Bildung

Die verschiedenen Lebensphasen, Prozesse und Bedingungen des Aufwachsens werden heute in einer Verschränkung von öffentlicher und privater Verantwortung wahrgenommen. Die in den vergangenen Jahren stetig an Fahrt gewinnende Auf- und Ausbaudynamik der Ganztages- und neuerdings der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg unterstreicht dies.

Dabei ist Bildung zu der zentralen Schlüsselressource geworden, die für ein gelingendes Aufwachsen von grundlegender Bedeutung ist. Vor diesem Hintergrund werden die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe neben dem schulischen Bildungssystem zu zentralen Orten der Bildungsförderung mit einem erweiterten Bildungsverständnis. Bezugspunkt der Gestaltung ist vermehrt Bildung im Sinne einer umfassenden, stetigen Verbesserung der Handlungsfähigkeit mit dem Ziel einer selbstbestimmten Lebensführung. Die Kinder- und Jugendhilfe ist zukünftig noch stärker gefordert, dieses „neue“ Mischungsverhältnis verantwortlich, aktiv und kooperativ mitzugestalten. Dabei muss die Qualität so gestaltet werden, dass die Bildungspotenziale aktiviert, Benachteiligungen abgebaut und die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen verbessert werden (vgl. hierzu: 14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung. 2013).

Schule und Jugendhilfe sind also herausgefordert, zu einem neuen Selbstverständnis ihrer jeweiligen pädagogischen Arbeit zu kommen und ihr Bildungsverständnis zu erweitern, gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Blick ist dabei die Vision der Gestaltung eines Lernortes, der durch Schule und Jugendhilfe gemeinsam verantwortet wird.

Eine grundlegende strukturelle Voraussetzung für den Landesverband wurde bereits geschaffen, indem 2012 von der Mitgliederversammlung die Satzung geändert und um die Aufgabenstellungen im vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bildungsbereich ergänzt wurde.

Auch das vom KVJS-Landesjugendamt geförderte Modellprojekt „Gemischtes Doppel - Jugendhilfe und Schule“ unter dem Dach des PARITÄTISCHEN unterstreicht diesen Stellenwert und liefert bereits wertvolle Praxiserfahrungen.


Inklusion - Reisekostenerstattung an Lehrkräfte von Privatschulen

Mit Schreiben vom 12.08.2016 weist das Kultusministerium die privaten Schulen am Heim und die privaten SBBZ, sowie die SBBZ mit Internat darauf hin, wie mit Fahrkosten von Lehrkräften im Rahmen der Inklusion an allgemeinen öffentlichen Schulen zu verfahren ist.

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