Wie funktioniert der Marktplatz?

Die Idee stammt aus den Niederlanden. In Deutschland wurde die Methode von der Bertelsmann Stiftung aufgenommen und inzwischen an fast 100 Standorten erfolgreich umgesetzt. Auf dem Marktplatz werden gesellschaftliche Anliegen verhandelt: Nachfrage und Angebot von Freiwilligenarbeit bestimmen das Geschehen. Unternehmen und gemeinnützige Organisationen begegnen einander in einer informellen und dynamischen Atmosphäre.

Ziel des Marktplatzes ist es, Engagement-Vereinbarungen zu treffen. Am Ende stehen neue Kontakte, gute Taten, viel bürgerschaftliches Engagement und der Anfang neuer Partnerschaften.

Das Markttreiben
Im großen Saal stehen nur wenige Stehtische. Wenn der Start-Gong ertönt, kommt Leben in die Szenerie: Jeder ist bestrebt, den passenden Partner zu finden und gute Geschäfte zu machen. Nach höchstens eineinhalb Stunden ist alles vorbei. Der Schlussgong ertönt, und die Zahl der Vereinbarungen wird verkündet. Mit einem Gläschen Sekt oder Saft wird auf das Marktplatz-Geschäft angestoßen. Fertig. Fast. Denn in der Folge geht es natürlich darum, diese Übereinkommen für beide Seiten gewinnbringend umzusetzen.


Was wird verhandelt?
Die Vereinbarungen beziehen sich auf Fachwissen, Arbeitszeit, Zugang zu Netzwerken, Kreativität und Sachmittel. Um ein gutes Geschäft zu machen, ist es wichtig, dass die Parteien wissen, was sie fragen wollen und im Gegenzug bieten können.

Zum Beispiel: Die junge Webdesignerin gestaltet die Homepage für den Jugendfußballclub und erwirbt damit gleichzeitig Referenzen. Ein Architekturbüro entwirft die Innenraumgestaltung eines Kulturzentrums und bekommt dafür Freikarten für Konzerte. Oder der etwas andere Betriebsausflug: Eine Schreinerei zimmert für den Kindergarten "Struwwelpeter" binnen weniger Stunden ein Baumhaus und feiert anschließend bei einem von den Kindern vorbereiteten Sommerpicknick.


Der Beginn einer wundervollen Freundschaft...

Der Karlsruher Marktplatz hat das Ziel, neue Partnerschaften zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen zu stiften. Das gemeinsame Engagement für das lokale Umfeld ist gut fürs soziale Klima und macht unsere Stadt noch l(i)ebenswerter.