Engagementstrategie Baden-Württemberg

Die „ENGAGEMENTSTRATEGIE BADEN-WÜRTTEMBERG“ wurde am 8. April 2014 vom Ministerrat beschlossen. Das Kabinett hat die von Sozialministerin Katrin Altpeter vorgelegte „Engagementstrategie Baden-Württemberg“ beschlossen und damit grünes Licht gegeben für ein breites Bündel von Maßnahmen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Altpeter zufolge handelt es sich bei dieser „Engagementstrategie“ um eine bundesweite Premiere. „Es ist bundesweit die erste im Dialogprozess mit Akteuren und Betroffenen entwickelte Strategie zur Stärkung der Bürgergesellschaft.“

Weit über 100 Experten, Engagierte und Betroffene hätten in rund 360 Arbeitstagen Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Bürgerschaftlichen Engagements und des Ehrenamts entwickelt. Anlass für diesen Prozess waren Zahlen des sog. Freiwilligensurveys, wonach insbesondere in ländlichen Räumen ein drastischer Rückgang der Engagementquote um bis zu 20 Prozent zu verzeichnen war. Gleichzeitig können sich nach dieser Erhebung 34 Prozent der bislang nicht engagierten Baden-Württember¬gerinnen und Baden-Württemberger vorstellen, sich künftig zu engagieren. Die Engagementstrategie soll dabei helfen, eine sozial lebendige und solidarische Bürgergesellschaft in Baden-Württemberg weiter zu entwickeln.

Die Baden-Württemberg Stiftung unterstützt die Umsetzung der Engagementstrategie mit zunächst einer Mio. Euro; etwa für innovative Konzepte für die Qualifizierung von Fachkräften und Ehrenamtlichen und für eine landesweite Kommunikationskampagne für Engagement.. Mit einem Förderprogramm „Miteinander statt nebeneinander“ sollen außerdem weitere Empfehlungen modellhaft in den unterschiedlichen Lebensräumen - wie z.B. in ländlichen Räumen - erprobt werden.

Mit der Engagementstrategie reagiere das Land auf die veränderten Rahmenbedingungen einer immer vielfältiger und bunter werdenden Gesellschaft, so die Ministerin. Dabei sollen vor allem bislang engagementferne Gruppen und Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund in den Blick genommen werden. Die an der Entwicklung der Engagementstrategie Beteiligten hatten sich den Handlungsfeldern „Menschen mit Behinderungen“, „Menschen mit Migrationshintergrund“, „Alter“, „Pflege“, „Jugend und Freiwilligendienste“ sowie „Corporate Social Responsibility – unternehmerisches gesellschaftliches Engagement“ gewidmet und dazu auf rund 100 Seiten konkrete Empfehlungen erarbeitet.

Altpeter: „Für ein solidarisches Miteinander in unserer Gesellschaft ist Bürgerschaftliches Engagement unverzichtbar. Mit der ‚Engagementstrategie Baden-Württemberg‘ liegen viele Vorschläge auf dem Tisch, die wir als Land entweder selber umsetzen können oder die wir als Anregungen an Dritte weitergeben können, also etwa an Kommunen, Verbände und Vereine.“

Im PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg ist ein breites Potential an bürgerschaftlichem Engagement versammelt. Unsere Arbeitsbereiche sind von dieser Strategie in mehrfacher Weise tangiert. Es wird sicherlich in den nächsten Monaten und Jahren verschiedene Anlässe und Gelegenheiten geben, auf einzelne Aussagen dieser Positionierung zu sprechen zu kommen und uns als zivilgesellschaftlicher Verband aktiv in verschiedene Entwicklungen einzuklinken.

Der Text der Engagementstrategie und die Zusammenstellung der Umsetzungsschritte können als pdf-Dokumente heruntergeladen werden.