25.10.2018

Entwicklung der Instrumente und Verfahren für Qualitätsprüfungen und die Qualitätsdarstellung in der stationären Pflege

Der Qualitätsausschuss Pflege hat den wissenschaftlichen Abschlussbericht zur Darstellung der Konzeptionen für das neue Prüfverfahren und die Qualitätsdarstellung veröffentlicht.

Die bestehenden Qualitätsprüfungen und die Veröffentlichung der Qualitätsergebnisse aus der stationären Pflege wurden seit ihrer Einführung kritisiert. Mit dem Projekt "Entwicklung der Qualität in der stationären Pflege gemäß § 113b Absatz 4 Satz 2 Nr. 1 SGB XI" entstehen neue Prüfungsinstrumente und eine neue Form der Qualitätsberichterstattung für die stationäre Pflege, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von den stationären Pflegeeinrichtungen erbracht werden sowie für die Qualitätsberichterstattung in der stationären Pflege. Dies umfasst die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die Entwicklung der konkreten Maßstäbe und Grundsätze für die Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsdarstellung in der stationären Pflege und für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements.

Im Januar 2017 wurde nach europaweiter Ausschreibung der Auftrag für die wissenschaftliche Erarbeitung dieser Instrumente an das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (Dr. Klaus Wingenfeld) und das aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen vergeben.

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Erarbeitung sind eine wesentliche Grundlage, jedoch nur einer der Bausteine, für die weitere Festlegung

  • der Maßstäbe und Grundsätze zur Sicherung und Weiterentwicklung der Pflegequalität,
  • die Qualitätsdarstellungsvereinbarungen (QDV)
  • sowie die Qualitäts-Prüfungsrichtlinien.

Erst dieses Regelwerk wird die Grundlagen der Arbeit der Leistungserbringer und der Leistungsträger für die Pflege in Deutschland definieren.

Anschließend erfolgt die Implementierung in den Pflegeeinrichtungen sowie die Vorbereitung der Prüfinstanzen. Dieser Prozess soll Ende 2019 abgeschlossen sein.

Der nun vorliegende Abschlussbericht gliedert sich in:

  1. Einleitung (Beschreibung der Aufgabenstellung; Projektverlauf; Aufbau des Berichts)
  2. Definition der prüfrelevanten Qualitätsaspekte (u.a. Aussagen zur Strukturierung der Qualitätsbereiche; für die Prüfung empfohlene Qualitätsaspekte; sowie nicht für die Aufnahme in das Prüfverfahren empfohlene Qualitätsaspekte)
  3. Integration der Indikatoren für Ergebnisqualität (u.a. Beschreibung der Indikatoren; Aussagen zur Ergebniserfassung und Datenübermittlung; Plausibilitätskontrollen; Risikoadjustierung; Anpassungserfordernisse bei den Einrichtungen und Prüfdiensten)
  4. Die Konzeption für das neue Prüfverfahren (u.a. das Prüfinstrumentarium; die Bewertungssystematik; Ablauf des Verfahrens)
  5. Erprobung des neuen Prüfverfahrens (u.a. Methodisches Vorgehen; Gütekriterien des Prüfinstrumentes; Analyse der Praktikabilität und des (Zeit-)Aufwands)
  6. Die Konzeption für die öffentliche Qualitätsdarstellung (u.a. Aufbau und Inhalte der Qualitätsdarstellung)
  7. Anpassungen für die Kurzzeitpflege und teilstationäre Pflege (u.a. Merkmale der Versorgungsformen; Anpassung des Prüfinstrumentariums)
  8. Ergänzende Empfehlungen

Informationen auch zu den weiteren Projekten des Qualitätsausschuss Pflege finden Sie auch auf der Hompage des Qualitätsausschuss Pflege unter: www.gs-qsa-pflege.de