04.04.2019

Polizeiliche Drogenprävention an Schulen

Das LKA legt für die „Polizeiliche Drogenprävention an Schulen“ ein überarbeitetes, neues Programm zugrunde. Wir halten dies deshalb für berichtenswert, weil es seit der Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium und dem Innenministerium (vorherige Legislatur) zur Drogenprävention an Schulen durch die Polizei immer wieder kritische Diskussionen auf unterschiedlichen Ebenen geführt wurden. Kritisiert wurde, auch von der Landesstelle für Suchtfragen, dass durch die damalige Vereinbarung auf Landesebene die verschiedenen Kooperationspartner*innen und wichtigen Netzwerke vor Ort nicht berücksichtigt wurden. Darüber hinaus zeigte sich teilweise auch bei Schulen eine gewisse Unsicherheit, welchen Stellenwert die Kooperation vor Ort mit anderen Trägern haben „darf“.

Das LKA hat im Jahr 2018 in Kooperation mit den weiteren Akteuren der Suchtprävention, so auch mit der Landesstelle für Suchtfragen, an einer Neuauflage der „Polizeilichen Drogenprävention an Schulen“ gearbeitet. Diese ist nun fertig gestellt. Hier können Sie einen kurzen Auszug eines einleitenden Kapitels einsehen aus dem hervorgeht, dass die Polizeiliche Prävention die Zusammenarbeit mit den Netzwerken vor Ort als unabdingbar für nachhaltige Präventionsarbeit an Schulen erachtet. Die Polizeiliche Drogenprävention wird als ein ergänzender Baustein im schulischen Gesamtkonzept gewertet. Diese Entwicklung wird von uns sehr begrüßt. Damit wird die Netzwerkarbeit in der schulischen Suchtprävention vor Ort gestärkt und die Sucht- und Drogenprävention deutlich eher ihrer vielfältigen, prozesshaften Entwicklung gerecht.