Patientenbeteiligung

Gesetzliche Beteiligung von Patientinnen und Patienten an Entscheidungsprozessen im Gesundheitssystem gibt es seit Ende der 1990er Jahre. Hält das Gesetz auch, was es verspricht: Mehr Mitsprache durch die Nutzerinnen und Nutzer selbst und einen Interessenausgleich im System?
Der Umfang gewünschter Patientenbeteiligung nimmt zu. Die Landesverbände der Gesundheitsinitiativen und Selbsthilfeorganisationen fordern daher abgestimmte Kriterien, die Qualität und Effektivität von Beteiligung sicherstellen. Teilhabe ist keine Ehre, sondern ein Recht! Faire Beteiligungskultur beginnt mit ehrenamtsfreundlichen Sitzungsterminen sowie übersichtlichen und verständlichen Sitzungspapieren, die rechtzeitig versandt werden. Sie regelt die Aufwandsentschädigung und Art der Mitwirkung (Stimmrecht oder Anhörung?). Und schließlich müssen sich Vertreterinnen und Vertreter, die neutral und unabhängig in Gremien mitbestimmen sollen, gemeinsam mit Gleichgesinnten und in Schulungen darauf vorbereiten können.