02.04.2020 - Statements des Paritätischen

Fachinformation - geschrieben am Donnerstag, 2. April 2020 - 08:53

Pflege-Forderungen im Rahmen der Corona-Pandemie

  • "Zum Schutz der Älteren brauchen wir in der Pflege viel mehr Schutzausstattung und regelmäßige Testungen der Pflegebedürftigen und der Mitarbeiter*innen".
     
  • "Wir erwarten, dass die Pflegekassen einen Pandemiezuschlag für die Mitarbeiter in der Pflege akzeptieren und auch bezahlen!"
     
  • "Wer in systemrelevanten Bereichen arbeitet, wie z.B. in der Pflege, sollte Steuerfreiheit auf coronabedingte Zuschläge erwarten können!"
     
  • "Der Pflege-Schutzschirm für Einrichtungen ist richtig und verdient Anerkennung, aber er hat ein größeres Loch, wenn im Falle von Einnahmeausfällen die Länder nicht für die Refinanzierung der Investitionskosten aufkommen!"
     
  • "Der Gesetzgeber sollte zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung schnell darüber nachdenken, ob nicht doch noch die Inanspruchnahme des Sachleistungsbudgets der Tagespflege für die häusliche Versorgung und die Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege bis Sept. 2020 ohne Beschränkung ermöglicht werden sollte!"
     
  • "Wenn wir wissen, dass die Abschirmung vulnerabler Gruppen, wie z.B. in der Pflege, coronabedingt für längere Zeit erforderlich ist, dann brauchen wir jetzt nationale Standards zur Vorbeugung von Vereinsamung!"
     
  • "Pflegende Angehörige haben jetzt in der Krise einen hohen Beratungs- und Informationsbedarf. Pflegekassen müssen nun die Pflegeberatung der Pflegedienste und unabhängigen Beratungsstellen per Telefon oder Internet anstelle des häuslichen Beratungsbesuchs bezahlen!"
     
  • "Wir brauchen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige und auch für die Betreuung und Versorgung von Menschen mit Behinderung in der Häuslichkeit zentrale Informationen des BMG und des RKI zum Umgang mit dem Infektionsrisiko, welche Regelungen es für erwerbstätige pflegende Angehörige gibt und wo geeignete Schutzausstattung bezogen werden kann!"
     
  • "In der Corona-Krise zeigt sich, dass eine Reform des Pflegegelds mehr als überfällig ist. Wir brauchen eine bezahlte Auszeit für Menschen, die Angehörige, Freund*innen oder Nachbar*innen pflegen - nach dem Vorbild von Elternzeit und Elterngeld!"
     
  • "Wir dürfen in der Krise die nach Landesrecht anerkannten Anbieter von Angeboten zur Unterstützung im Alltag in der Pflege und familienentlastende Dienste nicht vergessen. Sie fallen bisher nicht unter die Schutzschirme. Alle Länder sollten sich umgehend zur Hilfe bereit erklären!"
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