Referat Mädchen

Mädchenqualifizierung 2020

Die Fortbildungsreihe „Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft“ umfasst drei Fortbildungsmodule, die sich jeweils mit ausgewählten mädchen*spezifischen Themen rund um das Thema Beziehungs(gestaltung) und Rolleninszenierung beschäftigen. Sie richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Mädchen und jungen Frauen arbeiten.

Beziehungen sind für junge Menschen von großer Bedeutung. Beziehungen und/oder Partner*innenschaft können Mädchen* Raum für Entfaltung oder Freiheit bieten. Gleichzeitig können Mädchen* in Beziehungen auch von Gewalt betroffen sein, oder sie wünschen sich Unterstützung in einer für sie positiven Beziehungsgestaltung.
Beziehungen und deren Ausgestaltung sind auch immer geprägt von (gesellschaftlichen) Rollenbildern, Stereotypen und Erwartungen. Daher müssen auch Rolleninszenierungen von Mädchen* und gesellschaftliche Erwartungen an Mädchen* mitbedacht werden.

Alle drei Module bieten den Teilnehmenden sowohl theoretischen Input als auch Bezug zur pädagogischen Praxis. So werden jeweils Praxisbeispiele und Methoden mit einfließen. Die Fortbildungsmodule können unabhängig voneinander und einzeln gebucht werden.

Die Mädchenqualifizierung stellt ein Angebot des PARITÄTISCHEN in Kooperation mit der LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg dar.

Modul 1: Love is in the air?! Über die Bedeutung von Beziehungsgestaltung und Rolleninszenierung für Mädchen* und junge Frauen*

Pluralisierung, Individualisierung und Medialisierung prägen das Aufwachsen von Mädchen* und jungen Frauen*. Entgegen aller Angleichungstendenzen in Richtung gesellschaftlicher Gleichberechtigung nehmen sich Mädchen* im Kontext von Beziehungsgestaltung mit ihren eigene Wünschen und Bedürfnissen häufig zurück. Die Entwicklung und das Einstehen für eigene – auch sexuelle – Gestaltungsideen stellen hierbei eine besondere Herausforderung dar.

Zentrale Aufgabe in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* ist es, sie in der Entwicklung ihrer eigenständigen Identität zu bestärken. Im Rahmen der Fortbildung werden daher zunächst spezifische Lebenslagen von Mädchen* und jungen Frauen* skizziert. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die vielfältigen gesellschaftlichen und individuellen Aspekte des Themas Beziehungsgestaltung sowie mediale und reale Vorbilder gelegt.

Da die Voraussetzung für eine gelingende Arbeit mit Mädchen* eine kontinuierliche Selbstreflexion ist, wird in der Fortbildung auch hierfür Raum gegeben. Darauf aufbauend wollen wir uns praxisorientiert mit möglichen pädagogischen Antworten auseinandersetzen. Konkrete Methoden werden vorgestellt und erprobt.

Zusatzinformationen:

  • Modul 1 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 2 und Modul 3 besucht werden.
  • Als Referentin ist Julia Hirschmüller geladen. Frau Hirschmüller ist Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Psychodrama-Therapeutin, Mitarbeiterin im Mädchengesundheitsladen Stuttgart, einer geschlechtsbezogenen Beratungsstelle für Mädchen* in den Bereichen Gesundheitsförderung, sexuelle Bildung, Sucht- und Gewaltprävention.
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Modul 1: Love is in the air?! Über die Bedeutung von Beziehungsgestaltung und Rolleninszenierung für Mädchen* und junge Frauen*

Pluralisierung, Individualisierung und Medialisierung prägen das Aufwachsen von Mädchen* und jungen Frauen*. Entgegen aller Angleichungstendenzen in Richtung gesellschaftlicher Gleichberechtigung nehmen sich Mädchen* im Kontext von Beziehungsgestaltung mit ihren eigene Wünschen und Bedürfnissen häufig zurück. Die Entwicklung und das Einstehen für eigene – auch sexuelle – Gestaltungsideen stellen hierbei eine besondere Herausforderung dar.

Zentrale Aufgabe in der pädagogischen Arbeit mit Mädchen* und jungen Frauen* ist es, sie in der Entwicklung ihrer eigenständigen Identität zu bestärken. Im Rahmen der Fortbildung werden daher zunächst spezifische Lebenslagen von Mädchen* und jungen Frauen* skizziert. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die vielfältigen gesellschaftlichen und individuellen Aspekte des Themas Beziehungsgestaltung sowie mediale und reale Vorbilder gelegt.

Da die Voraussetzung für eine gelingende Arbeit mit Mädchen* eine kontinuierliche Selbstreflexion ist, wird in der Fortbildung auch hierfür Raum gegeben. Darauf aufbauend wollen wir uns praxisorientiert mit möglichen pädagogischen Antworten auseinandersetzen. Konkrete Methoden werden vorgestellt und erprobt.

Zusatzinformationen:

  • Modul 1 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 2 und Modul 3 besucht werden.
  • Als Referentin ist Julia Hirschmüller geladen. Frau Hirschmüller ist Dipl. Sozialpädagogin (FH) und Psychodrama-Therapeutin, Mitarbeiterin im Mädchengesundheitsladen Stuttgart, einer geschlechtsbezogenen Beratungsstelle für Mädchen* in den Bereichen Gesundheitsförderung, sexuelle Bildung, Sucht- und Gewaltprävention.
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Modul 2: Empowerment auf Instagram: Mehr als 'goodvibesonly und #couplegoals!

Das Frauenbild der bekanntesten Influencer*innen auf Instagram entspricht dem der 50er-Jahre: heiraten, Kinder kriegen, immer perfekt aussehen. Dazu ein bisschen kochen oder basteln. So die Erkenntnisse der MaLisa-Studie von 2019.

Aber Social Media kann mehr!

Neben den bekannten, reichweitenstarken Influencer*innen finden sich auf Instagram zahlreiche Kanäle und kleine Communities, die sich für Female Empowerment und die LGBTQ-Community einsetzen, die alternative Beziehungsmodelle aufzeigen, diversere Körperbilder promoten oder sich gegen Sexismus stark machen: Kanäle, die Haltung zeigen und das eigene Selbstbewusstsein stärken können.

In der Fortbildung wollen wir die vorherrschenden Geschlechterrollen auf Instagram kritisch hinterfragen und die Potenziale von alternativen Influencer*innen aufzeigen. Dabei betrachten wir Phänomene wie Filterblasen, Toxic Positivity oder Body Neutrality genauer. Gemeinsam entwickeln wir Methoden zur aktiven Arbeit mit Mädchen*. Da die Nutzung von Social Networks für Mädchen* und junge Frauen* immer noch die Gefahr von Cyber-Grooming birgt, besprechen wir Maßnahmen, die sexuellen Übergriffen im digitalen Raum vorbeugen können.

Zusatzinformationen:

  • Modul 2 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 1 und Modul 3 besucht werden.
  • Als Referentin ist Katrin Weiser geladen. Frau Weiser ist Mediengestalterin, Medien- & Kommunikationswissenschaftlerin (B.A.), derzeit Master an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach E-Learning & Medienbildung, freiberufliche Grafikerin, Social Media Beraterin und medienpädagogische Referentin, Teil der Delta Frauen (einem Netzwerk für Frauen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropolregion Rhein-Neckar).
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Modul 2: Empowerment auf Instagram: Mehr als 'goodvibesonly und #couplegoals!

Das Frauenbild der bekanntesten Influencer*innen auf Instagram entspricht dem der 50er-Jahre: heiraten, Kinder kriegen, immer perfekt aussehen. Dazu ein bisschen kochen oder basteln. So die Erkenntnisse der MaLisa-Studie von 2019.

Aber Social Media kann mehr!

Neben den bekannten, reichweitenstarken Influencer*innen finden sich auf Instagram zahlreiche Kanäle und kleine Communities, die sich für Female Empowerment und die LGBTQ-Community einsetzen, die alternative Beziehungsmodelle aufzeigen, diversere Körperbilder promoten oder sich gegen Sexismus stark machen: Kanäle, die Haltung zeigen und das eigene Selbstbewusstsein stärken können.

In der Fortbildung wollen wir die vorherrschenden Geschlechterrollen auf Instagram kritisch hinterfragen und die Potenziale von alternativen Influencer*innen aufzeigen. Dabei betrachten wir Phänomene wie Filterblasen, Toxic Positivity oder Body Neutrality genauer. Gemeinsam entwickeln wir Methoden zur aktiven Arbeit mit Mädchen*. Da die Nutzung von Social Networks für Mädchen* und junge Frauen* immer noch die Gefahr von Cyber-Grooming birgt, besprechen wir Maßnahmen, die sexuellen Übergriffen im digitalen Raum vorbeugen können.

Zusatzinformationen:

  • Modul 2 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 1 und Modul 3 besucht werden.
  • Als Referentin ist Katrin Weiser geladen. Frau Weiser ist Mediengestalterin, Medien- & Kommunikationswissenschaftlerin (B.A.), derzeit Master an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Fach E-Learning & Medienbildung, freiberufliche Grafikerin, Social Media Beraterin und medienpädagogische Referentin, Teil der Delta Frauen (einem Netzwerk für Frauen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft der Metropolregion Rhein-Neckar).
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Modul 3: Herzklopfen- Beziehungen ohne Gewalt. Prävention von Gewalt in jugendlichen Liebesbeziehungen.

Verliebtsein, Schmetterlinge im Bauch, eine tolle Beziehung – welches Mädchen* wünscht sich das nicht? Leider sieht die Realität häufig weniger romantisch aus: viele Jugendliche erleben körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt schon in ihren ersten „Liebes“beziehungen.

Im Rahmen des ehemaligen EU-Projektes „Herzklopfen“ wurden Methoden für die präventive Arbeit zu diesem Thema entwickelt. Gemeinsam mit der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit „PfunzKerle“ führt die TIMA e.V. seit Jahren Workshops in Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen durch und schult Fachkräfte in der Anwendung der entwickelten Methoden.

Im Rahmen der "Herzklopfen"-Workshops werden folgende Themen bearbeitet:

  • Beziehungswünsche und -vorstellungen
  • Respektvolle Liebesbeziehungen – woran kann man diese erkennen?
  • Warnzeichen und Stopp-Signale für eine Gewaltbeziehung
  • Peer-Unterstützung: Wann greife ich als beste*r Freund*in ein, wann nicht?
  • Umgang mit Konflikten in Liebes- und Freundschaftsbeziehungen

Im Rahmen der Fortbildung werden die Teilnehmerinnen* einige der „Herzklopfen“-Praxismethoden miteinander ausprobieren und reflektieren. Sie lernen den Zuschnitt der Workshops und die damit verbundenen pädagogischen Herausforderungen kennen.

Zusatzinformationen:

  • Modul 3 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 1 und Modul 2 besucht werden.
  • Als Referentinnen sind Petra Sartingen und Lara Gebhardt-Brodbeck geladen. Frau Sartingen ist Diplompädagogin, Geschäftsführerin der Fachstelle mädchenstärkende Gewaltprävention der TIMA e.V. Tübingen, Gestaltberaterin und -pädagogin. Frau Gebhardt-Brodbeck ist B.A. Erziehungswissenschaft, Mitarbeiterin der Fachstelle mädchenstärkende Gewaltprävention der TIMA e.V. Tübingen
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Modul 3: Herzklopfen- Beziehungen ohne Gewalt. Prävention von Gewalt in jugendlichen Liebesbeziehungen.

Verliebtsein, Schmetterlinge im Bauch, eine tolle Beziehung – welches Mädchen* wünscht sich das nicht? Leider sieht die Realität häufig weniger romantisch aus: viele Jugendliche erleben körperliche, sexuelle oder psychische Gewalt schon in ihren ersten „Liebes“beziehungen.

Im Rahmen des ehemaligen EU-Projektes „Herzklopfen“ wurden Methoden für die präventive Arbeit zu diesem Thema entwickelt. Gemeinsam mit der Fachstelle Jungen- und Männerarbeit „PfunzKerle“ führt die TIMA e.V. seit Jahren Workshops in Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen durch und schult Fachkräfte in der Anwendung der entwickelten Methoden.

Im Rahmen der "Herzklopfen"-Workshops werden folgende Themen bearbeitet:

  • Beziehungswünsche und -vorstellungen
  • Respektvolle Liebesbeziehungen – woran kann man diese erkennen?
  • Warnzeichen und Stopp-Signale für eine Gewaltbeziehung
  • Peer-Unterstützung: Wann greife ich als beste*r Freund*in ein, wann nicht?
  • Umgang mit Konflikten in Liebes- und Freundschaftsbeziehungen

Im Rahmen der Fortbildung werden die Teilnehmerinnen* einige der „Herzklopfen“-Praxismethoden miteinander ausprobieren und reflektieren. Sie lernen den Zuschnitt der Workshops und die damit verbundenen pädagogischen Herausforderungen kennen.

Zusatzinformationen:

  • Modul 3 ist ein Teil der Fortbildungsbildungsreihe "Mädchen*, Rollenbilder, Beziehungen & Partner*innenschaft" und kann unabhängig von Modul 1 und Modul 2 besucht werden.
  • Als Referentinnen sind Petra Sartingen und Lara Gebhardt-Brodbeck geladen. Frau Sartingen ist Diplompädagogin, Geschäftsführerin der Fachstelle mädchenstärkende Gewaltprävention der TIMA e.V. Tübingen, Gestaltberaterin und -pädagogin. Frau Gebhardt-Brodbeck ist B.A. Erziehungswissenschaft, Mitarbeiterin der Fachstelle mädchenstärkende Gewaltprävention der TIMA e.V. Tübingen
  • Ihre Anmeldung ist erst nach dem Eingang der Teilnahmegebühr verbindlich. Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Teilnehmer*innen begrenzt ist.

Weitere Informationen zum Inhalt der Fortbildungsmodule erhalten Sie hier:

LAG Mädchen*politik Baden-Württemberg (Stuttgarter Str. 61, 70469 Stuttgart) > E-Mail: wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de > Tel.: 0711-806708-92

Ansprechperson

Wichtige Werkzeuge

Artikel merken