Veranstaltungen und Fortbildungen


BEM im Betrieb: Anforderungen – Lösungen – Support
Gelungene Informationsveranstaltung der IHK Baden-Württemberg in Kooperation mit dem BEM-Landesnetzwerk am 17.07.17 in Stuttgart

BEM? Was ist das?
Liegt bei einem Beschäftigten eine Arbeitsunfähigkeit von insgesamt mehr als 6 Wochen im Jahr vor, sind Arbeitgeber verpflichtet, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen, um damit das Arbeitsverhältnis dauerhaft zu sichern. Diese Regelung sieht § 84 Abs. 2 SGB IX vor und gilt seit 2004.
Hintergrund für diesen Präventionsansatz war und ist der erwartbare bzw. bereits spürbare Fachkräftemangel durch den demografischen Wandel und der Umstand, dass seit Jahren die Fehlzeiten durch Erkrankungen, namentlich die der seelischen, zunehmen und damit auch die Kosten für alle Beteiligten steigen.

BEM-Landesnetzwerk „Gemeinsam geht es besser!“
Nach wie vor haben insbesondere KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) Mühe, ein BEM einzuführen und aufrecht zu erhalten. Um dem zu begegnen, hat sich - wesentlich auf Initiative und Betreiben des Paritätischen - schon vor Jahren ein Netzwerk gegründet, in dem Rehabilitationsträger, Krankenkassen, Kommunalverbände, soziale Organisationen, Anwender, Beratungsdienstleister und weitere Akteure zusammenarbeiten.

Das Netzwerk verfügt damit über profundes Wissen und Erfahrung, nicht nur zu BEM als gesetzlich vorgeschriebenem Verfahren, sondern auch zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM), nicht zu vergessen die Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes.

Information, Beratung und Begleitung weiterhin wichtig
Das Wissen zu Verfahren, Methoden und den Nutzen von BEM, BGF und BGM ist bei vielen KMU noch nicht angekommen. Aus diesem Grund hatte die IHK in Kooperation mit dem BEM-Netzwerk zu einer Info-Veranstaltung eingeladen, der rund 90 Gäste folgten.

In seiner Einführung stellte Tobias Ruppenthal, selbst BEM-Berater bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege als auch neuer Sprecher des Netzwerks die Bedeutung des Themas Gesundheit im Betrieb in einer Zeit des demografischen Wandels dar. Mehr denn je gelte es für Unternehmen, diesem Sachverhalt mehr Gewicht zu verleihen.

Pia Zinser-Flum vom Integrationsamt des Kommunalverbands für Jugend und Soziales gab anschließend einen eindrücklichen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen und Rahmenbedingungen. Die Gäste erfuhren damit, was beim BEM zu beachten ist.

Sehr anschaulich und praxisnah präsentierte dann Tobias Ruppenthal, wo Unternehmen ansetzen können, um Erfolge zu erzielen und zeigte auf, wo die Stolpersteine liegen.

Im Veranstaltungsteil „Unternehmen fragen – Experten antworten“ meldeten sich die Teilnehmer ausgiebig zu Wort. Es zeigte sich einmal mehr, dass es keine universellen Antworten zum BEM im Betrieb gibt, sondern jeweils unternehmensspezifische Lösungen gefunden werden müssen. Die Expertenrunde wurde dabei erweitert durch eine weitere Referentin, Kerstin Reisinger von GIB21 Heidelberg, die sich mit ihrem Praxiswissen einbringen konnte. Die Gäste nutzen ausgiebig die Möglichkeit, sich Tipps und Hinweise für die Arbeit im eigenen Betrieb zu holen und zeigten sich mit der Veranstaltung sehr zufrieden.

 

Dokumentation
Die Beiträge zur Veranstaltung stehen in Kürze zum Download bereit unter
https://paritaet-bw.de/fachinformationen/menschen-mit-behinderung/veranstaltungen.html

Weitere Tipps und Infos zu BEM der Industrie-und Handelskammer unter:
https://www.stuttgart.ihk24.de/Branchen/Dienstleistung/Brancheninformationen/Gesundheitswirtschaft/Betriebliches-Eingliederungsmanagement--BEM-/3563782

Und hier geht es zum BEM-Netzwerk:
https://www.stuttgart.ihk24.de/Fuer-Unternehmen/Fachkraefte-und-Ausbildung/Personalgewinnung_und_entwicklung/Inklusion/Eingliederungsmanagement/685088

Das Praxishandbuch der Werkstatt Parität mit vielen Arbeitshilfen finden Sie hier:
http://www.werkstatt-paritaet-bw.de/publikationen/attaris-praxishandbuch-attraktive-arbeitsplaetze-in-der-sozialwirtschaft-juni-2014/

 

Kontakt
Das Netzwerk erreichen Sie via Telefon unter 0711 - 16 12 98 75 (hotline) oder per E-Mail an info@remove-this.bem-netzwerk.de.



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