Soziales und Wirtschaft

Seit April 2016 gibt es im Paritätischen das Referat „Soziales und Wirtschaft“ als konsequenten, weiteren Umsetzungsschritt aus dem Positionspapier zu „Corporate Social Responsibility (CSR) – unternehmerisches gesellschaftliches Engagement“, das 2014 von den Verbandsgremien verabschiedet wurde.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Verband zu stärken und ausbauen. Dabei geht es nicht um klassisches Fundraising im Sinne von Spenden und Sponsoring, sondern um neue Formen der Kooperation zwischen gemeinnützigen Akteuren und solchen aus der Wirtschaft. Das Thema gewinnt an Bedeutung vor dem Hintergrund folgender Entwicklungen:

  • Immer mehr Unternehmen verlassen sich zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen (demografischer Wandel, Vereinbarkeit Beruf und Familie/Pflege, …) nicht mehr alleine auf „den Staat“, sondern suchen auch Kooperationen mit anderen gesellschaftlichen Akteuren.
  • Viele Unternehmen wollen sich gesellschaftlich engagieren, weil dies ein Bestandteil ihrer CSR-Strategie ist. Sie sehen sich als integralen Bestandteil der Gesellschaft und erkennen an, dass Engagement eine unverzichtbare Voraussetzung und eine Bereicherung des gesellschaftlichen wie des wirtschaftlichen Lebens ist.
  • Im Gegensatz zu früheren Zeiten gehen sie ihr Engagement allerdings auch strategischer an und schauen auf Schnittmengen zu ihrem „Kerngeschäft“, also ihren Produkten, Zielgruppen oder auf ihre Attraktivität als Arbeitgeber.
  • Unternehmerisches gesellschaftliches Engagement erfährt einen Bedeutungszuwachs aufgrund von gesetzlichen Regelungen (Umsetzung EU-CSR-Richtlinie) bei größeren Unternehmen, aber vermutlich auch in der Folge bei ihren Zulieferern und Geschäftspartnern sowie als Politikfeld z.B. im Rahmen der „Engagementstrategie“ sowie der „Nachhaltigkeitsstrategie“ der Landesregierung Baden-Württemberg.

Konkrete Angebote zur Umsetzung des Themas:

  • Qualifizierung: Wir setzen ein erprobtes Fortbildungsangebot (Gute Sache kompakt) zur Teilnahme für Mitgliedsorganisationen in den Regionen um (bislang: Heilbronn, Rhein-Neckar, Tübingen).
  • Kooperationsformate: Neben dem an verschiedenen Standorten (Heidelberg, Karlsruhe, Offenburg, Ulm) bewährten „Marktplatz Gute Geschäfte“ haben wir mit der ersten „Nachtschicht“ in Baden-Württemberg eine neue Plattform zur Kooperation mit der Kreativwirtschaft zum Nutzen für die Mitgliedsorganisationen erproben können und wollen diese regional fortsetzen.
  • Dialog- und Kommunikationsplattformen: Gemeinsam mit Partnern wie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, dem Sparkassenverband Baden-Württemberg und anderen organisieren wir seit 2015 die „Bad Wimpfener Gespräche“ als jährliches Veranstaltungsformat und sind an der landesweiten Internetplattform www.csr-bw.de beteiligt.