BoN PAS - die beschäftigungsorientierte Nachsorge des PARITÄTISCHEN

Das Anliegen

Die beschäftigungsorientierte Nachsorge ist ein wirksames Angebot, um die Behandlungserfolge einer medizinischen Rehabilitation nachhaltig zu sichern. Bereits die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig Hannover stellte durch das Konzept „Integrationsbezogenes Fallmanagement Sucht“ fest, dass insbesondere bei suchterkrankten Rehabilitanden Arbeitslosigkeit und die damit einhergehende fehlende Tagesstruktur kontraproduktive Faktoren für die Nachhaltigkeit des Rehabilitationserfolges darstellen. In dieser Hinsicht ist es für den Personenkreis wichtig Unterstützung bei der Rückkehr in das Erwerbsleben bzw. bei der Erhaltung eines bestehenden Arbeitsplatzes zu erhalten.

 

Die Zielgruppe

Eine beschäftigungsorientierte Nachsorge kommt für Rehabilitanden in Frage, die nach der stationären oder ganztägig ambulanten medizinischen Rehabilitation: • über einen Arbeitsplatz verfügen, der mit Unterstützung der nachsorgenden Stelle erhalten werden soll. Die Zielgruppe kennzeichnet sich durch eine erwerbsbezogene Problemlage, die sich aus der Berufsanamnese und insbesondere aus Erkenntnissen der Rehabilitationsphase ergibt. • arbeitslos sind und ein Unterstützungsbedarf, bei der Umsetzung der in der medizinischen Rehabilitation erarbeiteten erwerbsbezogenen Perspektive, anzunehmen ist.

Welche Suchtberatungsstellen, betreute Wohneinrichtungen bieten die beschäftigungsorientierte Nachsorge an?

Die beschäftigungsorientierte Nachsorge wird von paritätischen Mitgliedseinrichtungen angeboten, die sich zur konformen Umsetzung des Konzeptes verpflichtet haben. Die Stellen für eine beschäftigungsorientierte Nachsorge finden sie in unserer Einrichtungsliste.

Wie gestaltet sich das Antragsverfahren?

Die beschäftigungsorientierte Nachsorge wird während der stationären oder ganztägig ambulanten medizinischen Rehabilitation von dem jeweiligen Leistungserbringer mit einem speziellen Vordruck vorbereitet und beantragt (G 400). Die Rehabilitanden müssen zudem eine Vereinbarung unterzeichnen, die eine datenschutzrechtliche Erklärung beinhaltet. Die interessierten Rehabilitanden erklären sich mit ihrer Unterschrift zur Mitwirkung bereit.

Was passiert in der beschäftigungsorientierten Nachsorge?

Die beschäftigungsorientierte Nachsorge wird bereits in der stationären, ganztägig ambulanten Phase eingeleitet, begleitet den Übergang von der stationären/ganztägig ambulanten zur ambulanten (Nachsorge-) Phase und wird in dieser fortgesetzt. Die Inhalte sind in Form von Betreuungsbausteine beschrieben, die je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Grundlage ist ein Nachsorgeplan, der gemeinsam mit den Klienten bereits in der stationären, ganztägig ambulanten Phase begonnen wird. Die Vorgehensweise ist in einem übersichtlichen Flussdiagramm beschrieben.

Wie lange kann die beschäftigungsorientierte Nachsorge in Anspruch genommen werden?

Die beschäftigungsorientierte Nachsorge kann maximal für 12 Monate erbracht werden. Der Leistungsumfang beträgt in diesem Zeitraum 20 Einheiten (je 60 Minuten), welche in Gruppen- und Einzelsettings erbracht werden können.