Orange auf Tastatur neben einer Kaffeetasse

Erfolgsfaktor Gesundheit

 

Ohne gesunde und engagierte Mitarbeiter*innen geht in der Sozialwirtschaft nichts. Das zeigt sich gerade in der Corona-Krise. Sie fordert uns alle heraus, besonders aber die Beschäftigten in unserer Branche. Überlange Arbeitszeiten, emotionaler Stress und die latente Infektionsgefahr belasten die Psyche. Das kann die Gesundheit der Mitarbeiter*innen dauerhaft beeinträchtigen.

Damit es den Menschen bei der Arbeit gut geht, setzen viele Einrichtungen und Initiativen auf Betriebliches Gesundheitsmanagement. Sie möchten gerade in Zeiten, in denen sich die Arbeitswelt grundlegend wandelt, das Wohlbefinden und die Psyche des Personals stärken. Das lohnt sich für alle: Die Mitarbeiter*innen profitieren von gesunden Arbeitsbedingungen und einem guten Betriebsklima. Ihre Lebensqualität steigt. Die sozialen Einrichtungen und Dienste verzeichnen weniger Ausfalltage, sparen Kosten und verbessern ihr Image als Arbeitgeber.

Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg setzt sich schon seit langem für Gesundheit in der Arbeitswelt ein. Er bietet aktuelle Informationen, Veranstaltungen, Trainings und Tipps für den Aufbau eines wirksamen betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

Porträt Ursel Wolfgramm

Gesundheit sollte uns in allen Lebenslagen am Herzen liegen. Besonders in der Arbeitswelt, in die wir täglich viele Stunden lang eingebunden sind. Sie beeinflusst unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Als Verband unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen. Das kommt den Mitarbeiter*innen, den Einrichtungen und unseren Klient*innen zugute.

Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende PARITÄTISCHER Baden-Württemberg

2. PARITÄTISCHER Gesundheitskongress: Was uns stark macht

Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung

Betriebliches Gesundheitsmanagement
3 Säulen des Betrieblichen Gesundheitsmanagments

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) dient dazu, die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu erhalten und langfristig zu stärken. Das ist ganz im Sinne der Arbeitgeber*innen. Denn die Betriebe sind auf gesunde Mitarbeiter*innen angewiesen. Daher haben sich die meisten schon auf den Weg gemacht. Viele Einrichtungen oder Initiativen bieten beispielsweise Entspannungskurse, Bewegungsangebote oder Gratis-Getränke an. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

BGM: Mehr als Einzelmaßnahmen

Ein BGM ist aber weit mehr:  Es geht darum, die betrieblichen Abläufe und Strukturen so zu gestalten, dass sie gesundes Arbeiten möglich machen und fördern. BGM setzt sich daher aus zahlreichen Elementen zusammen, zu denen freiwillige und Pflichtbestandteile gehören (siehe Abbildung 3 Säulen):

 

  • Der Arbeits- und Gesundheitsschutz: Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) schreibt den Arbeitgeber*innen vor, Maßnahmen zur ergreifen, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu verhüten. Die Betriebe sind zu einer regelmäßigen Gefährdungsbeurteilung verpflichtet, die psychische Belastungen berücksichtigen muss (siehe §§ 5 und 6 ArbSchG, DGUV Vorschrift 1, DGUV Regel 100-001). Was dabei zu beachten ist, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zusammengestellt (siehe Links).
  • Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Sie beinhaltet freiwillige Angebote, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten am Arbeitsplatz zu verbessern. Die Maßnahmen sollen zu einem gesunden Verhalten und Lebensstil motivieren (siehe Link). Zur Gesundheitsförderung gehört auch die Suchtprävention.
  • Das Personalmanagement: In diesen Bereich fällt das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) nach § 167 Absatz 2 SGB IX. Es verpflichtet Arbeitgeber*innen, Angebote zu machen, damit erkrankte Beschäftigte ihre Arbeitsfähigkeit wiederherstellen, erhalten und fördern können. Hinzu kommt die besondere Fürsorgepflicht gegenüber kranken und (schwer-)behinderten Menschen. Das Personalmanagement verantwortet auch Personalentwicklungsmaßnahmen, um Mitarbeiter*innen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten weiterzubilden oder um gesunde Führung im Betrieb zu verankern.

 

Es lohnt sich!

Gesundheitsförderung zahlt sich aus. Eine Studie der iga aus dem Jahr 2018 belegt, dass krankheitsbedingte Fehlzeiten dank betrieblicher Gesundheitsförderung um durchschnittlich ein Viertel zurückgehen.[1] Die Kosten sinken: Mit jedem investierten Euro lassen sich im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten einsparen. [2] Auch die Beschäftigten profitieren: Ihre körperliche und psychische Verfassung verbessert sich. [3]

Der Schlüssel für den Erfolg von BGM liegt in den Händen der Leitung. Sie muss sich sichtbar für BGM einsetzen, die Ressourcen bereitstellen und Vorbild für gesundes Arbeiten sein. Führungspersonen, die einen partizipativen Stil pflegen, haben es leichter, Verbündete zum Mitmachen zu gewinnen. Gut geführte Beschäftigte sind zufriedener, engagierter und gesünder.  Die Produktivität steigt. Ein angenehmes Arbeitsklima stärkt die Bindung der Mitarbeiter*innen an den Betrieb und wirkt sich positiv auf das Image der Einrichtung aus.

 

Unterstützungsangebote für den Start

 

  • Wer in die betriebliche Gesundheitsförderung einsteigen möchte, kann sich an die BGF-Koordinierungsstelle wenden. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsangebot der Krankenkassen. Die Krankenkassen helfen dabei, kostenfrei die Ausgangslage zu analysieren, gemeinsam mit den Beschäftigten Vorschläge zu erarbeiten und die Umsetzung anzugehen (siehe Link).
  • Die Unfallkassen und Rentenversicherungen stehen Interessent*innen mit BGM-Angeboten zur Seite (siehe Links).
  • Die BGW bietet eine Fülle von Informationen, Schulungen, Beratungsleistungen für alle Aspekte der Prävention und BGM an (siehe link).

Zuschüsse für Prävention und Gesundheitsförderung

Arbeitgeber*innen können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 600 Euro für zertifizierte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Prävention (z.B. Rückenschule) und zur betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn aufwenden, ohne dass die Mitarbeiter*innen diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Zertifizierte Kurse finden sich auf der Seite des GKV-Spitzenverbands (siehe Link).

__________________________________________________________________

Quellen:

[1] https://www.iga-info.de/themen/wirksamkeit-von-praevention/ Abruf 05.01.2021

 

 

 

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Volle Breite
3 Säulen des Betrieblichen Gesundheitsmanagments

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) dient dazu, die Gesundheit der Mitarbeiter*innen zu erhalten und langfristig zu stärken. Das ist ganz im Sinne der Arbeitgeber*innen. Denn die Betriebe sind auf gesunde Mitarbeiter*innen angewiesen. Daher haben sich die meisten schon auf den Weg gemacht. Viele Einrichtungen oder Initiativen bieten beispielsweise Entspannungskurse, Bewegungsangebote oder Gratis-Getränke an. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

BGM: Mehr als Einzelmaßnahmen

Ein BGM ist aber weit mehr:  Es geht darum, die betrieblichen Abläufe und Strukturen so zu gestalten, dass sie gesundes Arbeiten möglich machen und fördern. BGM setzt sich daher aus zahlreichen Elementen zusammen, zu denen freiwillige und Pflichtbestandteile gehören (siehe Abbildung 3 Säulen):

 

  • Der Arbeits- und Gesundheitsschutz: Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) schreibt den Arbeitgeber*innen vor, Maßnahmen zur ergreifen, um Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu verhüten. Die Betriebe sind zu einer regelmäßigen Gefährdungsbeurteilung verpflichtet, die psychische Belastungen berücksichtigen muss (siehe §§ 5 und 6 ArbSchG, DGUV Vorschrift 1, DGUV Regel 100-001). Was dabei zu beachten ist, hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zusammengestellt (siehe Links).
  • Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF): Sie beinhaltet freiwillige Angebote, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten am Arbeitsplatz zu verbessern. Die Maßnahmen sollen zu einem gesunden Verhalten und Lebensstil motivieren (siehe Link). Zur Gesundheitsförderung gehört auch die Suchtprävention.
  • Das Personalmanagement: In diesen Bereich fällt das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) nach § 167 Absatz 2 SGB IX. Es verpflichtet Arbeitgeber*innen, Angebote zu machen, damit erkrankte Beschäftigte ihre Arbeitsfähigkeit wiederherstellen, erhalten und fördern können. Hinzu kommt die besondere Fürsorgepflicht gegenüber kranken und (schwer-)behinderten Menschen. Das Personalmanagement verantwortet auch Personalentwicklungsmaßnahmen, um Mitarbeiter*innen entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten weiterzubilden oder um gesunde Führung im Betrieb zu verankern.

 

Es lohnt sich!

Gesundheitsförderung zahlt sich aus. Eine Studie der iga aus dem Jahr 2018 belegt, dass krankheitsbedingte Fehlzeiten dank betrieblicher Gesundheitsförderung um durchschnittlich ein Viertel zurückgehen.[1] Die Kosten sinken: Mit jedem investierten Euro lassen sich im Ergebnis 2,70 Euro durch reduzierte Fehlzeiten einsparen. [2] Auch die Beschäftigten profitieren: Ihre körperliche und psychische Verfassung verbessert sich. [3]

Der Schlüssel für den Erfolg von BGM liegt in den Händen der Leitung. Sie muss sich sichtbar für BGM einsetzen, die Ressourcen bereitstellen und Vorbild für gesundes Arbeiten sein. Führungspersonen, die einen partizipativen Stil pflegen, haben es leichter, Verbündete zum Mitmachen zu gewinnen. Gut geführte Beschäftigte sind zufriedener, engagierter und gesünder.  Die Produktivität steigt. Ein angenehmes Arbeitsklima stärkt die Bindung der Mitarbeiter*innen an den Betrieb und wirkt sich positiv auf das Image der Einrichtung aus.

 

Unterstützungsangebote für den Start

 

  • Wer in die betriebliche Gesundheitsförderung einsteigen möchte, kann sich an die BGF-Koordinierungsstelle wenden. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsangebot der Krankenkassen. Die Krankenkassen helfen dabei, kostenfrei die Ausgangslage zu analysieren, gemeinsam mit den Beschäftigten Vorschläge zu erarbeiten und die Umsetzung anzugehen (siehe Link).
  • Die Unfallkassen und Rentenversicherungen stehen Interessent*innen mit BGM-Angeboten zur Seite (siehe Links).
  • Die BGW bietet eine Fülle von Informationen, Schulungen, Beratungsleistungen für alle Aspekte der Prävention und BGM an (siehe link).

Zuschüsse für Prävention und Gesundheitsförderung

Arbeitgeber*innen können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 600 Euro für zertifizierte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Prävention (z.B. Rückenschule) und zur betrieblichen Gesundheitsförderung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn aufwenden, ohne dass die Mitarbeiter*innen diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Zertifizierte Kurse finden sich auf der Seite des GKV-Spitzenverbands (siehe Link).

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Quellen:

[1] https://www.iga-info.de/themen/wirksamkeit-von-praevention/ Abruf 05.01.2021

 

 

 

 

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz
erschöpfte Frau vor Rechner

Psychische Belastungen und Störungen am Arbeitsplatz nehmen drastisch zu. Die Zahl der Krankschreibungen wegen seelischer Belastungen und Störungen haben sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdreifacht[1]. Sowohl in der medialen Berichtserstattung als auch im fachlichen Diskurs kann man den Eindruck gewinnen, dass eine „Burn-Out-Epidemie“ sich in allen Berufsgruppen ausbreitet. Wir beobachten in der Arbeitswelt insgesamt Veränderungen, die vor allem mit Merkmalen von psychischer Belastung assoziiert sind. Es wird von einer steigenden Termin- und Leistungsdichte, von prekären und unsicheren Arbeitsverträgen und mehr Multitasking gesprochen[2].

Sind gerade Beschäftigte der Sozialwirtschaft besonders gefährdet in Ihrem beruflichen Alltag?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, wir möchten aber versuchen es gemeinsam zu diskutieren. Ein Aspekt der in diesem Zusammenhang zu nennen wäre, dass in vielen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft einerseits Empathie eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung einer gelingenden professionellen Beziehung ist und daher eine wichtige Ressource von Mitarbeiter*innen in der Sozialwirtschaft. Anderseits birgt diese Fähigkeit zugleich eine große Gefahr der seelischen Verletzung, gerade wenn man im beruflichen Alltag mit extremen Stress, Traumata und Schmerz bei Klient*innen konfrontiert ist[3]. Dies kann „ansteckend“ sein. Methoden und Werkzeug zur Psychohygiene und auch des Selbstmanagements sind in diesem Kontext ein wichtiger Baustein.

Achtsamkeit und Konzepte zur individuellen Stressreduktion als Lösung des Problems?

Wertet man die aktuellen Studien aus, so kann man den Eindruck gewinnen, dass Achtsamkeit und Konzepte zur individuellen Stressreduktion die Lösung des Problems sind. Fast neunzig Prozent aller Studien zur Prävention von Stressbelastung und Burn-Out beziehen sich auf die individuelle Ebene[4]. Ansatzpunkte zur Veränderung lassen sich jedoch auch in den strukturellen Bedingungen des jeweiligen Arbeitsplatzes sowie in der Organisationskultur finden. Die Diskussion sollte in Organisationen der Sozialwirtschaft auch darüber geführt werden, wie zukünftig krankheitserzeugende Arbeitsverhältnisse verändert werden können, um die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und den Mitarbeiter*innen ein gesundes Arbeiten zu ermöglichen. Die Fokussierung auf eine Dimension der Handlungsoptionen innerhalb der Organisationen ist in diesem Falle nicht zielführend.
 

Entstigmatisierung psychischer Belastungen und Störungen auch in der Arbeitswelt?

Der Lebensbereich Arbeit ist bislang noch nicht ausreichend in der Antistigmaarbeit in Deutschland berücksichtigt worden. In Zukunft sollten in diesem Bereich vordringlich Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychisch belastender Menschen umgesetzt werden[5]

Quellen: 
[1] DAK Psychoreport 2019 
[3] Eink, M.; Bürkner, J. (2017): Sekundäre Traumatisierung in der Jugendhilfe. Unsere Jugend 3, S. 123 – 128.
[4] Gross, R. (2015): Angst bei der Arbeit – Angst um die Arbeit. Psychische Belastungen im Berufsleben. Bern: Huber.

 

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz
Bild rechts ausrichten
erschöpfte Frau vor Rechner

Psychische Belastungen und Störungen am Arbeitsplatz nehmen drastisch zu. Die Zahl der Krankschreibungen wegen seelischer Belastungen und Störungen haben sich in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdreifacht[1]. Sowohl in der medialen Berichtserstattung als auch im fachlichen Diskurs kann man den Eindruck gewinnen, dass eine „Burn-Out-Epidemie“ sich in allen Berufsgruppen ausbreitet. Wir beobachten in der Arbeitswelt insgesamt Veränderungen, die vor allem mit Merkmalen von psychischer Belastung assoziiert sind. Es wird von einer steigenden Termin- und Leistungsdichte, von prekären und unsicheren Arbeitsverträgen und mehr Multitasking gesprochen[2].

Sind gerade Beschäftigte der Sozialwirtschaft besonders gefährdet in Ihrem beruflichen Alltag?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage ist nicht möglich, wir möchten aber versuchen es gemeinsam zu diskutieren. Ein Aspekt der in diesem Zusammenhang zu nennen wäre, dass in vielen Arbeitsfeldern der Sozialwirtschaft einerseits Empathie eine wichtige Voraussetzung für die Gestaltung einer gelingenden professionellen Beziehung ist und daher eine wichtige Ressource von Mitarbeiter*innen in der Sozialwirtschaft. Anderseits birgt diese Fähigkeit zugleich eine große Gefahr der seelischen Verletzung, gerade wenn man im beruflichen Alltag mit extremen Stress, Traumata und Schmerz bei Klient*innen konfrontiert ist[3]. Dies kann „ansteckend“ sein. Methoden und Werkzeug zur Psychohygiene und auch des Selbstmanagements sind in diesem Kontext ein wichtiger Baustein.

Achtsamkeit und Konzepte zur individuellen Stressreduktion als Lösung des Problems?

Wertet man die aktuellen Studien aus, so kann man den Eindruck gewinnen, dass Achtsamkeit und Konzepte zur individuellen Stressreduktion die Lösung des Problems sind. Fast neunzig Prozent aller Studien zur Prävention von Stressbelastung und Burn-Out beziehen sich auf die individuelle Ebene[4]. Ansatzpunkte zur Veränderung lassen sich jedoch auch in den strukturellen Bedingungen des jeweiligen Arbeitsplatzes sowie in der Organisationskultur finden. Die Diskussion sollte in Organisationen der Sozialwirtschaft auch darüber geführt werden, wie zukünftig krankheitserzeugende Arbeitsverhältnisse verändert werden können, um die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz zu reduzieren und den Mitarbeiter*innen ein gesundes Arbeiten zu ermöglichen. Die Fokussierung auf eine Dimension der Handlungsoptionen innerhalb der Organisationen ist in diesem Falle nicht zielführend.
 

Entstigmatisierung psychischer Belastungen und Störungen auch in der Arbeitswelt?

Der Lebensbereich Arbeit ist bislang noch nicht ausreichend in der Antistigmaarbeit in Deutschland berücksichtigt worden. In Zukunft sollten in diesem Bereich vordringlich Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychisch belastender Menschen umgesetzt werden[5]

Quellen: 
[1] DAK Psychoreport 2019 
[3] Eink, M.; Bürkner, J. (2017): Sekundäre Traumatisierung in der Jugendhilfe. Unsere Jugend 3, S. 123 – 128.
[4] Gross, R. (2015): Angst bei der Arbeit – Angst um die Arbeit. Psychische Belastungen im Berufsleben. Bern: Huber.

 

Stark in der Krise: Psychische Gesundheit in Zeiten der Pandemie
Beschilderung Arbeitsschutz an einem Baustellenzaun

Herausforderung Pandemie

Beschäftigte in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft können durch die Pandemie und die Bewältigung ihrer Folgen in psychisch sehr belastende Situationen geraten. Wer täglich mit Menschen in Kontakt kommt, die potenziell infektiös sind, sich am Arbeitsplatz infiziert, im Team mit Erkrankungen konfrontiert ist oder Personen mit teilweise schweren Krankheitsverläufen behandelt und betreut, gerät oft psychisch unter Druck. Gleiches gilt für Führungskräfte, die in der Pandemie ebenfalls vor großen Herausforderungen stehen.

Arbeitsschutz als Ressource

Gesundes und sicheres Arbeiten ist in der Pandemie wichtiger denn je, auch um Beschäftigte und Führungskräfte psychisch zu stärken. Führungskräften kommt gerade jetzt eine Vorbildfunktion zu, gleichzeitig sollen sie den Beschäftigten Unsicherheiten und Ängste nehmen und Handlungssicherheit geben. Das ist angesichts einer Pandemiesituation, die sich dynamisch entwickelt und ständiger Veränderungen bei Verordnungen, Empfehlungen und Schutzmaßnahmen nicht immer einfach. Hier ist die Berufsgenossenschaft eine zuverlässige Partnerin und unterstützt mit praxisnahen und aktuellen Informationen und Handlungshilfen sowie branchenbezogenen Arbeitsschutzstandards zu SARS CoV2 (www.bgw-online.de).

Starke Führung – starke Teams

Abstand halten! Zusammenarbeit und Führung finden immer mehr auf Distanz statt - ein Thema, das die Arbeitssituation stark verändert und sich massiv auf die Motivation und psychische Gesundheit auswirken kann. In der ersten „Welle“ haben noch viele Betriebe die Erfahrung gemacht, dass Teams in der Krise über sich selbst hinausgewachsen sind. Das Gefühl, alle Kräfte mobilisieren zu müssen, verstärkte trotz aller Belastungen das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Identifikation, alltägliche Konflikte rückten in den Hintergrund. Jetzt, da deutlich wird, dass die Krise zur Normalität wird, stellen sich bei vielen Menschen Erschöpfungssymptome ein, manche erreichen jetzt ihre Belastungsgrenze oder nehmen sie erstmals bewusst(er) wahr.

Führungskräfte haben jetzt eine sehr wichtige Aufgabe: Sie müssen Klarheit schaffen über Risiken und den Umgang damit und zugleich Ängste und Sorgen der Beschäftigten ernst nehmen. Manchmal hilft eine (lösungsorientierte) Standortbestimmung: Wo stehen wir? Was ist uns bisher in der Krisenbewältigung gut gelungen? Was stärkt uns? Wovon brauchen wir mehr?

Die Gefährdungsbeurteilung schafft Transparenz über die Risiken und (psychischen) Belastungen, die die Pandemie mit sich bringt, zeigt aber auch Ressourcen und Lösungen auf, die genutzt und entwickelt werden können. Mustervorlagen für die Gefährdungsbeurteilung Corona stellen die gesetzlichen Unfallversicherungsträger zur Verfügung.

In der Krise (psychisch) gesund bleiben

Viele Weichen für die psychische Gesundheit können und müssen im Betrieb gestellt werden, dennoch kann jede/r Einzelne viel tun – für sich selbst. Die Fokussierung auf die Krise bringt häufig eine Art „Tunnelblick“ mit sich, der das persönliche Stresserleben noch verstärkt. Manche Menschen empfinden einen zunehmenden Kontrollverlust – das Krisengeschehen erscheint immer bedrohlicher und immer weniger beherrschbar.

Psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die individuellen Reaktionen auf Krisen können sehr unterschiedlich sein. Wir wissen aber auch: Bewältigungsstrategien sind „trainierbar“. Und hier gilt: alles, was in der Normalität gut funktioniert hat, hilft auch in der Krise. Soziale Kontakte, Achtsamkeit, Regeneration, Bewegung halten uns psychisch gesund – und gerade in der Pandemie kommt es darauf an, Routinen zu entwickeln, die es uns ermöglichen, (weiter) für die eigene psychische Gesundheit zu sorgen.

 

Die kostenlose Krisenberatung der BGW (Führungskräfte/ Teams/ Mitarbeitende) ist unter folgenden Links erreichbar:

Stark in der Krise: Psychische Gesundheit in Zeiten der Pandemie
Bild rechts ausrichten
Beschilderung Arbeitsschutz an einem Baustellenzaun

Herausforderung Pandemie

Beschäftigte in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft können durch die Pandemie und die Bewältigung ihrer Folgen in psychisch sehr belastende Situationen geraten. Wer täglich mit Menschen in Kontakt kommt, die potenziell infektiös sind, sich am Arbeitsplatz infiziert, im Team mit Erkrankungen konfrontiert ist oder Personen mit teilweise schweren Krankheitsverläufen behandelt und betreut, gerät oft psychisch unter Druck. Gleiches gilt für Führungskräfte, die in der Pandemie ebenfalls vor großen Herausforderungen stehen.

Arbeitsschutz als Ressource

Gesundes und sicheres Arbeiten ist in der Pandemie wichtiger denn je, auch um Beschäftigte und Führungskräfte psychisch zu stärken. Führungskräften kommt gerade jetzt eine Vorbildfunktion zu, gleichzeitig sollen sie den Beschäftigten Unsicherheiten und Ängste nehmen und Handlungssicherheit geben. Das ist angesichts einer Pandemiesituation, die sich dynamisch entwickelt und ständiger Veränderungen bei Verordnungen, Empfehlungen und Schutzmaßnahmen nicht immer einfach. Hier ist die Berufsgenossenschaft eine zuverlässige Partnerin und unterstützt mit praxisnahen und aktuellen Informationen und Handlungshilfen sowie branchenbezogenen Arbeitsschutzstandards zu SARS CoV2 (www.bgw-online.de).

Starke Führung – starke Teams

Abstand halten! Zusammenarbeit und Führung finden immer mehr auf Distanz statt - ein Thema, das die Arbeitssituation stark verändert und sich massiv auf die Motivation und psychische Gesundheit auswirken kann. In der ersten „Welle“ haben noch viele Betriebe die Erfahrung gemacht, dass Teams in der Krise über sich selbst hinausgewachsen sind. Das Gefühl, alle Kräfte mobilisieren zu müssen, verstärkte trotz aller Belastungen das Gefühl von Zusammengehörigkeit und Identifikation, alltägliche Konflikte rückten in den Hintergrund. Jetzt, da deutlich wird, dass die Krise zur Normalität wird, stellen sich bei vielen Menschen Erschöpfungssymptome ein, manche erreichen jetzt ihre Belastungsgrenze oder nehmen sie erstmals bewusst(er) wahr.

Führungskräfte haben jetzt eine sehr wichtige Aufgabe: Sie müssen Klarheit schaffen über Risiken und den Umgang damit und zugleich Ängste und Sorgen der Beschäftigten ernst nehmen. Manchmal hilft eine (lösungsorientierte) Standortbestimmung: Wo stehen wir? Was ist uns bisher in der Krisenbewältigung gut gelungen? Was stärkt uns? Wovon brauchen wir mehr?

Die Gefährdungsbeurteilung schafft Transparenz über die Risiken und (psychischen) Belastungen, die die Pandemie mit sich bringt, zeigt aber auch Ressourcen und Lösungen auf, die genutzt und entwickelt werden können. Mustervorlagen für die Gefährdungsbeurteilung Corona stellen die gesetzlichen Unfallversicherungsträger zur Verfügung.

In der Krise (psychisch) gesund bleiben

Viele Weichen für die psychische Gesundheit können und müssen im Betrieb gestellt werden, dennoch kann jede/r Einzelne viel tun – für sich selbst. Die Fokussierung auf die Krise bringt häufig eine Art „Tunnelblick“ mit sich, der das persönliche Stresserleben noch verstärkt. Manche Menschen empfinden einen zunehmenden Kontrollverlust – das Krisengeschehen erscheint immer bedrohlicher und immer weniger beherrschbar.

Psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und die individuellen Reaktionen auf Krisen können sehr unterschiedlich sein. Wir wissen aber auch: Bewältigungsstrategien sind „trainierbar“. Und hier gilt: alles, was in der Normalität gut funktioniert hat, hilft auch in der Krise. Soziale Kontakte, Achtsamkeit, Regeneration, Bewegung halten uns psychisch gesund – und gerade in der Pandemie kommt es darauf an, Routinen zu entwickeln, die es uns ermöglichen, (weiter) für die eigene psychische Gesundheit zu sorgen.

 

Die kostenlose Krisenberatung der BGW (Führungskräfte/ Teams/ Mitarbeitende) ist unter folgenden Links erreichbar:

Stressbewältigung in der Pandemie - Angebot in der Bodensee-Region
Frau mit MAske vor dem Rechner

Die Pandemie und ihre Auswirkungen geht uns seelisch an die Substanz. Das hören Sarah Kasseckert und Corinna Waffender von Teilnehmenden oft. Beide arbeiten für „Gsund im Gschäft“ (Link auf die Homepagewww.gsund-im-gschaeft.de). Das Projekt wird  als Servicestelle für Betriebliches Gesundheitsmanagement vom Wirtschaftsministerium Baden Württemberg gefördert. In diesem Beitrag erklären die BGM-Profis, wie wir uns in der Krise gegenseitig stärken können.  

Wir sind alarmiert
Die Ausbreitung von SarsCov-19 bedroht unsere Gesundheit und unser gesellschaftliches Leben. Unsicherheit, Einschränkungen und Selbstkontrolle prägen unser Leben. Wie wir uns damit fühlen, hängt stark von unserer Persönlichkeit und unseren Erfahrungen ab. Der prinzipielle Umgang mit Gefahr ist jedoch in uns allen angelegt. Denn wir verfügen über ein sensibles Warnsystem im Körper, um in brenzligen Situationen eine angemessene Überlebensstrategie zu wählen. Vereinfacht gesagt hält der archaischste Teil unseres Gehirns in Momenten der Angst drei Handlungsoptionen bereit: Lauf weg! Oder: Kämpfe! Oder: Rühr dich nicht!

Wir handeln strategisch 
Ob Säbelzahntiger oder Virus – wir reagieren unterschiedlich. Der eine flüchtet in seine vier Wände, um sich nicht anzustecken. Die andere flüchtet sich in Arbeit. Wieder andere weichen aus, indem sie gedanklich Haken schlagen.
Im kämpferischen Modus bieten wir dem Angreifer die Stirn. Beispielsweise indem wir mehr Wut und Kraft aktivieren. Im positiven Sinn kann uns das helfen, nach Lösungen zu suchen. Läuft es gut, besiegen wir die Gefahr. Wenn es schlecht läuft, können wir aggressiv das richtige Ziel verfehlen.
Wer jemals gesehen hat, wie Tiere sich totstellen, um Ihre Feinde in die Irre zu führen, weiß: Auch Starre kann Leben retten. Vorübergehend und solange wir dadurch nicht unbeweglich werden. Denn dann schützen wir uns nicht mehr, sondern sitzen taub auf dem Pulverfass. Allein am Küchentisch, zum Beispiel.

Wir brauchen einander
Ganz ehrlich: Wer von uns ist in diesen Tagen nicht mal ängstlich, wütend oder verzweifelt? Weil nichts mehr ist, wie es war und weil kein Ende abzusehen ist. Mal laufen wir davon, mal sind wir sauer und mal schalten wir innerlich ab. Wichtig ist, dass wir flexibel reagieren und verschiedene Bewältigungsmechanismen bedienen – leider ohne Garantie, das Richtige zu tun? Doch es gibt eine unschlagbare Hilfestellung: unsere Mitmenschen. Denn als soziale Wesen tut es uns gut, wenn wir uns verbinden. Indem wir einander zuhören und unsere Ängste ernstnehmen. Indem wir uns offen und ehrlich austauschen. Zuhause, am Arbeitsplatz und überall, wo wir einander begegnen. Chemisch betrachtet produziert unser Körper dann übrigens eine ganze Reihe sogenannter Glücksbotenstoffe. Die ganz nebenbei unser Immunsystem stärken können.

Wir sind nicht allein
Manche trifft die Pandemie besonders hart. Kinder und Jugendliche, deren Unbeschwertheit im Flug abgefangen scheint. Ältere, die mit Einsamkeit zu kämpfen haben. Erkrankte, die schon vor Covid-19 in der Krise waren. Organisationstalente, die im Homeoffice an Struktur verlieren. Geschäftsleute, deren wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel steht oder Studierende ohne Uni-Betrieb. Paare, die nicht zusammenwohnen. Beziehungen, die auf Mobilität angewiesen sind. Durch das Fehlen von sozialen Zusammentreffen ziehen sich manche unbemerkt zurück, überfordern oder verschließen sich. Jetzt Kontakt halten ist wichtig. Zur Nachbarin nebenan, dem neuen Kollegen, alten Bekannten. Nachfragen, anrufen, mit Abstand im Herbstlaub spazieren gehen. Nutzen wir alle pandemietauglichen Mittel und Wege: Dann bleiben wir mit dem Säbelzahntiger nicht allein.

Mehr Informationen zu Stressbewältigung und BGM gibt das BGM-Team in Online-Vorträgen und Coachings – kostenlos für alle Erwerbstätigen im Raum Ravenbsurg und Bodenseekreis.

 

Stressbewältigung in der Pandemie - Angebot in der Bodensee-Region
Frau mit MAske vor dem Rechner

Die Pandemie und ihre Auswirkungen geht uns seelisch an die Substanz. Das hören Sarah Kasseckert und Corinna Waffender von Teilnehmenden oft. Beide arbeiten für „Gsund im Gschäft“ (Link auf die Homepagewww.gsund-im-gschaeft.de). Das Projekt wird  als Servicestelle für Betriebliches Gesundheitsmanagement vom Wirtschaftsministerium Baden Württemberg gefördert. In diesem Beitrag erklären die BGM-Profis, wie wir uns in der Krise gegenseitig stärken können.  

Wir sind alarmiert
Die Ausbreitung von SarsCov-19 bedroht unsere Gesundheit und unser gesellschaftliches Leben. Unsicherheit, Einschränkungen und Selbstkontrolle prägen unser Leben. Wie wir uns damit fühlen, hängt stark von unserer Persönlichkeit und unseren Erfahrungen ab. Der prinzipielle Umgang mit Gefahr ist jedoch in uns allen angelegt. Denn wir verfügen über ein sensibles Warnsystem im Körper, um in brenzligen Situationen eine angemessene Überlebensstrategie zu wählen. Vereinfacht gesagt hält der archaischste Teil unseres Gehirns in Momenten der Angst drei Handlungsoptionen bereit: Lauf weg! Oder: Kämpfe! Oder: Rühr dich nicht!

Wir handeln strategisch 
Ob Säbelzahntiger oder Virus – wir reagieren unterschiedlich. Der eine flüchtet in seine vier Wände, um sich nicht anzustecken. Die andere flüchtet sich in Arbeit. Wieder andere weichen aus, indem sie gedanklich Haken schlagen.
Im kämpferischen Modus bieten wir dem Angreifer die Stirn. Beispielsweise indem wir mehr Wut und Kraft aktivieren. Im positiven Sinn kann uns das helfen, nach Lösungen zu suchen. Läuft es gut, besiegen wir die Gefahr. Wenn es schlecht läuft, können wir aggressiv das richtige Ziel verfehlen.
Wer jemals gesehen hat, wie Tiere sich totstellen, um Ihre Feinde in die Irre zu führen, weiß: Auch Starre kann Leben retten. Vorübergehend und solange wir dadurch nicht unbeweglich werden. Denn dann schützen wir uns nicht mehr, sondern sitzen taub auf dem Pulverfass. Allein am Küchentisch, zum Beispiel.

Wir brauchen einander
Ganz ehrlich: Wer von uns ist in diesen Tagen nicht mal ängstlich, wütend oder verzweifelt? Weil nichts mehr ist, wie es war und weil kein Ende abzusehen ist. Mal laufen wir davon, mal sind wir sauer und mal schalten wir innerlich ab. Wichtig ist, dass wir flexibel reagieren und verschiedene Bewältigungsmechanismen bedienen – leider ohne Garantie, das Richtige zu tun? Doch es gibt eine unschlagbare Hilfestellung: unsere Mitmenschen. Denn als soziale Wesen tut es uns gut, wenn wir uns verbinden. Indem wir einander zuhören und unsere Ängste ernstnehmen. Indem wir uns offen und ehrlich austauschen. Zuhause, am Arbeitsplatz und überall, wo wir einander begegnen. Chemisch betrachtet produziert unser Körper dann übrigens eine ganze Reihe sogenannter Glücksbotenstoffe. Die ganz nebenbei unser Immunsystem stärken können.

Wir sind nicht allein
Manche trifft die Pandemie besonders hart. Kinder und Jugendliche, deren Unbeschwertheit im Flug abgefangen scheint. Ältere, die mit Einsamkeit zu kämpfen haben. Erkrankte, die schon vor Covid-19 in der Krise waren. Organisationstalente, die im Homeoffice an Struktur verlieren. Geschäftsleute, deren wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel steht oder Studierende ohne Uni-Betrieb. Paare, die nicht zusammenwohnen. Beziehungen, die auf Mobilität angewiesen sind. Durch das Fehlen von sozialen Zusammentreffen ziehen sich manche unbemerkt zurück, überfordern oder verschließen sich. Jetzt Kontakt halten ist wichtig. Zur Nachbarin nebenan, dem neuen Kollegen, alten Bekannten. Nachfragen, anrufen, mit Abstand im Herbstlaub spazieren gehen. Nutzen wir alle pandemietauglichen Mittel und Wege: Dann bleiben wir mit dem Säbelzahntiger nicht allein.

Mehr Informationen zu Stressbewältigung und BGM gibt das BGM-Team in Online-Vorträgen und Coachings – kostenlos für alle Erwerbstätigen im Raum Ravenbsurg und Bodenseekreis.

 

Bildungsangebote der PARITÄTISCHEN Akademie Süd
Bootssteg im Sonnenaufgang

Die PARITÄTISCHE Akademie Süd unterstützt mit Fortbildungen für Führungspersonen und Mitarbeiter*innen, um BGM erfolgreich in Organisationen zu verankern. Viele der Seminare, die gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW) angeboten werden, sind für Mitgliedsorganisationen und Versicherte der BGW kostenfrei.

Bildungsangebote der PARITÄTISCHEN Akademie Süd
Volle Breite
Bootssteg im Sonnenaufgang

Die PARITÄTISCHE Akademie Süd unterstützt mit Fortbildungen für Führungspersonen und Mitarbeiter*innen, um BGM erfolgreich in Organisationen zu verankern. Viele der Seminare, die gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege (BGW) angeboten werden, sind für Mitgliedsorganisationen und Versicherte der BGW kostenfrei.

Gesundheit und Armut

Prof. Rosenbrock, Vorsitzender des PARITÄTISCHEN Gesamtverbands und Gesundheitsexperte, spricht über die Auswirkungen von Armut auf die Gesundheit. 
Ansprechperson

Wichtige Werkzeuge

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