17.07.2019

Zumeldung zum Antrag der SPD-Fraktion Zukunft des Ehrenamts in Baden-Württemberg

Stuttgart 17.07.2019   Der PARITÄTISCHE, der Landesfamilienrat und die PARITÄTISCHE Akademie Süd sprechen sich für eine Beibehaltung des Bildungszeitgesetzes in der jetzigen Form und gegen eine Beschneidung jedweder Art aus. Sowohl von Seiten der Wirtschaft als auch von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut wurden wiederholt entsprechende Überlegungen laut.

„Die Ministerin betonte jüngst, dass die Diskussion über eine Novellierung des Gesetzes noch nicht abgeschlossen und aktuell ein Eckpunktepapier in Vorbereitung sei“, so Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Wir bitten daher dringend darum, sowohl von Einschränkungen zu Lasten des ehrenamtlichen Engagements als auch bei der politischen Bildung abzusehen. Das Bildungszeitgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements im Land und für die Stärkung der Zivilgesellschaft. Beides hat auch positive Wirkungen ins Berufsleben hinein, fördert die Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung“, so die Vorstandsvorsitzende weiter.

„Wir sind entschieden gegen Abstriche beim Bildungszeitgesetz. Ehrenamt gilt als sozialer Kitt und es muss dem Land ein wichtiges Anliegen sein, Ehrenamt zu fördern“, erklärt Rosemarie Daumüller, Geschäftsführerin beim Landesfamilienrat Baden-Württemberg. In einem zunehmend langen und für beide Geschlechter zeitlich ausgedehnten Arbeitsleben sei es wesentlich, dass Beruf, Familie und ehrenamtliches Engagement in eine Balance gebracht werden könnten. Dazu müssten alle gesellschaftlichen Akteure, auch die Arbeitgeber, ihren Beitrag leisten. Eine Erwerbsgesellschaft dürfe nicht nur die berufliche Qualifikation der beschäftigten Menschen fördern, so Daumüller.  

„Das Qualifizierungsangebot im Rahmen des Bildungszeitgesetzes unterstützt und fördert das lebenslange Lernen“, erklärt Beatrice Schüll, Geschäftsführerin der PARITÄTISCHEN Akademie Süd. „Es öffnet den Blick über den Tellerrand der Arbeitswelt hinaus und vermittelt Kompetenzen im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements“, so Schüll.



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