Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt

Pressemitteilung - geschrieben am Dienstag, 2. März 2021 - 14:10

Über 10 PARITÄTISCHE Organisationen des Regionalverbund Stuttgart plus Region unterzeichnen Erklärung für Menschlichkeit und Vielfalt im Superwahljahr 2021

 

Stuttgart 02.02.2021           Mit der gemeinsamen Erklärung zeigen zum Auftakt des Wahljahres mehr als 10 Verbände, Initiativen und Einrichtungen des PARITÄTISCHEN Regionalverbund Stuttgart plus Region gemeinsam klare Haltung gegen Rassismus und Rechtsextremismus und warnen vor Hetze und Stimmungsmache rechter Akteur*innen wie der AfD und ähnlicher Bewegungen. Mit Sorge beobachten die Verbände, wie versucht wird, eine Stimmung zu erzeugen, die Hass und Gewalt nicht nur gegen Menschen mit Behinderung, psychischer oder physischer Krankheit schürt, sondern gegen alle, die sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren. In Baden-Württemberg wurde die Erklärung vom PARITÄTISCHEN Landesverband und insgesamt 36 Mitgliedsorganisationen unterzeichnet.

„In diesen schwierigen Zeiten geht es mehr denn je um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Nicht Konkurrenz, sondern solidarisches Handeln, nicht das Gegeneinander, sondern ein gemeinsames Miteinander, nicht Ausgrenzung, sondern Vielfalt ist das Gebot der Stunde. Was wir jetzt brauchen, sind rasche politische Lösungen für drängende soziale Probleme wie bessere Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, mehr Chancengerechtigkeit am Arbeits- und Ausbildungsmarkt, stärkere Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, ein Maßnahmenbündel gegen Armut und mehr bezahlbaren Wohnraum“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Nur so könnten Sozialneid und Gerechtigkeitsdebatten im Keim erstickt und Ausgrenzung und Hetze entgegengewirkt werden.

„Dem stärker werdenden Rechtsruck in der Gesellschaft, gilt es sich entgegenzustellen. Wir stehen mit klarer Haltung für eine diverse und vielfältige Gesellschaft, in der kein Mensch aufgrund der sozialen oder ethnischen Herkunft, des Aussehens, einer Krankheit oder Behinderung ausgegrenzt wird! Auch die geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung darf kein Grund für Diskriminierung sein!“ sagt Maike Biewen, Geschäftsführerin der AIDS-Hilfe Baden-Württemberg e.V. aus dem Kreisverband Stuttgart

„Vielfalt und Akzeptanz gegen Rassismus und Ausgrenzung! Dies ist die Grundlage einer offenen und wertschätzenden Gesellschaft und einer gelebten Demokratie. Wir wünschen und fordern, dass Menschen mit einem Unterstützungsbedarf vorbehaltlos gegenübergetreten wird und sie die Möglichkeit einer gleichberechtigten Teilhabe an unserer Gesellschaft haben.“ fordert Ebbe Buhl, Leiter der Sozialintegrative Alltagsbegleitung SOA e.V. im Kreisverband Rems-Murr.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Rassist*innen und andere rechte Akteur*innen sprechen dieses Grundrecht Menschen mit Behinderungen ab. Das ist unerträglich. Eine menschliche und vielfältige Gesellschaft zeichnet aus, dass jedes Leben seinen Wert hat. verdeutlicht Elke Willi, Geschäftsführung Lebenshilfe Esslingen e.V.

Martina Huck, Geschäftsführung Wildwasser Esslingen e.V.: "Als Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt ist es uns ein großes Anliegen besonders den Menschen eine Stimme zu verleihen, die aufgrund der herrschenden Machtverhältnisse über geringeren Einfluss und schlechtere Chancen verfügen. Genau diese Menschen sind in besonderem Maße angewiesen, dass wir ihnen Respekt und Sorgfalt entgegenbringen. Sie benötigen unsere Unterstützung, um nicht Opfer von Übergriffen oder Demütigung zu werden."

 

Der gesamte Erklärungstext und die Liste der Mitzeichnungen ist online unter www.wir-fmv.org abrufbar.

Hintergrund: Bereits im April 2018 und im November 2019 haben sich zahlreiche Verbände öffentlich gegen Versuche aus den Reihen der AfD positioniert, Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen herabzuwürdigen und für rassistische Stimmungsmache zu instrumentalisieren.

 

Kontakte für Presseanfragen:

Katharina Mittler und Ina Schleser, Co-Leitungen im Regionalverbund Stuttgart. DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg e.V., Regionalgeschäftsstelle Stuttgart, Tübinger Straße 15, 70178 Stuttgart, Mobil: 01 59 / 04 81 03 18, E-Mail: mittler@paritaet-bw.de, Internet: http://www.paritaet-bw.de/stuttgartplusregion

Maike Biewen, Geschäftsführerin, AIDS-Hilfe Baden-Württemberg e.V., Königstraße 2, 70173 Stuttgart, Tel. +49 (0)711 88 78 34 – 00, maike.biewen@aidshilfe-bw.de, www.aidshilfe-bw.de

Ebbe Buhl, SOA e.V., Sozialintegrative Alltagsbegleitung, Karlstr. 19 (Im Familienzentrum), 73614 Schorndorf, Tel.:07181-88 77 138, Mobil: O162-81 01 954, Ebbe.buhl@soa-buhl.de

Elke Willi, Vorstandsvorsitzende, Lebenshilfe Esslingen e. V., Kiesstr. 6, 73728 Esslingen, Tel.: 0711-937 888 11, Fax: 0711-937 888 50, elke.willi@lebenshilfe-esslingen.de, www.lebenshilfe-esslingen.de

Martina Huck, Geschäftsführung, Wildwasser Esslingen e. V., Merkelstr. 16, 73728 Esslingen, Tel.: 0711 35 55 89, Fax: 0711 3 00 52 90, www.wildwasser-esslingen.de

 

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