3. Die Genossenschaft im Vergleich mit anderen Rechtsformen
Genossenschaften sind eine Wirtschafts- und Unternehmensform, in denen die Mitglieder im
Mittelpunkt stehen. Im Genossenschaftsgesetzes (GenG) heißt es: Die Genossenschaft ist ein
Zusammenschluss von natürlichen und juristischen Personen (mindestens drei Mitglieder), die
sich gemeinsam unternehmerisch, sozial oder kulturell betätigen. Die Unternehmensform der
Genossenschaft ist die einzige Rechtsform, der vom Gesetzgeber ein Zweck zugeordnet wird –
das bereits erwähnte Identitätsprinzip. Die Mitglieder einer Genossenschaft sind gleichzeitig
Entscheidungsträger, Geschäftspartner und Kapitalgeber. So ist eine starke Bindung zum Unternehmen
gewährleistet.
Grundsätzlich kommt die Genossenschaft der Situation von Menschen entgegen, die kleinere
Finanzierungsbeiträge investieren möchten. Sie ist geeignet für Großgruppen, im Gegensatz zur
GmbH, denn auch viele kleine Finanzierungsanteile können für eine Gründung zusammengetragen
werden. Sie ist ideal für Menschen, die relativ gleichberechtigt wirtschaftlich tätig werden
wollen. Im sozialen Sektor ist die Genossenschaft besonders dann relevant, wenn Eigenkapital
zum Beispiel für Investitionen benötigt wird oder wenn diese zweckgebunden zur Zielsetzung
der Genossenschaft rückgeführt

Da nicht alle genossenschaftlich agierenden Organisationsformen als eingetragene Genossenschaft
die vom Gesetzgeber gestellte Rechtsform wählen, soll an dieser Stelle ein kurzer Überblick
in Form eines Vergleichs gegeben werden, um die Vorteile der Genossenschaft in Abgrenzung
zu anderen Rechtsformen aufzuzeigen.