Gemeinschaftsförderung Selbsthilfe Baden-Württemberg" gegründet, die anhand dieser Angaben über die Förderungswürdigkeit der Gruppen entscheidet:

* AOK Baden-Württemberg
* Landesverband der Betriebskrankenkassen Baden-Württemberg
* IKK Baden-Württemberg und Hessen
* LKK Baden-Württemberg
* Knappschaft, Verwaltungsstelle München
* vdek-Landesvertretung Baden-Württemberg

Die Pauschalförderung erfolgt dabei kalenderjährlich in einer Förderrunde (Abgabe des Antrags bis 31. März d.J.)

Anträge sollten dazu schriftlich bei der AOK Baden-Württemberg eingereicht werden.
Die Anschrift lautet:
AOK Baden-Württemberg
Tamara Schaile
Presselstraße 19
70191 Stuttgart
Tel.: 0711- 2593-7734
tamara.schaile@bw.aok.de

Die Förderung soll bedarfsgerecht erfolgen und wird von den Krankenkassen, bzw. -verbänden, anteilig entsprechend ihrer Versichertenzahl nach dem Wohnortprinzip aufgebracht. Die Höhe der zu vergebenden Fördermittel wird dabei vom Förderbudget eines Kalenderjahres und der Anzahl der Förderanträge bestimmt.

Bei der kassen-individuellen Projektförderung gibt es keine Antragsfristen. Es muss sich jedoch auch hier um Aktivitäten handeln, die mit § 20c SGB V und den einheitlichen Grundsätzen des GKV-Spitzenverbandes in Einklang stehen. Dazu gehören z.B. eine Veranstaltung wie ein Patientenforum, ein neuer Flyer, ein besonderes Kursangebot, eine Ausstellung oder ein Workshop für die ganze Gruppe.

Bei der Projektförderung entscheidet die Krankenkasse, bei der die Unterstützung beantragt wird, über die Bewilligung und deren jeweilige Höhe. Anträge müssen dazu bei der Krankenkasse Ihrer Wahl gestellt werden. Empfehlenswert ist dabei, sich vorab bei den Kassen über deren Schwerpunktsetzung zu informieren.

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