Freiburg ich komme!

Man war ich aufgeregt! Man fährt ja nicht alle Tage quer durch Deutschland. Aber dann ging zum Glück doch alles gut.

Puh, musste ich früh aufstehen! Und dann kam auch noch der Pflegedienst später als ich es gewünscht hatte, denn der Dienstbeginn der Pflegerin war erst später. Nachdem wir den großen gepackten Karton schon vorgeschickt hatten wurde ich am Sonntag von einer lieben Freundin zum Bahnhof gebracht und in die Bahn gesetzt. Am Hamburger Hauptbahnhof wurde ich dann von der Bahnhofsmission aus dem Zug geholt und er zeigte mir wo ich auf den nächsten Zug warten sollte in den er mir dann auch wieder rein helfen würde. Die Zeit des Wartens auf den Zug war für mich sehr aufregend, weil ich dort meine Begleitperson und ihre Kinder treffen und kennenlernen wollte. Eine Freundin meiner Schwester fuhr zum Ferienende in Baden-Württemberg zur gleichen Zeit von Hamburg nach Freiburg. So musste ich nicht alleine fahren.

Irgendwann war der Zug dann da, aber ich sah meine Begleitperson noch nicht. In dem Moment kam eine Frau auf mich zu gerannt und fragte mich ob ich auf Wanda warten würde und teilte mir mit, dass diese schon im Zug säße. Nur wer war diese Frau? Nun brachte mich der Mann von der Bahnhofsmission auf meinen Platz in dem Zug. Als der Zug losfuhr, kam eine nette Frau mit zwei Kindern und Wanderrucksack auf mich zu. Das war Wanda, ich kannte ihr Gesicht vom Foto. Während der Fahrt haben wir uns dann kennengelernt. Sie ist immer zwischen mir und ihren Kindern hin und her gegangen, denn wir konnten nicht die ganze Zeit zusammen sitzen. Zwischendurch bin ich eingeschlafen. Wir hatten mehrere Fahrkartenkontrollen. Wir mussten immer wieder erklären, dass wir zusammen unterwegs sind und sie mich begleitet. Bei der letzten Kontrolle musste ich sogar noch meinen Schwerbehindertenausweis vorzeigen um meine Behinderung zu beweisen. Gern hätte ich ihr in dem Moment gesagt: „Oh, ich hab gar keinen Ausweis, ich sitze Sonntags immer nur zum Spaß im Rollstuhl“. Eigentlich finde ich, dass meine Behinderung offensichtlich ist. Aber das ist eben ihre Pflicht.

Als wir dann am Ziel Bahnhof angekommen sind - wir unterhielten uns gerade über diesen Blog - wurden wir von dem Mann von der Bahn gefragt, ob ich Schriftstellerin sei. Meine Begleitperson fragte zurück, ab wieviel Texten man ein Schriftsteller sei. Das hat mir gefallen. Als ich dann auch aus diesem Zug draußen war wurde ich schon von meiner Schwester und ihrer Familie begrüßt. Beim Verlassen des Bahnhofs mussten wir leider feststellen, dass die Rolltreppen kaputt waren. Zum Glück gab es einen Fahrstuhl.

 

Wer Unterstützung beim Ein- und Aussteigen der Bahn benötigt, kann auf dieser Seite die Stadt anklicken und bekommt dann die Nummer angezeigt, wo man anrufen kann: https://www.bahnhofsmission.de/index.php?id=100&no_cache=1&woher=3

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