20.02.2019

Paritätischer Wohlfahrtsverband in der Ortenau formiert sich neu

Im Kreisverband Ortenau des Paritätischen sind 56 soziale Einrichtungen Mitglied. Sie
werden sowohl auf Gemeinde- und Kreisebene wie auch im Landesverband Baden-
Württemberg durch den Kreisverband vertreten. Der Kreisverband hat sich in den letzten
zwei Jahren neu strukturiert und wählte diese Woche auf seiner Mitgliederversammlung in
der Waldorfschule in Offenburg einen neuen, erweiterten Vorstand.

Der bisherige und wiedergewählte Vorsitzende Christoph Jopen fasste zusammen: „Wir sind
für die zukünftigen Herausforderungen in der sozialen Arbeit in der Ortenau gut gerüstet
und ich freue mich, dass neue Mitglieder unseren Kreisvorstand noch schlagkräftiger
machen.“

Der Paritätische als konfessionell und politisch ungebundener Verband bietet seinen
Mitgliedern in ihrer Arbeit Unterstützung, Information und Vernetzung. Gerade für kleinere
soziale Initiativen ist diese Hilfestellung vor Ort und aus Stuttgart wichtig und oft
unerlässlich. Aber auch große Träger, wie z.B. die Lebenshilfe, der ASB, der VdK oder die
Afög bringen sich mit ihrer Expertise in den Paritätischen ein.


Kein anderer Wohlfahrtsverband weist in seiner Mitgliedschaft eine derartige Breite und
Vielfalt auf. Nahezu für alle Lebenslagen gibt es im Paritätischen Einrichtungen und
Experten. Gleichzeitig ist dies für die Arbeit des Kreisverbandes auch eine große
Herausforderung. Darum hat sich der Kreisverband in den letzten zwei Jahren neu in sechs
Fachgruppen strukturiert, in denen jeweils ein Mitglied die Arbeit koordiniert.

Fachgruppen befassen sich mit den Lebenslagen der Menschen in allen Altersgruppen.
Familien, Bildung und Migration sind ebenso im Blick, wie das große Thema Arbeit,
insbesondere bei Benachteiligten und Menschen mit Behinderung. Bürgerschaftliches
Engagement und Selbsthilfe sind weitere Themen einer Fachgruppe und nicht zuletzt
Einrichtungen der Existenzsicherung und Kriseninvention arbeiten in einer Fachgruppe
zusammen.

Unterstützt werden die Mitglieder, der Kreisvorstand und die Fachgruppen durch eine
Servicestelle, die freundlicherweise bei der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch eingerichtet
werden konnte. Den dortigen Mitarbeiterinnen Ute Vetter und Regina Meyer wurde in
besonderer Weise gedankt.

Zukünftig, so hat es der Paritätische auf Landesebene im letzten Jahr beschlossen, soll neben
der Arbeit auf Kreisebene auch die regionale Zusammenarbeit vertieft werden. Die
Kreismitgliederversammlung beauftragte deshalb den Vorstand, mit anderen
Kreisverbänden in Südbaden eine Vereinbarung zur Gründung eines Regionalverbundes
Südbaden anzustreben. Dabei soll aber sichergestellt werden, dass die Strukturen im
Kreisverband Ortenau weiterhin funktionieren.

Der Vorstand ermunterte die Mitglieder zum Jahrestthema “Ortenau: Einfach und
Barrierefrei” weitere Projekte zu entwickeln, die durch den Kreisverband auch finanziell
unterstützt werden können. Beispielhaft wurde auf das Patenschaftsprojekt des
Kinderschutzbundes verwiesen, der bei der Gewinnung neuer Paten für Familien in Notlage,
unterstützt wurde.

Vor den Vorstandswahlen wurde Konrad Ritter vom Verein “Leben mit Behinderung” in
besonderer Weise für seine 35-jährige Arbeit im Kreisverband gedankt. Er war der erste
Bezirksbeauftragte und auch der erste Kreisvorsitzende des DPWV und hat später die Arbeit
aller Nachfolger tatkräftig unterstützt. Christoph Jopen bezeichnete Konrad Ritter als ein
“Urgestein” der sozialen Arbeit in der Ortenau. Ihm folgt der heutige Geschäftsführer von
“Leben mit Behinderung” Wolfgang Dürr im zukünftigen Kreisvorstand.

Auch neu im Vorstand wird Petra Junker aus Ortenberg von der Selbsthilfegruppe der
Schlaganfallbetroffenen mitwirken wie auch Hermann Gilsbach aus Lahr von der dortigen
Jugend- und Drogenberatungsstelle. Die weiteren Vorstandsmitglieder Daniel Drancourt
(Jugendberufshilfe) Achim Feyhl (Lebenshilfe), Wolfgang Meyer-Buerdorf (Waldorfschule)
Astrid Müller (Paritätische Schulen Hausach) kandidierten erneut und wurden allesamt
wieder gewählt.

Christoph Jopen fasste am Ende zusammen: “Die Ortenau kann sich über ein eng geknüpftes
soziales Netzwerk glücklich schätzen und die Zusammenarbeit mit den Kommunen und
insbesondere mit dem Ortenaukreis als wichtigem Geldgeber ist fair und immer konstruktiv.
Trotzdem benötigen weiterhin viele Menschen die solidarische Unterstützung der starken
Schultern. Genau dazu wird der Paritätische und seine Mitglieder in den kommenden Jahren
ihren Beitrag leisten.”


Verantwortlich: Dr. Christoph Jopen, Christoph.jopen@t-online.de