Integration in Baden-Württemberg - Gemeinsam mit den Eltern für neue Bildungschancen

Ein Projekt in Kooperation des PARITÄTISCHEN und der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg im Regierungsbezirk Stuttgart (Projektlaufzeit: 01.10.2010 – 30.09.2012)

Beinahe die Hälfte der jungen Baden-WürttembergerInnen mit Migrationshintergrund verlässt die Schule mit maximal einem Hauptschulabschluss oder bricht sie gar ganz ab. Bei jungen Menschen ohne Migrationshintergrund hingegen ist die Fachhochschulreife bzw. das Abitur der häufigste Abschluss. Das Projekt „Integration in Baden-Württemberg – Gemeinsam mit den Eltern für neue Bildungschancen“ möchte dieses Missverhältnis beseitigen. Dabei übernehmen die Eltern einen wichtigen Part: Sie sollen dafür gewonnen werden, eine aktive Rolle im Bildungsprozess ihrer Kinder zu spielen.

Bildung und Erziehung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Im Regierungsbezirk Stuttgart existieren bereits zahlreiche Projekte, die auf eine enge Kooperation zwischen Eltern mit Migrationshintergrund und Bildungseinrichtungen abzielen. Diese wertvollen Erfahrungen sollen an Runden Tischen in verschiedenen Stadt- und Landkreisen flächendeckend und nachhaltig nutzbar gemacht werden. Hier sollen praxisorientierte Konzepte entwickelt und entsprechend der örtlichen Bedürfnisse umgesetzt werden.

Interkulturelle Öffnung
Grundgedanke ist, mit MigrantInnen anstatt für MigrantInnen zu arbeiten. Deshalb haben der PARITÄTISCHE und die Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg die direkte Kooperation auf Augenhöhe bereits in der Konzeption verankert. Als wichtige AkteurInnen im Sozialraum von Eltern mit Migrationshintergrund sollen sich VertreterInnen von Migrantenselbstorganisation gemeinsam und gleichberechtigt mit ErzieherInnen, LehrerInnen, LeiterInnen von Jugendhäusern, ElternvertreterInnen und anderen lokalen Schlüsselpersonen für Bildung und Elternarbeit einsetzen. Ein strategisches Ziel ist die Einbeziehung der Kommune.

Beratung
Die Beraterinnen des PARITÄTISCHEN und der Türkischen Gemeinde kontaktieren zu diesem Zweck relevante AkteurInnen und bereits bestehende Netzwerke vor Ort. Sie unterstützen den Aufbau neuer Netzwerke und Bildungspartnerschaften, denen sie beratend zur Seite stehen.
Landesweit wird das Projekt vom Verein Netzwerke für Bildungspartner e.V. koordiniert. Er geht auf die Initiative der Landesregierung, der Robert Bosch Stiftung und der Breuninger Stiftung zurück.

Kontakt:
Feray Şahin, Nanette Scriba, Tanja Stricker, Beate Blank (Projektberaterinnen)
Oya Poyraz (Projektassistentin)
Tel: 07 11 / 21 55 – 1 96, 07 11 / 21 55 – 1 97
Mail: sahin@remove-this.tgbw.de, scriba@remove-this.tgbw.de, stricker@remove-this.tgbw.de, poyraz@remove-this.tgbw.de, blank@remove-this.tgbw.de