PARITÄTISCHER und ASB fordern bessere und einheitliche Bezahlung in Pflegeberufen

Pressemitteilung - geschrieben am Mittwoch, 8. Juli 2020 - 13:16

Junge Menschen finden den Pflegeberuf durchaus interessant. Vorbehalte gibt es bei der Bezahlung und den Aufstiegschancen. Das geht aus der aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums hervor. Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg und der Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg fordern eine angemessene einheitliche Bezahlung für alle Pflegeberufe. In der Altenpflege und Krankenpflege werde gleichwertige Arbeit geleistet, so die Verbände.

„Wir müssen die gestiegene Anerkennung nutzen, um die Attraktivität der Pflegeberufe durch eine angemessene Bezahlung zu erhöhen. Pflegekräfte haben eine hohe Arbeitsbelastung und tragen große Verantwortung bei einer im Vergleich geringen Entlohnung“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Auch müssten die Gehälter in der Pflege einheitlich sein. „Krankenpfleger*innen und Altenpfleger*innen sollten gleich viel verdienen. Sie leisten gleichwertige Arbeit“, so Wolfgramm. Gerade mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung laufen wir sonst Gefahr, dass die Entscheidung darüber, im Altenheim oder einer Klinik zu arbeiten, sich an den Verdienstmöglichkeiten ausrichtet. Das können wir uns im Hinblick auf den demografischen Wandel und  akuten Fachkräftemangel in der Altenhilfe nicht erlauben“, so Wolfgramm. Eine höhere Bezahlung dürfe aber nicht auf Kosten der Pflegebedürftigen gehen. Die Finanzierung müsse über den Ausbau der Pflegeversicherung zu einer solidarischen Bürgerversicherung, Steuermittel und die Kostenübernahme der Behandlungspflege durch die Krankenkassen erfolgen.

„In den vergangenen Wochen ist das Bewusstsein vieler für das, was Pflegekräfte in Kliniken und Altenhilfe leisten, gewachsen. Es geht nun darum, diese gesteigerte Wertschätzung für die Berufe in der Pflege und die Leistungen der Pflegenden über die Zeit der Corona-Pandemie hinaus zu bewahren“, betont Lars-Ejnar Sterley, Landesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Baden-Württemberg e.V.. Wir fordern deshalb die Vertreter von Bund, Ländern und der Kassen auf, in einen dauerhaften Dialog über die Relevanz der Pflege zu treten. Wenn wir als Gesellschaft künftig für derartige Ausnahmezustände gewappnet sein wollen, müssen wir dafür sorgen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird und genügend junge Menschen sich für eine Zukunft in der Pflege entscheiden. Dazu gehört neben einem Tarifvertrag, wie wir ihn haben, die Ausbildung attraktiv zu gestalten. Vor allem vor dem Hintergrund der generalistischen Ausbildung muss gewährleistet sein, dass die Altenhilfe gestärkt wird. Dazu gehören ein ausgewogenes Curriculum, gesicherte Praxiseinsätze und gute Arbeitsbedingungen“, so Sterley.  

Weiterer Pressekontakt:  Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V., Simone Baumgartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 0711 44013-130, mobil: 0175 831 41 40, E-Mail: baumgartner@asb-bw.de, www.asb-bw.de

 

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Der ASB Baden-Württemberg e.V. ist als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation politisch und konfessionell ungebunden. Wir helfen allen Menschen – unabhängig von ihrer politischen, ethnischen, nationalen und religiösen Zugehörigkeit. Der ASB in Baden-Württemberg hat rund 170.000 Mitglieder in 20 Gliederungen. Schwerpunkte sind stationäre und ambulante Pflege, Notfallrettung und Krankentransport. Im Rettungsdienst betreibt der ASB 48 Rettungswachen in 22 Rettungsdienstbereichen. Weitere Aufgaben des ASB sind Breitenausbildung, Sanitätsdienst und Katastrophenschutz, Mobile Soziale Dienste, Betreutes Wohnen, Hausnotruf, Essen auf Rädern, Behindertenhilfe, Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Der ASB beschäftigt in Baden-Württemberg rund 6.500 Mitarbeitende. Etwa 2.900 Menschen engagieren sich ehrenamtlich für den ASB. Der ASB ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Weitere Informationen unter www.asb-bw.de

 

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