Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg als sozialer Dachverband für freie gemeinnützige soziale Organisationen und seine örtlichen Repräsentantinnen und Repräsentanten beteiligen sich konstruktiv, kreativ und innovativ an der Mitgestaltung einer sozialen Politik in den Stadt- und Landkreisen. Der Orientierungsrahmen mit zehn Leitlinien steht für eine nachhaltige Jugend-, Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik in den Stadt- und Landkreisen, in den Städten und Gemeinden. Vor dem Hintergrund der inhaltlichen und interessenbedingten großen Vielfalt der paritätischen Mitgliedsorganisationen haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, die Thematisierung komplexer, handlungsfeldspezifischer Fragestellungen zu vermeiden.

 

Ausdrücklich sei an dieser Stelle auf das mit der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung besonders bedeutsam gewordene Querschnittsthema Inklusion hingewiesen, auf das in allen Leitlinien eingegangen wird. Ebenso übergreifende Relevanz haben die beiden Querschnittsthemen „Geschlechtergerechtigkeit“ und „Interkulturelle Öffnung“. Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg misst der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas Inklusion und damit dessen proaktiver Umsetzung einen außerordentlichen Stellenwert bei. Die Umsetzung ist gleichwohl eine gesellschaftliche Gemeinschaftsleistung, die neben der sozialpolitischen Rahmensetzung, der veränderungsbereiten Haltung der Akteure und der „Probierfreude“ der Bürgerinnen und Bürger auch die angemessene Ausstattung mit Ressourcen voraussetzt.

 

Mitgestalten wollen bedeutet für die soziale Arbeit vor Ort, sich bei der Ausrichtung kommunaler Haushalte zu positionieren, mit den Entscheidern darum zu ringen, wie Prioritäten im Gemeinwesen zu setzen sind, sich an diesem Prozess der Umstrukturierung zu beteiligen, durch Qualität, Kompetenz und Verantwortung zu überzeugen und sich zu behaupten. Eine soziale Stadt, eine Gemeinde bzw. ein Quartier wird auch zukünftig ein unschätzbarer Standortfaktor sein. Niemand will wirklich ein weiteres Auseinanderdriften der Gesellschaft. Für die richtige Strategie zu einer integrierenden Stadt und Gemeinde braucht es öffentliche Debatten, in die wir uns einbringen wollen.