Eigenes Konto - wozu?

Viele von Ihnen kennen das vielleicht: Gerade hat man sich dazu entschlossen, eine eigene Selbsthilfegruppe zu gründen. Die interessierten Gruppenmitglieder sind anwesend. Man spricht über die Ziele der Gruppe, über ihre Aufgaben, die Wünsche der Mitglieder - und zwangsläufig auch über den Mitgliedsbeitrag und die Höhe der zu erwartenden Fördergelder.

Schnell steht die Frage im Raum, auf welches Konto der kommende Geldsegen eigentlich überwiesen werden soll. Und natürlich auch, welches Mitglied das Konto verwalten wird. Auf diese Frage hat die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen (DAG SHG e.V.) ein Positionspapier verfasst.

Es ist unter www.dag-selbsthilfegruppen.de/site/data/NEU/NAKOS/Selbsthilfefoerderung/DAGSHG_Positionspapier_SHG-Konto2010.pdf abrufbar.

Grundsätzlich aber gilt:

"Seit dem 01.01.2010 benötigen Selbsthilfegruppen im Gesundheitsbereich für die Beantragung von Fördermitteln bei den gesetzlichen Krankenkassen ein eigenes Konto. Fördermittel dürfen nur noch auf ein für die Zwecke der Selbsthilfegruppe separates Konto überwiesen werden.

Für Gruppen, die ohnehin ein eingetragener Verein (e.V.) sind, ist die Forderung nach einem eigenen Bankkonto kein Problem. Sie gehen zu einer Bank oder Sparkasse, verhandeln dort über die möglichen Konditionen und eröffnen mit den notwendigen Unterlagen ein Konto. Ist die Selbsthilfegruppe jedoch nicht rechtsfähig organisiert, wird sie als Gruppe kein Bankkonto eröffnen können. Mehrere gesetzliche Bestimmungen, die nicht ohne Weiteres mit der Organisationsform „Selbsthilfegruppe“ und dem Selbstverständnis von Selbsthilfegruppen kompatibel sind, stehen dem entgegen" (NAKOS).

Weitere Informationen unter:

www.nakos.de/site/grundlagen-und-erfahrungen/rahmenbedingungen/bankkonto/